Riso amaro (Bitterer Reis)

Riso amaro (Bitterer Reis) (1949)

Regie: Giuseppe De Santis; Drehbuch: De Santis, Carlo Lizzani, Mario Monicelli, Gianni Puccini u.a.; Kamera: Otello Martelli; Musik: Goffredo Petrassi; Darsteller: Silvana Mangano, Vittorio Gassman, Doris Dowling, Raf Vallone, Checco Rissone. s/w, 109 min
 
Riso amaro ist zum Schlagwort für den italienischen Neorealismus geworden. Diese Geschichte junger und hübscher Erntearbeiterinnen in den Reisfeldern der Po-Ebene, verknüpft mit einem Kriminalfilmplot, hat sich rasch in die Herzen des breiten Publikums gespielt. Spätere Filmstars wie Silvana Mangano, Vittorio Gassman und Raf Vallone wurden mit Riso amaro schlagartig berühmt, wohl auch unterstützt durch eine für damalige Verhältnisse sensationelle erotische Freizügigkeit der Handlung. Giuseppe De Santis bringt seine klassenkämpferische Perspektive zur Geltung, aber er sucht auch nach einer Anbindung an die amerikanischen Kinofantasien der Nachkriegszeit: Silvana Manganos Auftritte stehen in puncto Präsenz und Verführungskraft dem erdigen Glamour einer Rita Hayworth nicht nach. ­Sozialkritische Tendenz und großes Melodrama in trauter Allianz: der neorealismo als populäres Kino der Attraktionen.
 
Freier Eintritt für Fördernde Mitglieder am 7.1.