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SUMMARY: Paul D. Miller – DJ Spooky | Sun Ra: Do the Impossible - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Sun Ra: Do the Impossible ---- Christine Turner, US 2025; Drehbuch: Christine Turner; Kamera: Othello Banaci; Schnitt: Steven Golliday; mit: Sun Ra, Paul D. Miller, Marshall Allen, Knoel Scott, Fred Moten, Brent Hayes Edwards, Nicole Mitchell, King Britt, Harmony Holiday, Marcus J. Moore. DCP, Farbe, 84 min. Englisch ---- ' ---- Dichter, Philosoph, Ägyptologe, Bandleader. Der Jazz-Visionär Sun Ra war all das – und noch viel mehr. Mit seiner sich ständig weiterentwickelnden Band, dem Sun Ra Arkestra, produzierte er mehr als 200 Alben, mit denen er die Grenzen des Free Jazz erweiterte. Gleichzeitig verwob er Elemente des alten Ägyptens, interstellare Metaphern und wissenschaftliche Überlegungen zu einer einzigartigen musikalischen und spirituellen Vision des Afrofuturismus, die bis heute nachhallt. Regisseurin Christine Turner unternimmt eine aufschlussreiche Reise durch das Leben dieses facettenreichen Künstlers, mit Erinnerungen von Bandmitgliedern und Tänzern von Arkestra, Interviews mit Musikwissenschaftler*innen (darunter DJ Spooky) und unvergesslichen Film- und Konzertaufnahmen von Sun Ra selbst. Ein informatives, inspirierendes und überwältigendes Porträt eines Mannes, dessen kühne Vision und kompromisslose Kunst nicht nur den Klang des Jazz, sondern auch die kulturelle Landschaft des 20. Jahrhunderts und darüber hinaus geprägt haben. (S.S.) ----  ---- Österreich-Premiere in'Anwesenheit von DJ Spooky – Paul D. Miller ----  ---- <br type="_moz" /> 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Vengeance is Mine - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Vengeance Is Mine ---- Michael Roemer, US 1984; Drehbuch: Michael Roemer; Kamera: Franz Rath; Schnitt: Terry Lewis; Darsteller*innen: Brooke Adams, Jon De Vries, Ari Meyers, Trish Van Devere, Audry Matson. 35mm, Farbe, 118 min. Englisch ---- ' ---- Michael Roemers Vengeance Is Mine, der seine Uraufführung 1984 im US-amerikanischen Fernsehen erlebte und im gleichen Jahr auf dem London Film Festival und der Berlinale gezeigt wurde, erfährt erst seit kurzem eine längst überfällige Wiederentdeckung als Meisterwerk des US-Independent-Kinos. Jo (Brooke Adams) besucht das Haus ihrer Kindheit in Rhode Island, was mit schmerzhaften Erinnerungen verbunden ist. Nach einem spannungsgeladenen Zusammentreffen der Verwandtschaft freundet sie sich mit ihrer Nachbarin an, um sich in einem weiteren Familiendrama wiederzufinden. Roemers Gestaltung seiner Charaktere zeigt sich in Vengeance Is Mine exemplarisch: Seine Figuren leben im Glauben, die Fäden ihres Lebens in der Hand zu halten, doch sind sie letztendlich dem Zufall ausgeliefert. Wie alle Filme Roemers hat auch dieser sein eigenes Tempo, das nur mit sich selbst Schritt hält und sich großer Themen in leiser Tonart annimmt. (J.P.) ---- ' ---- Freier Eintritt für Mitglieder am 7.5.2026 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Portrait of Jason - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Portrait of Jason ---- Shirley Clarke, US 1967; Drehbuch, Schnitt: Shirley Clarke; Kamera: Jeri Sopanen; mit: Jason Holliday, Shirley Clarke, Carl Lee. DCP (von 35mm), sw, 105 min. Englisch ---- ' ---- Laut Shirley Clarke ist dies ihre Antwort auf die Vérité-Arbeiten von Leacock und Pennebaker: Jason Holliday, Schwarze männliche Prostituierte und angehender Nightclub-Entertainer, tritt vor der Kamera auf, erzählt offen aus seinem Leben, parodiert, improvisiert, bekennt. Gefilmt binnen eines halben Tages – von neun Uhr abends bis neun Uhr morgens. Jason Hollidays Monologe wurden nur unterbrochen, um den Film in der Kamera zu wechseln. Portrait of Jason verdankt dem so entstandenen Nahverhältnis zwischen Protagonist und Kamera seine bemerkenswerte Intensität. Shirley Clarke: "Zum ersten Mal konnte ich meinen Kontrollzwang unterdrücken, ließ Jason und die Kamera aufeinander reagieren." Ein Performance-Film, "Leben" vor der Kamera. (C.H.) ---- ' ---- Freier Eintritt für Mitglieder am 7.5.2026 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Nothing But a Man - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Nothing But a Man ---- Michael Roemer, US 1964; Drehbuch: Michael Roemer, Robert M. Young; Kamera: Robert M. Young; Schnitt: Luke Bennett; Darsteller*innen: Ivan Dixon, Abbey Lincoln, Julius Harris, Yaphet Kotto, Gloria Foster. 35mm, sw, 95 min. Englisch ---- ' ---- Nothing But a Man, Roemers bis heute bekanntestes Werk und sein erster Spielfilm als Drehbuchautor und Regisseur, war bei seiner Veröffentlichung beispiellos in der Beschreibung afroamerikanischen Alltags in einer von Rassismus geprägten Kleinstadt in Alabama. Getragen wird der Film von einer empathischen Inszenierung in glasklarem Schwarzweiß (Robert M. Young an der Kamera) und den außergewöhnlichen Darstellungen des großartigen Casts, darunter Abbey Lincoln, Ivan Dixon, Gloria Foster und Julius Harris. Mit der Geschichte eines Schwarzen Eisenbahnarbeiters erzählt Roemer nicht nur von dessen persönlichen Konflikten, sondern verdeutlicht den Zusammenhang von Rassismus, Ungleichstellung der Geschlechter und ausbeuterischen Arbeitsbedingungen. Obwohl er von Beginn an als filmischer Meilenstein wahrgenommen wurde, von jeder Generation neu entdeckt wurde und er seinen Ruf als moderner Klassiker festigte, hat es lange gedauert, bis Nothing But a Man ein größeres Publikum erreichte. (J.P.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | The Cool World - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: The Cool World ---- Shirley Clarke, US 1963; Drehbuch: Shirley Clarke, Carl Lee nach dem Roman von Warren Miller sowie dem Stück von Miller und Robert Rossen; Kamera: Baird Bryant; Schnitt: Shirley Clarke; Musik: Mal Waldron; Darsteller*innen: Hampton Clanton, Carl Lee, Yolanda Rodríguez, Clarence Williams III, Gloria Foster. 35mm, sw, 125 min. Englisch ---- ' ---- Inspiriert von der Ansprache eines Black-Muslim-Predigers, die die Überlegenheit des Schwarzen Mannes verkündet, versucht der junge Duke seine Machtposition in einer Straßengang auszubauen. Wie andere Filme von Shirley Clarke wirkt auch The Cool World wie ein improvisiert wirkender "fiktionaler Dokumentarfilm" (der spätere Dokumentarist Frederick Wiseman fungierte hier als Produzent) und ist von Jazzmusik getragen. Neben Clarkes Film The Connection und Cassavetes''Shadows ist es ein Hauptwerk des von der Beat-Bewegung beeinflussten "Neuen Realismus" der frühen 1960er Jahre. Clarke: "Die Hollywood-Mächtigen waren verblüfft von der Wirklichkeitsnähe meines Films. Als sie mich fragten, wie ich diesen außerordentlichen Realismus erzielt hätte, antwortete ich nur: 'Es war nicht besonders schwierig, Harlem wie Harlem aussehen zu lassen.'" (C.H.) ---- ' ---- Courtesy Library of Congress 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | The Connection - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: The Connection ---- Shirley Clarke, US 1961; Drehbuch: Jack Gelber nach seinem Theaterstück; Kamera: Arthur J. Ornitz; Schnitt: Shirley Clarke; Musik: Freddie Redd; Darsteller*innen: Warren Finnerty, William Redfield, Jerome Raphael, Garry Goodrow, Barbara Winchester, Carl Lee, Roscoe Lee Browne. DCP (von 35mm), sw, 105 min. Englisch ---- ' ---- Waiting for my man: Junkies warten im Apartment auf Heroinlieferung – im Beisein eines unerfahrenen Filmemachers, der ihnen das Geld für den fix zugesteckt hat, um ungeschminkt "die Wahrheit" zu dokumentieren. Der naive Regisseur und sein Kameramann (ein stimmgewaltiges Off-Debüt für Roscoe Lee Browne) werden tiefer in die Sache verwickelt, als sie ahnten – im Rausch wird schließlich auf eine Kakerlake fokussiert. Die Adaption von Jack Gelbers legendärem Living-Theatre-Stück mit „echten“ Drogensüchtigen greift auf viele der famosen Originaldarsteller zurück, so auch auf das Jazz-Quartett um Freddie Redd und Jackie McLean, deren Jam Sessions so viel zum authentischen Beatnik-Gefühl beitragen wie Gelbers Mischung aus bösem Witz und Provokation. Dem vielbeschworenen "Vérité"-Gestus des New American Cinema setzte Clarke früh eine beißende Skepsis entgegen: eine wahrhaft Unabhängige. (C.H.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Eyes Wide Shut - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Eyes Wide Shut ---- Stanley Kubrick, GB/US 1999; Drehbuch: Stanley Kubrick, Frederic Raphael nach Arthur Schnitzlers Traumnovelle; Kamera: Stanley Kubrick, Larry Smith; Schnitt: Nigel Galt; Musik: Jocelyn Pook; Darsteller*innen: Tom Cruise, Nicole Kidman, Sydney Pollack, Marie Richardson, Todd Field. 35mm, Farbe, 159 min. Englisch ---- ' ---- Angestachelt von einer Ehebruchsfantasie seiner Frau, begibt sich ein scheinbar glücklich verheirateter Arzt auf eine Traumreise durch das fremde, zeitlose Terrain von New York. Die von Schuldgefühlen und Verlangen getriebene Odyssee führt den Doktor durch eine Reihe verstörender Rollenspiele, die in einer Orgie à la Kenneth Anger kulminieren. Hier steht plötzlich sein Leben auf dem Spiel. Kubricks letzter Film ist eine narkotische, mysteriöse Auseinandersetzung mit den dunklen, unausgesprochenen Abgründen hinter der Fassade bürgerlichen Eheglücks; gleichzeitig ein mit großer Sorgfalt montiertes Filmgedicht, in dem nebenbei verstreute Motive, Farben und Wörter ein komplexes Netzwerk an Reimen aufspannen. Dem hilflos zwischen Traum und Wachheit schlafwandelnden Helden stellt Kubrick in einem unerwartet offenen moralischen Manöver einen zynischen, vermeintlich allmächtigen Lebemann mit makellosen Manieren gegenüber, der scheinbar alle Fäden in der Hand hält. (C.H.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Paths of Glory - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Paths of Glory ---- Stanley Kubrick, US 1957; Drehbuch: Stanley Kubrick, Calder Willingham, Jim Thompson nach dem Roman von Humphrey Cobb; Kamera: Georg Krause; Schnitt: Eva Kroll; Musik: Gerald Fried; Darsteller*innen: Kirk Douglas, Ralph Meeker, Adolphe Menjou, George Macready, Wayne Morris. 35mm, sw, 87 min. Englisch ---- ' ---- Ein Werk von nachdrücklicher Wucht und unnachgiebiger Haltung, so kompromisslos, dass es unter anderem in Frankreich für 20 Jahre verboten wurde. Paths of Glory ist weniger ein Beitrag zur Gattung "Antikriegsfilm" (deren liberal-humanistische Lösungsstrategien Kubrick skeptisch zurückweist) als eine beißende Attacke auf die Unmenschlichkeit der Militärhierarchie per se: In der Sicherheit eines prächtigen Schlosses liefern sich die Offiziere interne Machtkämpfe, während draußen die Soldaten in sinnlosen Angriffswellen verheizt werden. Kulminationspunkt ist eine absurde Gerichtsverhandlung von himmelschreiender Ungerechtigkeit, in der die Rekruten endgültig zu Schachfiguren degradiert werden. Der meisterlichen Beherrschung filmischer Zeit im Vorgängerfilm The Killing stellt Kubrick hier die souveräne Beherrschung filmischen Raums zur Seite. (C.H.) ---- ' ---- Einführung von Christoph Huber am 18.5.2026 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Robert Frost: A Lover's Quarrel with the World - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Robert Frost: A Lover's Quarrel with the World ---- Shirley Clarke, Robert Hughes, US 1963; Drehbuch: Robert Hughes; Kamera: Terence Macartney-Filgate; Schnitt: Charlotte Zwerin; Musik: Charles Gross; mit: Robert Frost. DCP (von 16mm), Farbe und sw, 52 min. Englisch ---- ' ---- Davor: ---- A Moment in Love Shirley Clarke; Drehbuch, Schnitt: Shirley Clarke; Kamera: Bert Clarke, Shirley Clarke; Musik: Norman Lloyd; Darsteller*innen: Carmela Gutierrez, Paul Sanasardo. US 1957, DCP (von 16mm), Farbe, 9 min ----  ---- "Und wäre meine Geschichte ein Epitaph, hätte ich ein kurzes für mich selbst parat. Ich hätte auf meinen Grabstein geschrieben: Ich hatte einen Streit unter Liebenden mit der Welt." (Robert Frost) Der mit einem Oscar ausgezeichnete Dokumentarfilm Robert Frost: A Lover's Quarrel with the World porträtiert den legendären US-amerikanischen Dichter, gefilmt mit der Verspieltheit und Intimität, die das Markenzeichen von Regisseurin Shirley Clarke sind. Sie zeigt sowohl Frosts witzige, brillante Reden am Sarah Lawrence College und am Amherst College als auch Szenen mit seinen Studierenden, in denen neben dem Unterricht auch der Humor eine große Rolle spielt. Davor: A Moment in Love, einer von Clarkes berühmtesten Tanzkurzfilmen, choreografiert von Anna Sokolow. (D.D.) 
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SUMMARY: Crossing Europe | Ida Who Sang So Badly Even the Dead Rose Up and Joined Her in Song - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Ida, ki je pela tako grdo, da so še mrtvi vstali od mrtvih in zapeli z njo (Ida Who Sang So Badly Even the Dead Rose Up and Joined Her in Song) ---- Ester Ivakič, SI/HR 2025; Drehbuch: Ester Ivakič, Nika Jurman; Kamera: Rok Nagode; Schnitt: Andrej Nagode; Musik: Simon Penšek, Alenja Pivko Kneževič; Darsteller*innen: Lana Maric, Liza Muršič, Judita Franković, Matej Puc, Milena Stropnik. DCP, Farbe, 109 min. Slowenisch mit engl. UT ---- ' ---- Aus der Perspektive der zehnjährigen Ida entfaltet sich eine Kindheit, in der Fantasie zum Schutzraum wird. In einem ländlichen Umfeld der 1970er Jahre – im damaligen sozialistischen Jugoslawien – scheint zunächst alles geordnet, doch unter der Oberfläche zeigen sich Risse: Sei es in der Familie, in der Schule oder im allgemeinen Umgang mit Verlust. Während Ida glaubt, mit ihrem Gesang die kranke Großmutter retten zu können, verdichten sich Traumwelt und Wirklichkeit zu einer leisen Coming-of-Age-Geschichte über Einsamkeit, Hoffnung und die fragile Kraft kindlicher Vorstellung. (Crossing Europe) ---- ' ---- In Anwesenheit von Ester Ivakič, Sabine Gebetsroither und Katharina Riedler ----  ---- In Kooperation mit dem'<span data-olk-copy-source="MessageBody">Slowenischen Kulturinformationszentrum SKICA WIEN 
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SUMMARY: Crossing Europe | La Face cachée de la terre (The Hidden Face of the Earth) - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: La Face cachée de la terre (The Hidden Face of the Earth) ---- Arnaud Alain, FR 2026; Drehbuch, Kamera: Arnaud Alain; Schnitt: Alix Tulipe; Musik: Léonie Pernet; mit: Dimitri Jean. DCP, Farbe, 68 min. Französisch mit engl. UT ---- ' ---- Dimitri ist Fotograf, lebt in Paris und liebt es, alles um ihn herum mit der Kamera festzuhalten. Jedoch lässt ihn in den letzten Jahren sein Sehvermögen immer mehr im Stich. Während sich sein Blick auf die Welt verändert, begleitet ihn Regisseur Arnaud Alain auf Streifzügen durch Großstädte und Landschaften, dokumentiert Begegnungen mit Freund*innen und Fremden. Bei Tag oder Nacht erkundet Dimitri unbeirrt das verborgene Antlitz der Erde auf seine Weise – durch die Linse der Kamera und im Bewusstsein der Unausweichlichkeit seines Sehverlusts. (Crossing Europe) ---- ' ---- In Anwesenheit von Sabine Gebetsroither und Katharina Riedler 
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SUMMARY: Was ist Film | Was ist Film: Programm 63 (neu) - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Programm 63 ---- Guy Fihman ---- Ultrarouge-infraviolet 1974, 16mm, 31 min ---- ' ---- Albert Sackl ---- Vom Innen; von aussen 2006, 16mm, 20 min ---- ' ---- Einführung von Peter Kubelka, in Anwesenheit von Albert Sackl 
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SUMMARY: Was ist Film | Was ist Film: Programm 64 - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Programm 64 ---- Peter Kubelka ---- Mosaik im Vertrauen 1955, 35mm, 16 min. Mitarbeit: Ferry Radax ---- Unsere Afrikareise 1966, 16mm, 13 min ---- Pause! 1977, 16mm, 11 min ---- Dichtung und Wahrheit 1996/2003, 35mm, 13 min ---- Adebar 1957, 35mm, 1 min ---- Adebar 1957, 35mm, 1 min ---- Schwechater 1958, 35mm, 1 min ---- Schwechater 1958, 35mm, 1 min ---- Arnulf Rainer 1960, 35mm, 6 min ---- Antiphon 2012, 35mm, 6 min ----  ---- Einführung von Peter Kubelka ---- '' ---- &gt;&gt;&gt; Buch <a href="main.jart?rel=de&amp;content-id=1466089237635&amp;shop_produkte_id=1277978370945">Was ist Film 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Killer's Kiss - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Killer's Kiss ---- Stanley Kubrick, US 1955; Drehbuch, Kamera, Schnitt: Stanley Kubrick; Musik: Gerald Fried; Darsteller*innen: Frank Silvera, Jamie Smith, Irene Kane, Felice Orlandi, Jerry Jarret. 35mm, sw, 67 min. Englisch ----  ---- Kubricks zweiter Spielfilm und sein erster Noir ist eine Dreiecksgeschichte um einen Boxer, einen Gangster und die Frau zwischen den beiden. Kubrick interessiert weniger die einfache Story als das stilistische Experiment, der extreme Einsatz von Licht und Schatten. Die (vor allem aus finanziellen Gründen notwendige) Nachsynchronisation legt eine unwirkliche Atmosphäre über die veristischen Bilder, und mit dem surrealen Showdown in einer Puppenfabrik gelingt Kubrick sein erstes großes "Set Piece" – eine Glanznummer der filmischen Choreografie. Killer's Kiss war zwar ein kommerzieller Flop, seine nachdrückliche Schilderung albtraumhafter Seelenzustände brachte dem Regisseur aber erste Anerkennung in der Branche. (C.H.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | The Killing - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: The Killing ---- Stanley Kubrick, US 1956; Drehbuch: Stanley Kubrick, Jim Thompson nach dem Roman Clean Break von Lionel White; Kamera: Lucien Ballard; Schnitt: Betty Steinberg; Musik: Gerald Fried; Darsteller*innen: Sterling Hayden, Coleen Gray, Vince Edwards, Jay C. Flippen, Elisha Cook, Marie Windsor. 35mm, sw, 84 min. Englisch ---- ' ---- The Killing ist ein existenzialistischer Film Noir, in dem der perfekt geplante Überfall auf das Wettbüro einer Pferderennbahn an den Interventionen des Zufalls, an individuellen Unzulänglichkeiten und – allem voran – an unerwiderten Gefühlen und Sehnsüchten scheitert. Zum ersten Mal adaptiert Kubrick einen fremden Stoff, um ihn mit der Verlängerung seines Auges in Lucien Ballards Kamera visuell umzusetzen: als Abfolge von Ellipsen, Bildsymbolen und Kamerabewegungen, die das Thema in filmischen Sprechweisen widerspiegeln. The Killing stellt Essenz und Verlauf eines vermutlich zentral zum Menschen gehörenden Ereignisses so bestürzend, absurd und beißend plastisch dar wie wenige andere Filme der Schwarzen Serie. Der Name des Ereignisses: Scheitern. (H.T.) ---- ' ---- Einführung von Christoph Huber am 29.5.2026 ---- ' ---- Courtesy Slovenska kinoteka 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Early Clarke: Experimental & Dance Films - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Early Clarke: Experimental &amp; Dance Films ---- Dance in the Sun Shirley Clarke; Kamera: John J. Murphy; Musik: Ralph Gilbert; Darsteller*innen: Daniel Nagrin. US 1953, DCP (von 16mm), sw, 8 min ---- In Paris Parks Shirley Clarke; Musik: LaNoue Davenport. US 1954, DCP (von 16mm), Farbe, 13 min ---- Bullfight Shirley Clarke; Kamera: Peter Buckley, Shirley Clarke, Bert Clarke; Musik: Norman Lloyd; Darsteller*innen: Anna Sokolow. US 1955, DCP (von 16mm), Farbe, 9 min ---- Bridges-Go-Round'Shirley Clarke; Musik: Louis Barron, Bebe Barron. US 1958, DCP (von 16mm), Farbe, 5 min ---- Bridges-Go-Round'Shirley Clarke; Musik: Teo Macero. US 1958, DCP (von 16mm), Farbe, 5 min ---- Skyscraper Shirley Clarke, Willard Van Dyke, Irving Jacoby, Wheaton Galentine, D. A. Pennebaker; Kamera: Kevin Smith; Musik: Teo Macero. US 1959, DCP (von 16mm), sw, 22 min. Englisch' ---- A Scary Time Shirley Clarke, Robert Hughes; Musik: Peggy Glanville-Hicks. US 1960, DCP (von 16mm), sw, 16 min. Englisch' ---- ' ---- Shirley Clarke war brillant, mutig, provokant und unglaublich talentiert. Wäre sie ein Mann gewesen, hätten Filmhistoriker sie längst in die Riege der großen Autorenfilmer neben Orson Welles und John Cassavetes aufgenommen. Auch in ihren kurzen Arbeiten kann man die große Individualistin erkennen: Als wahre Künstlerin verbindet sie ihre Schelmerei und Abenteuerlust mit der Ästhetik einer Tänzerin sowie ihrem enormen Gerechtigkeitssinn und entwickelte daraus Filme, die herausfordern und verzaubern. In diesem Programm werden nicht nur Tänzer*innen choreografiert, sondern auch Menschen in Pariser Parks oder Brücken in New York City filmisch in Bewegung gebracht. Der polemische Kurzfilm A Scary Time wurde vom Auftraggeber UNICEF Kinderhilfswerk nie veröffentlicht. (D.D.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | The Plot Against Harry - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: The Plot Against Harry ---- Michael Roemer, US 1971; Drehbuch: Michael Roemer; Kamera: Robert M. Young; Schnitt: Georges Klotz, Terry Lewis; Musik: Frank Lewin; Darsteller*innen: Martin Priest, Ben Lang, Maxine Woods, Henry Nemo, Jean Leslie, Ellen Herbert. 35mm, sw, 81 min. Englisch ---- ' ---- The Plot Against Harry, die Geschichte eines jüdischen Buchmachers, der, gerade aus dem Gefängnis entlassen, sein verlorenes Terrain zurückgewinnen will, ist ein großartiger New York-Film, erneut von Kameramann Robert M. Young in bestechendem Schwarzweiß fotografiert. Mit trockenem Humor, großer Leichtigkeit und genauem Blick auf die sozialen Verhältnisse entwirft Roemer Harry als unheroische Figur. Wieder und wieder scheitert dieser am Versuch, sich aus einem immer größer werdenden Schlamassel zu befreien, das er nicht mehr kontrollieren kann. Verhaltene Reaktionen bei den ersten Vorführungen ließen Roemer und die Verleiher am Film zweifeln, sodass sie ihn aus dem Vertrieb nahmen. Fast zwanzig Jahre später, als Roemer seine Filme für seine Kinder auf Video zusammenstellen ließ, hörte er einen Techniker laut lachen und revidierte seine damalige Entscheidung. In einer neu angefertigten 35mm-Kopie reichte er ihn bei Festivals ein, und The Plot Against Harry wurde 1990 ein Erfolg in Cannes, New York, Toronto und Sundance. (J.P.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Ornette: Made in America - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Ornette: Made in America ---- Shirley Clarke, US 1985; Drehbuch, Schnitt: Shirley Clarke; Kamera: Edward Lachman; mit: Ornette Coleman, John Giordano, William S. Burroughs, Brion Gysin, Robert Palmer, Jayne Cortez. DCP (von 16mm), Farbe, 85 min. Englisch ---- ' ---- Ornette: Made in America folgt in dokumentarischen Aufnahmen und avantgardistischen Musikvideo-Segmenten der Laufbahn des berühmten Jazzmusikers und Komponisten Ornette Coleman und erzählt die Geschichte seines Aufstiegs von einer Kindheit im segregierten Texas bis zum kulturellen Wegbereiter und Weltstar. Mit ihrem Pflichtfilm für alle, die die Geschichte des Jazz und den fruchtbaren kreativen Austausch zwischen diesem Musikstil und dem Kino verstehen wollen, der die 1960er und 1970er Jahre in den USA geprägt hat, gewährt Clarke auch Einblicke in das Innenleben eines Künstlers und Erneuerers. Ornette: Made in America wurde bei seiner Veröffentlichung 1985 von der Kritik gefeiert und ist heute relevanter denn je: Nicht nur hat die Aufmerksamkeit für die Geschichte der Schwarzen zugenommen, wodurch auch Coleman eine größere Bedeutung zukommt, sondern auch Clarkes Interpretation seines Lebens und seiner Zeit ist nach wie vor frisch und aufregend. (D.D.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Lolita - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Lolita ---- Stanley Kubrick, GB/US 1962; Drehbuch: Vladimir Nabokov nach seinem Roman; Kamera: Oswald Morris; Schnitt: Anthony Harvey; Musik: Nelson Riddle; Darsteller*innen: James Mason, Sue Lyon, Shelley Winters, Peter Sellers. DCP (von 35mm), sw, 153 min. Englisch ---- ' ---- Vladimir Nabokovs Roman über die pädophile Obsession eines Literaturprofessors wurde in den 1950ern zum Skandal, dadurch auch zum Welterfolg – und bald als literarisches Meisterwerk anerkannt. Nabokovs vielschichtige Demontage seines unverlässlichen Ich-Erzählers ist ein kunstvolles Vexierspiel, das sich in kein anderes Medium übertragen lässt. Stanley Kubricks Verfilmung wurde zur Gratwanderung und einem Kampf mit den Zensurauflagen, von Nabokovs Vorlage bleiben die Schachspielstruktur und die Tonlagenwechsel von schwarzer Komödie zu Tragödie: Humbert Humbert (James Mason) verbringt den Sommer bei einer einsamen Witwe (Shelley Winters), um deren 14jähriger Tochter Lolita (Sue Lyon) näherzukommen. Im Hintergrund lauert Humberts Gegenspieler-Doppelgänger Clare Quilty (Peter Sellers). Lolita ist heute aus anderen Gründen kontrovers als damals, bleibt aber ein Schlüsselwerk für Kubrick, der damit nach England übersiedelt und surrealistische Ansätze entdeckt. (C.H.) ---- ' ---- Einführung von Michael Loebenstein 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | The Cool World - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: The Cool World ---- Shirley Clarke, US 1963; Drehbuch: Shirley Clarke, Carl Lee nach dem Roman von Warren Miller sowie dem Stück von Miller und Robert Rossen; Kamera: Baird Bryant; Schnitt: Shirley Clarke; Musik: Mal Waldron; Darsteller*innen: Hampton Clanton, Carl Lee, Yolanda Rodríguez, Clarence Williams III, Gloria Foster. 35mm, sw, 125 min. Englisch ---- ' ---- Inspiriert von der Ansprache eines Black-Muslim-Predigers, die die Überlegenheit des Schwarzen Mannes verkündet, versucht der junge Duke seine Machtposition in einer Straßengang auszubauen. Wie andere Filme von Shirley Clarke wirkt auch The Cool World wie ein improvisiert wirkender "fiktionaler Dokumentarfilm" (der spätere Dokumentarist Frederick Wiseman fungierte hier als Produzent) und ist von Jazzmusik getragen. Neben Clarkes Film The Connection und Cassavetes''Shadows ist es ein Hauptwerk des von der Beat-Bewegung beeinflussten "Neuen Realismus" der frühen 1960er Jahre. Clarke: "Die Hollywood-Mächtigen waren verblüfft von der Wirklichkeitsnähe meines Films. Als sie mich fragten, wie ich diesen außerordentlichen Realismus erzielt hätte, antwortete ich nur: 'Es war nicht besonders schwierig, Harlem wie Harlem aussehen zu lassen.'" (C.H.) ---- ' ---- Courtesy Library of Congress 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Portrait of Jason - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Portrait of Jason ---- Shirley Clarke, US 1967; Drehbuch, Schnitt: Shirley Clarke; Kamera: Jeri Sopanen; mit: Jason Holliday, Shirley Clarke, Carl Lee. DCP (von 35mm), sw, 105 min. Englisch ---- ' ---- Laut Shirley Clarke ist dies ihre Antwort auf die Vérité-Arbeiten von Leacock und Pennebaker: Jason Holliday, Schwarze männliche Prostituierte und angehender Nightclub-Entertainer, tritt vor der Kamera auf, erzählt offen aus seinem Leben, parodiert, improvisiert, bekennt. Gefilmt binnen eines halben Tages – von neun Uhr abends bis neun Uhr morgens. Jason Hollidays Monologe wurden nur unterbrochen, um den Film in der Kamera zu wechseln. Portrait of Jason verdankt dem so entstandenen Nahverhältnis zwischen Protagonist und Kamera seine bemerkenswerte Intensität. Shirley Clarke: "Zum ersten Mal konnte ich meinen Kontrollzwang unterdrücken, ließ Jason und die Kamera aufeinander reagieren." Ein Performance-Film, "Leben" vor der Kamera. (C.H.) ---- ' ---- Freier Eintritt für Mitglieder am 7.5.2026 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Spartacus - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Spartacus ---- Stanley Kubrick, US 1960; Drehbuch: Dalton Trumbo nach dem Roman von Howard Fast; Kamera: Russell Metty; Schnitt: Robert Lawrence; Musik: Alex North; Darsteller*innen: Kirk Douglas, Laurence Olivier, Jean Simmons, Charles Laughton, Peter Ustinov, John Gavin. DCP (von 35mm), Farbe, 184 min. Englisch ---- ' ---- Im Alter von nur 32 Jahren übernimmt Stanley Kubrick auf Wunsch von Kirk Douglas nach Anthony Manns Ausscheiden die Regie bei diesem aufwendigen historischen Breitwand-Epos über den Sklavenaufstand im alten Rom. Kubrick, der hier zum einzigen Mal nicht die vollständige Kontrolle über ein Projekt hat, ist unzufrieden mit dem Ergebnis: Schon sein nächster Film Lolita beginnt mit einem bösen Witz über den Vorgänger. Dennoch zählt Spartacus zu den herausragenden Vertretern seines Genres: Unter Kubricks Regie streiten moralisierendes Melodrama (Beitrag von Blacklist-Autor Dalton Trumbo), Glorifizierung des Helden (Beitrag von Hauptdarsteller/Produzent Kirk Douglas), genussvoll dargebrachte Dekadenz (Beitrag einer eindrucksvollen All-Star-Besetzung höchst unterschiedlichen Zuschnitts) und Kubricks Lust an der Dialektik sehr mitreißend um Vorrang. (C.H.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Dying - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Dying ---- Michael Roemer, US 1976; Drehbuch, Schnitt: Michael Roemer; Kamera: David Grubin. DCP (von 16mm), Farbe, 83 min. Englisch ---- ' ---- Der Fernsehdokumentarfilm Dying begleitet drei unheilbar erkrankte Menschen, die sich ihrem bevorstehenden Tod stellen müssen, über den Zeitraum von zwei Jahren. Roemer interessiert sich vor allem für die Perspektive der Sterbenden, lässt aber auch die Angehörigen zu Wort kommen und widmet sich dem tabuisierten Thema mit Einfühlungsvermögen und großer Offenheit. Seine Protagonist*innen sprechen mit emotionaler Offenheit, etwa Harriet, die bald eine junge Witwe mit zwei jungen Söhnen sein wird. Sie wünscht sich, dass ihr Mann Bill schnell sterben möge, wenn es denn sein müsse, damit sie noch die Chance habe, wieder zu heiraten. Schmerzhafte Wahrheiten und die Unvorhersehbarkeit menschlichen Verhaltens tauchen in Roemers Werk immer wieder auf. Seinen unvoreingenommenen Zugang beschreibt er so: "Ich treffe keine Entscheidungen, ich lasse die Gegebenheiten für mich entscheiden." (J.P.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Paths of Glory - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Paths of Glory ---- Stanley Kubrick, US 1957; Drehbuch: Stanley Kubrick, Calder Willingham, Jim Thompson nach dem Roman von Humphrey Cobb; Kamera: Georg Krause; Schnitt: Eva Kroll; Musik: Gerald Fried; Darsteller*innen: Kirk Douglas, Ralph Meeker, Adolphe Menjou, George Macready, Wayne Morris. 35mm, sw, 87 min. Englisch ---- ' ---- Ein Werk von nachdrücklicher Wucht und unnachgiebiger Haltung, so kompromisslos, dass es unter anderem in Frankreich für 20 Jahre verboten wurde. Paths of Glory ist weniger ein Beitrag zur Gattung "Antikriegsfilm" (deren liberal-humanistische Lösungsstrategien Kubrick skeptisch zurückweist) als eine beißende Attacke auf die Unmenschlichkeit der Militärhierarchie per se: In der Sicherheit eines prächtigen Schlosses liefern sich die Offiziere interne Machtkämpfe, während draußen die Soldaten in sinnlosen Angriffswellen verheizt werden. Kulminationspunkt ist eine absurde Gerichtsverhandlung von himmelschreiender Ungerechtigkeit, in der die Rekruten endgültig zu Schachfiguren degradiert werden. Der meisterlichen Beherrschung filmischer Zeit im Vorgängerfilm The Killing stellt Kubrick hier die souveräne Beherrschung filmischen Raums zur Seite. (C.H.) ---- ' ---- Einführung von Christoph Huber am 18.5.2026 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb ---- Stanley Kubrick, GB/US 1964; Drehbuch: Stanley Kubrick, Terry Southern, Peter George nach dem Roman Red Alert von Peter George; Kamera: Gilbert Taylor; Schnitt: Anthony Harvey; Musik: Laurie Johnson; Darsteller*innen: Peter Sellers, George C. Scott, Sterling Hayden, Slim Pickens, James Earl Jones. 35mm, sw, 94 min. Englisch ---- ' ---- "Gentlemen, you can't fight in here, this is the war room!" Stanley Kubricks letztes Wort zur atomaren Angst: eine Weltuntergangskomödie, in der nur noch der Wahnsinn nach Gesetzen der Kausalität funktioniert, während die Vernunft längst in einer finsteren Ecke niedergeknüppelt worden ist. Sterling Hayden als General Jack D. Ripper saugt an der Zigarre und schickt eine Bomberstaffel gegen die Sowjetunion los, um die Reinheit der Säfte zu wahren. Als verkrüppelter Naziwissenschaftler, der angesichts der Apokalypse nekrophil aus seinem Rollstuhl erigiert, steuert Peter Sellers die Menschheit in den Abgrund. Kubrick orchestriert den Irrsinn kaltschnäuzig, mit höhnischem Witz und beiläufigem Realismus, als unvermeidlichen Todesritt. Dessen Finale wird von einem Schlager Vera Lynns untermalt: "We'll meet again, some sunny day ..." (C.H.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Nothing But a Man - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Nothing But a Man ---- Michael Roemer, US 1964; Drehbuch: Michael Roemer, Robert M. Young; Kamera: Robert M. Young; Schnitt: Luke Bennett; Darsteller*innen: Ivan Dixon, Abbey Lincoln, Julius Harris, Yaphet Kotto, Gloria Foster. 35mm, sw, 95 min. Englisch ---- ' ---- Nothing But a Man, Roemers bis heute bekanntestes Werk und sein erster Spielfilm als Drehbuchautor und Regisseur, war bei seiner Veröffentlichung beispiellos in der Beschreibung afroamerikanischen Alltags in einer von Rassismus geprägten Kleinstadt in Alabama. Getragen wird der Film von einer empathischen Inszenierung in glasklarem Schwarzweiß (Robert M. Young an der Kamera) und den außergewöhnlichen Darstellungen des großartigen Casts, darunter Abbey Lincoln, Ivan Dixon, Gloria Foster und Julius Harris. Mit der Geschichte eines Schwarzen Eisenbahnarbeiters erzählt Roemer nicht nur von dessen persönlichen Konflikten, sondern verdeutlicht den Zusammenhang von Rassismus, Ungleichstellung der Geschlechter und ausbeuterischen Arbeitsbedingungen. Obwohl er von Beginn an als filmischer Meilenstein wahrgenommen wurde, von jeder Generation neu entdeckt wurde und er seinen Ruf als moderner Klassiker festigte, hat es lange gedauert, bis Nothing But a Man ein größeres Publikum erreichte. (J.P.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Clarke Ephemera: Early unfinished works and other rarities - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Clarke Ephemera: Early unfinished works and other rarities ---- Television Interview: Shirley Clarke in Minneapolis [Ausschnitt] US 1956, DCP, sw, 3 min. Englisch ---- Fear Flight Shirley Clarke; Darsteller*innen: Beatrice Seckler. US 1952, DCP (von 16mm), sw, 11 min ---- World Kitchen (unpublished Brussels Loops) Shirley Clarke, US 1958, DCP (von 16mm), Farbe, 3 min ---- Christopher and Me Richard Leacock; Drehbuch: D.A. Pennebaker, David Lutyens, Shirley Clarke, Edward Foote; Kamera, Schnitt: Richard Leacock; Musik: D.A. Pennebaker, LaNoue Davenport. US 1960, DCP (von 16mm), Farbe, 16 min. Englisch ---- Butterfly Shirley Clarke, Wendy Clarke. US 1967, DCP (von 16mm), Farbe, 4 min ---- 24 Frames Per Second Shirley Clarke. US 1977, DCP (von 16mm), Farbe, 3 min ---- Four Journeys Into Mystic Time: One Two Three Shirley Clarke; Kamera: Wayne Orr; Schnitt: Harvey Berger; Musik: Ernst Toch; Darsteller*innen: Lynda Davis, Clay Taliaferro, Carol Warner. US 1978, DCP, Farbe, 8 min ---- A Visual Diary Shirley Clarke; Darsteller*innen: Blondell Cummings. US 1980, DCP, Farbe, 6 min ---- This Is Not In Paris Parks Shirley Clarke; Musik: Donald Sosin. US 1954/2016, DCP (von 16mm), Farbe, 14 min ---- Rose and the Players Shirley Clarke; Darsteller*innen: Anna Sokolow. US 1957/2016, DCP (von 16mm), sw, 14 min ---- ' ---- Dennis Doros und Amy Heller von Milestone Film &amp; Video – einem Verleih, der sich der Filmkunst außerhalb des Mainstreams widmet – haben fast zwei Jahrzehnte lang das Werk von Shirley Clarke akribisch aufgearbeitet und restauriert. Dieses speziell für diese Retrospektive zusammengestellte Programm versammelt Shirley Clarkes Ephemera – unvollendete Werke, "verlorene" Filme und andere Raritäten – und spiegelt viele Facetten ihres Schaffens wider: von Tanzfilmen über einen verloren geglaubten Kinderfilm, an dem Clarke mitgearbeitet hat, bis hin zu einem experimentellen Kurzfilm gegen den Vietnamkrieg. (J.M.) 
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SUMMARY: Alles Arbeit | Jeanne Dielman, 23, quai du Commerce, 1080 Bruxelles - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Jeanne Dielman, 23, quai du Commerce, 1080 Bruxelles ---- Chantal Akerman, BE/FR 1975; Drehbuch: Chantal Akerman; Kamera: Babette Mangolte; Schnitt: Patricia Canino; Darsteller*innen: Delphine Seyrig, Jan Decorte, Henri Storck, Jacques Doniol-Valcroze, Yves Bical. 35mm, Farbe, 201 min. Französisch mit engl. UT ---- ' ---- Schauspielerin und feministische Ikone Delphine Seyrig verkörpert als titelgebende Jeanne Dielman die schrittweise Veränderung einer Frau, die aus ihren still ausgeführten Haushaltsroutinen ausbricht und schließlich dagegen rebelliert. Über den Zeitraum von drei Tagen folgt der Film akribisch den täglichen Aufgaben einer verwitweten Mutter und bietet einen intimen Einblick in ihr Privatleben. Während sie ihre sich wiederholenden Tätigkeiten erledigt und sich um ihren Sohn kümmert, scheint sie immer mehr mit der starren häuslichen Sphäre zu verschmelzen. Doch ein plötzlicher Akt der Rebellion schafft einen Riss in der Struktur, die sie gefangen hält. Seit seiner Veröffentlichung im Jahr 1975 gilt Akermans Film mit seinem formalen und thematischen Einfallsreichtum als Meilenstein des feministischen Kinos. (T.A.) ---- ' ---- Diese neu restaurierte 35mm-Kopie, die in Zusammenarbeit zwischen dem BFI National Archive und dem Royal Film Archive of Belgium (CINEMATEK) entstanden ist, wurde im Rahmen des BFI-Projekts "Keep Film on Film" produziert. Mit freundlicher Genehmigung der Chantal-Akerman-Stiftung und der CINEMATEK. 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Cortile Cascino / Faces of Israel - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Cortile Cascino ---- Michael Roemer, Robert M. Young, US 1962; Drehbuch, Schnitt: Michael Roemer, Robert M. Young; Kamera: Robert M. Young. DCP (von 16mm), sw, 46 min. EnglischFaces of Israel ---- Michael Roemer, US 1967; Drehbuch, Schnitt: Michael Roemer; Kamera: Robert M. Young. DCP (von 16mm), sw, 27 min. Englisch ---- ' ---- Cortile Cascino war in seiner Schonungslosigkeit seiner Zeit so weit voraus, dass die Verantwortlichen beim Fernsehsender NBC beschlossen, ihn nicht auszustrahlen. Inszeniert von Michael Roemer und Robert M. Young rückt der Film die 23-jährige Angela Capra und ihre Familie in den Mittelpunkt, die in einem Slum Palermos leben. Tierschlachtungen, Kinderarbeit, lähmende Armut und Prostitution prägen den Alltag der Menschen an diesem spezifischen Ort, der so oder ähnlich zigfach auf der Welt existiert. Einen gänzlich anderen Alltag dokumentierte Roemer mittels impressionistischer Bilder 1966 in Israel kurz vor dem Sechstagekrieg, etwa die Begrüßung von Neuankömmlingen aus vielen verschiedenen jüdischen Diasporas im Hafen oder das Leben im Kibbuz. Faces of Israel ist ein poetischer Essayfilm, der an die lyrische und intellektuelle Montage von Chris Marker erinnert. (J.P.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Eyes Wide Shut - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Eyes Wide Shut ---- Stanley Kubrick, GB/US 1999; Drehbuch: Stanley Kubrick, Frederic Raphael nach Arthur Schnitzlers Traumnovelle; Kamera: Stanley Kubrick, Larry Smith; Schnitt: Nigel Galt; Musik: Jocelyn Pook; Darsteller*innen: Tom Cruise, Nicole Kidman, Sydney Pollack, Marie Richardson, Todd Field. 35mm, Farbe, 159 min. Englisch ---- ' ---- Angestachelt von einer Ehebruchsfantasie seiner Frau, begibt sich ein scheinbar glücklich verheirateter Arzt auf eine Traumreise durch das fremde, zeitlose Terrain von New York. Die von Schuldgefühlen und Verlangen getriebene Odyssee führt den Doktor durch eine Reihe verstörender Rollenspiele, die in einer Orgie à la Kenneth Anger kulminieren. Hier steht plötzlich sein Leben auf dem Spiel. Kubricks letzter Film ist eine narkotische, mysteriöse Auseinandersetzung mit den dunklen, unausgesprochenen Abgründen hinter der Fassade bürgerlichen Eheglücks; gleichzeitig ein mit großer Sorgfalt montiertes Filmgedicht, in dem nebenbei verstreute Motive, Farben und Wörter ein komplexes Netzwerk an Reimen aufspannen. Dem hilflos zwischen Traum und Wachheit schlafwandelnden Helden stellt Kubrick in einem unerwartet offenen moralischen Manöver einen zynischen, vermeintlich allmächtigen Lebemann mit makellosen Manieren gegenüber, der scheinbar alle Fäden in der Hand hält. (C.H.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Pilgrim, Farewell - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Pilgrim, Farewell ---- Michael Roemer, US 1980; Drehbuch: Michael Roemer; Kamera: Franz Rath; Schnitt: Terry Lewis; Darsteller*innen: Elizabeth Huddle Nyberg, Christopher Lloyd, Laurie Prange, Leslie Paxton, Shelley Wyant, Elizabeth Franz. 35mm, Farbe, 102 min. Englisch ---- ' ---- Michael Roemer greift Themen aus seinem Dokumentarfilm Dying wieder auf, diesmal in Form eines Spielfilms und die emotionale Dynamik umdrehend. Zeigten die Menschen in Dying, deren Leben zu Ende geht, im Gegensatz zu ihren Angehörigen selbst keinen erkennbaren Zorn, versucht die unheilbar an Krebs erkrankte Kate in Pilgrim, Farewell ihre Wut auf die Welt und die ihr nahestehenden Menschen zu bewältigen, als sie und ihre Familie das Ende des Sommers in Vermont verbringen. Mit zurückhaltender Inszenierung, einem einzigen Schauplatz und einer kleinen Besetzung könnte man Pilgrim, Farewell nicht nur als Kammerspiel, sondern gar als kleine Symphonie beschreiben. Roemers einfühlsamer und ruhiger psychologischer Realismus erinnert mit seiner emotionalen Intensität an John Cassavetes, in seinem beiläufigen Stil an Eric Rohmer. (J.P.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | The Connection - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: The Connection ---- Shirley Clarke, US 1961; Drehbuch: Jack Gelber nach seinem Theaterstück; Kamera: Arthur J. Ornitz; Schnitt: Shirley Clarke; Musik: Freddie Redd; Darsteller*innen: Warren Finnerty, William Redfield, Jerome Raphael, Garry Goodrow, Barbara Winchester, Carl Lee, Roscoe Lee Browne. DCP (von 35mm), sw, 105 min. Englisch ---- ' ---- Waiting for my man: Junkies warten im Apartment auf Heroinlieferung – im Beisein eines unerfahrenen Filmemachers, der ihnen das Geld für den fix zugesteckt hat, um ungeschminkt "die Wahrheit" zu dokumentieren. Der naive Regisseur und sein Kameramann (ein stimmgewaltiges Off-Debüt für Roscoe Lee Browne) werden tiefer in die Sache verwickelt, als sie ahnten – im Rausch wird schließlich auf eine Kakerlake fokussiert. Die Adaption von Jack Gelbers legendärem Living-Theatre-Stück mit „echten“ Drogensüchtigen greift auf viele der famosen Originaldarsteller zurück, so auch auf das Jazz-Quartett um Freddie Redd und Jackie McLean, deren Jam Sessions so viel zum authentischen Beatnik-Gefühl beitragen wie Gelbers Mischung aus bösem Witz und Provokation. Dem vielbeschworenen "Vérité"-Gestus des New American Cinema setzte Clarke früh eine beißende Skepsis entgegen: eine wahrhaft Unabhängige. (C.H.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Early Clarke: Experimental & Dance Films - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Early Clarke: Experimental &amp; Dance Films ---- Dance in the Sun Shirley Clarke; Kamera: John J. Murphy; Musik: Ralph Gilbert; Darsteller*innen: Daniel Nagrin. US 1953, DCP (von 16mm), sw, 8 min ---- In Paris Parks Shirley Clarke; Musik: LaNoue Davenport. US 1954, DCP (von 16mm), Farbe, 13 min ---- Bullfight Shirley Clarke; Kamera: Peter Buckley, Shirley Clarke, Bert Clarke; Musik: Norman Lloyd; Darsteller*innen: Anna Sokolow. US 1955, DCP (von 16mm), Farbe, 9 min ---- Bridges-Go-Round'Shirley Clarke; Musik: Louis Barron, Bebe Barron. US 1958, DCP (von 16mm), Farbe, 5 min ---- Bridges-Go-Round'Shirley Clarke; Musik: Teo Macero. US 1958, DCP (von 16mm), Farbe, 5 min ---- Skyscraper Shirley Clarke, Willard Van Dyke, Irving Jacoby, Wheaton Galentine, D. A. Pennebaker; Kamera: Kevin Smith; Musik: Teo Macero. US 1959, DCP (von 16mm), sw, 22 min. Englisch' ---- A Scary Time Shirley Clarke, Robert Hughes; Musik: Peggy Glanville-Hicks. US 1960, DCP (von 16mm), sw, 16 min. Englisch' ---- ' ---- Shirley Clarke war brillant, mutig, provokant und unglaublich talentiert. Wäre sie ein Mann gewesen, hätten Filmhistoriker sie längst in die Riege der großen Autorenfilmer neben Orson Welles und John Cassavetes aufgenommen. Auch in ihren kurzen Arbeiten kann man die große Individualistin erkennen: Als wahre Künstlerin verbindet sie ihre Schelmerei und Abenteuerlust mit der Ästhetik einer Tänzerin sowie ihrem enormen Gerechtigkeitssinn und entwickelte daraus Filme, die herausfordern und verzaubern. In diesem Programm werden nicht nur Tänzer*innen choreografiert, sondern auch Menschen in Pariser Parks oder Brücken in New York City filmisch in Bewegung gebracht. Der polemische Kurzfilm A Scary Time wurde vom Auftraggeber UNICEF Kinderhilfswerk nie veröffentlicht. (D.D.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Vengeance is Mine - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Vengeance Is Mine ---- Michael Roemer, US 1984; Drehbuch: Michael Roemer; Kamera: Franz Rath; Schnitt: Terry Lewis; Darsteller*innen: Brooke Adams, Jon De Vries, Ari Meyers, Trish Van Devere, Audry Matson. 35mm, Farbe, 118 min. Englisch ---- ' ---- Michael Roemers Vengeance Is Mine, der seine Uraufführung 1984 im US-amerikanischen Fernsehen erlebte und im gleichen Jahr auf dem London Film Festival und der Berlinale gezeigt wurde, erfährt erst seit kurzem eine längst überfällige Wiederentdeckung als Meisterwerk des US-Independent-Kinos. Jo (Brooke Adams) besucht das Haus ihrer Kindheit in Rhode Island, was mit schmerzhaften Erinnerungen verbunden ist. Nach einem spannungsgeladenen Zusammentreffen der Verwandtschaft freundet sie sich mit ihrer Nachbarin an, um sich in einem weiteren Familiendrama wiederzufinden. Roemers Gestaltung seiner Charaktere zeigt sich in Vengeance Is Mine exemplarisch: Seine Figuren leben im Glauben, die Fäden ihres Lebens in der Hand zu halten, doch sind sie letztendlich dem Zufall ausgeliefert. Wie alle Filme Roemers hat auch dieser sein eigenes Tempo, das nur mit sich selbst Schritt hält und sich großer Themen in leiser Tonart annimmt. (J.P.) ---- ' ---- Freier Eintritt für Mitglieder am 7.5.2026 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Robert Frost: A Lover's Quarrel with the World - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Robert Frost: A Lover's Quarrel with the World ---- Shirley Clarke, Robert Hughes, US 1963; Drehbuch: Robert Hughes; Kamera: Terence Macartney-Filgate; Schnitt: Charlotte Zwerin; Musik: Charles Gross; mit: Robert Frost. DCP (von 16mm), Farbe und sw, 52 min. Englisch ---- ' ---- Davor: ---- A Moment in Love Shirley Clarke; Drehbuch, Schnitt: Shirley Clarke; Kamera: Bert Clarke, Shirley Clarke; Musik: Norman Lloyd; Darsteller*innen: Carmela Gutierrez, Paul Sanasardo. US 1957, DCP (von 16mm), Farbe, 9 min ----  ---- "Und wäre meine Geschichte ein Epitaph, hätte ich ein kurzes für mich selbst parat. Ich hätte auf meinen Grabstein geschrieben: Ich hatte einen Streit unter Liebenden mit der Welt." (Robert Frost) Der mit einem Oscar ausgezeichnete Dokumentarfilm Robert Frost: A Lover's Quarrel with the World porträtiert den legendären US-amerikanischen Dichter, gefilmt mit der Verspieltheit und Intimität, die das Markenzeichen von Regisseurin Shirley Clarke sind. Sie zeigt sowohl Frosts witzige, brillante Reden am Sarah Lawrence College und am Amherst College als auch Szenen mit seinen Studierenden, in denen neben dem Unterricht auch der Humor eine große Rolle spielt. Davor: A Moment in Love, einer von Clarkes berühmtesten Tanzkurzfilmen, choreografiert von Anna Sokolow. (D.D.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Ornette: Made in America - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Ornette: Made in America ---- Shirley Clarke, US 1985; Drehbuch, Schnitt: Shirley Clarke; Kamera: Edward Lachman; mit: Ornette Coleman, John Giordano, William S. Burroughs, Brion Gysin, Robert Palmer, Jayne Cortez. DCP (von 16mm), Farbe, 85 min. Englisch ---- ' ---- Ornette: Made in America folgt in dokumentarischen Aufnahmen und avantgardistischen Musikvideo-Segmenten der Laufbahn des berühmten Jazzmusikers und Komponisten Ornette Coleman und erzählt die Geschichte seines Aufstiegs von einer Kindheit im segregierten Texas bis zum kulturellen Wegbereiter und Weltstar. Mit ihrem Pflichtfilm für alle, die die Geschichte des Jazz und den fruchtbaren kreativen Austausch zwischen diesem Musikstil und dem Kino verstehen wollen, der die 1960er und 1970er Jahre in den USA geprägt hat, gewährt Clarke auch Einblicke in das Innenleben eines Künstlers und Erneuerers. Ornette: Made in America wurde bei seiner Veröffentlichung 1985 von der Kritik gefeiert und ist heute relevanter denn je: Nicht nur hat die Aufmerksamkeit für die Geschichte der Schwarzen zugenommen, wodurch auch Coleman eine größere Bedeutung zukommt, sondern auch Clarkes Interpretation seines Lebens und seiner Zeit ist nach wie vor frisch und aufregend. (D.D.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Dying - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Dying ---- Michael Roemer, US 1976; Drehbuch, Schnitt: Michael Roemer; Kamera: David Grubin. DCP (von 16mm), Farbe, 83 min. Englisch ---- ' ---- Der Fernsehdokumentarfilm Dying begleitet drei unheilbar erkrankte Menschen, die sich ihrem bevorstehenden Tod stellen müssen, über den Zeitraum von zwei Jahren. Roemer interessiert sich vor allem für die Perspektive der Sterbenden, lässt aber auch die Angehörigen zu Wort kommen und widmet sich dem tabuisierten Thema mit Einfühlungsvermögen und großer Offenheit. Seine Protagonist*innen sprechen mit emotionaler Offenheit, etwa Harriet, die bald eine junge Witwe mit zwei jungen Söhnen sein wird. Sie wünscht sich, dass ihr Mann Bill schnell sterben möge, wenn es denn sein müsse, damit sie noch die Chance habe, wieder zu heiraten. Schmerzhafte Wahrheiten und die Unvorhersehbarkeit menschlichen Verhaltens tauchen in Roemers Werk immer wieder auf. Seinen unvoreingenommenen Zugang beschreibt er so: "Ich treffe keine Entscheidungen, ich lasse die Gegebenheiten für mich entscheiden." (J.P.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Killer's Kiss - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Killer's Kiss ---- Stanley Kubrick, US 1955; Drehbuch, Kamera, Schnitt: Stanley Kubrick; Musik: Gerald Fried; Darsteller*innen: Frank Silvera, Jamie Smith, Irene Kane, Felice Orlandi, Jerry Jarret. 35mm, sw, 67 min. Englisch ----  ---- Kubricks zweiter Spielfilm und sein erster Noir ist eine Dreiecksgeschichte um einen Boxer, einen Gangster und die Frau zwischen den beiden. Kubrick interessiert weniger die einfache Story als das stilistische Experiment, der extreme Einsatz von Licht und Schatten. Die (vor allem aus finanziellen Gründen notwendige) Nachsynchronisation legt eine unwirkliche Atmosphäre über die veristischen Bilder, und mit dem surrealen Showdown in einer Puppenfabrik gelingt Kubrick sein erstes großes "Set Piece" – eine Glanznummer der filmischen Choreografie. Killer's Kiss war zwar ein kommerzieller Flop, seine nachdrückliche Schilderung albtraumhafter Seelenzustände brachte dem Regisseur aber erste Anerkennung in der Branche. (C.H.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Spartacus - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Spartacus ---- Stanley Kubrick, US 1960; Drehbuch: Dalton Trumbo nach dem Roman von Howard Fast; Kamera: Russell Metty; Schnitt: Robert Lawrence; Musik: Alex North; Darsteller*innen: Kirk Douglas, Laurence Olivier, Jean Simmons, Charles Laughton, Peter Ustinov, John Gavin. DCP (von 35mm), Farbe, 184 min. Englisch ---- ' ---- Im Alter von nur 32 Jahren übernimmt Stanley Kubrick auf Wunsch von Kirk Douglas nach Anthony Manns Ausscheiden die Regie bei diesem aufwendigen historischen Breitwand-Epos über den Sklavenaufstand im alten Rom. Kubrick, der hier zum einzigen Mal nicht die vollständige Kontrolle über ein Projekt hat, ist unzufrieden mit dem Ergebnis: Schon sein nächster Film Lolita beginnt mit einem bösen Witz über den Vorgänger. Dennoch zählt Spartacus zu den herausragenden Vertretern seines Genres: Unter Kubricks Regie streiten moralisierendes Melodrama (Beitrag von Blacklist-Autor Dalton Trumbo), Glorifizierung des Helden (Beitrag von Hauptdarsteller/Produzent Kirk Douglas), genussvoll dargebrachte Dekadenz (Beitrag einer eindrucksvollen All-Star-Besetzung höchst unterschiedlichen Zuschnitts) und Kubricks Lust an der Dialektik sehr mitreißend um Vorrang. (C.H.) 
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SUMMARY: Alles Arbeit | Khake sar beh mohr (The Sealed Soil) - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Khake sar beh mohr (The Sealed Soil) ---- Marva Nabili, IR 1977; Drehbuch, Schnitt: Marva Nabili; Kamera: Barbod Taheri; Musik: Hooreh; Darsteller*innen: Flora Shabaviz. DCP (von 16mm), Farbe, 90 min. Persisch mit engl. UT ---- ' ---- Marva Nabilis in Vergessenheit geratener Spielfilm entstand 1977 und porträtiert eine junge Iranerin, die nach dem Rhythmus des Alltags in ihrem Dorf lebt, einer Gemeinde in der Nähe von Dezful im Süden des Landes. Ihre Tage sind bestimmt von den sich wiederholenden Mustern des häuslichen Lebens, bis sie sich schließlich sowohl privat als auch öffentlich dagegen auflehnt. The Sealed Soil war Nabilis Abschlussarbeit, als linke Filmstudentin reflektiert sie darin nur zwei Jahre vor der iranischen Revolution Themen wie die tägliche Hausarbeit, die Vertreibung ethnischer Gemeinschaften aus ihrer Heimat unter der Pahlavi-Monarchie sowie die Verschleierung von Frauenkörpern und rückt damit die stillen Kämpfe des Widerstands in den Vordergrund. Obwohl bei seiner Premiere 1977 in London von der Kritik gefeiert, wurde der Film aufgrund der iranischen Revolution von 1979 nie im Iran gezeigt. Bis zu seiner Restaurierung im Jahr 2024 blieb The Sealed Soil international weitgehend unbekannt. (T.A.) 
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SUMMARY: Emily Artman | der wackelatlas – sammeln und jagen mit H.C. Artmann  - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: der wackelatlas – sammeln und jagen mit H.C. Artmann ---- Emily Artmann, Katharina Copony, AT 2001; Schnitt: Katharina Copony, Krista Fleischmann, Niki Mossböck, Emily Artmann. DCP, 58 min, Deutsch. ---- ' ---- Ein Film über die Sprache. H.C. Artmann wird von seiner Tochter Emily Artmann und seiner Nichte Katharina Copony, die 2024 ebenfalls viel zu früh verstorbenen ist, zu seinem literarischen Schaffen befragt. Er zeigt auf seine Nase und seine Ohren: Das Riechen und das Hören seien seine ausgeprägtesten Sinne und für ihn der Weg zur Inspiration. Die Filmemacherinnen befinden sich hinter der Kamera und sind immer wieder mit Fragen und Anmerkungen aus dem Off zu hören. Es entspinnt sich ein spielerischer und zugleich ernsthafter Dialog über H.C. Artmanns Reich der poetischen Schöpfung. (A.P.) ---- ' ---- In Anwesenheit von Familie und Weggefährt*innen 
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SUMMARY: Viktoria Schmid | Widerspiegelnde Lichter – Programm 1 - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Widerspiegelnde Lichter – Programm 1 ---- Workers Leaving the Factory (Dubai) Ben Russell, US 2008, 16mm, Farbe, 8 min ---- A Film Report on 4 of 22 Tests United States Inter-Agency Committee for Nitrate Film Vault Tests, US 1948, 16mm, Farbe und sw, 13 min ---- W O W (Kodak) Viktoria Schmid, AT 2018, 35mm, Farbe, 2 min ---- Démolition d'un mur (à l'envers) Louis Lumière, Auguste Lumière, FR 1896, 35mm, sw, 2 min (16 B/Sek) ---- Les Fredaines de Pierrette (Pierrette's Escapades) Alice Guy-Blaché, FR 1900, 35mm, Farbe, 2 min* ---- IT'S A DANCE Viktoria Schmid, AT 2024, DCP, Farbe, 3 min ---- UFOs Lillian Schwartz; Musik: Emmanuel Ghent. US 1971, DCP, Farbe, 3 min ---- NYC RGB Viktoria Schmid; Musik: Liew Niyomkarn. AT/US 2023, 16mm, Farbe, 7 min ---- THE FACE – Storefront for Art &amp; Architecture Sasha Pirker, AT/US 2011, DCP, Farbe, 4 min ---- A Proposal to project in 4:3 Viktoria Schmid, AT 2016, 16mm, Farbe, 2 min ---- Mit dir Viktoria Schmid, AT 2010, 16mm, sw, 3 min ---- Eltern (Mutter/Vater) Friedl vom Gröller, AT 1999, 16mm, sw, 5 min ---- KatharinaViktoria Viktoria Schmid; Kamera: Benjamin Fercher. AT 2011, 16mm, sw, 1 min ---- KatharinaViktoria 2(021) Viktoria Schmid; Kamera: Marie Zahir. AT 2022, 16mm, sw, 1 min ---- Saallicht Ernst Schmidt jr., AT 1974, 16mm, sw, 1 min ---- ' ---- Was ich am Kino liebe, ist der Raum und die Zeit, die es uns schenkt, um genau hinsehen und hinhören zu können. Das Kino beschert uns (Licht-)Blicke – Erweiterungen unseres Denkens und Sehens. Die Carte blanche vereint einige dieser widerspiegelnde Lichter: Wir agieren nie allein, sondern sind eingebettet in einen Kosmos aus Ideen und Gedanken vieler. Es gibt nichts Beglückenderes, als eine Arbeit zu entdecken, die mit der eigenen in Dialog tritt. Für Lichtblicke sorgen auch meine eigenen Filme im Alltag als Filmschaffende, weil sie immer wieder neue Abenteuer in mein Leben bringen. (Viktoria Schmid) ---- ' ---- In Anwesenheit von Viktoria Schmid ---- ' ---- Freie Sitzplatzwahl bei dieser Vorstellung ---- ' ---- * Courtesy Filmoteca catalunya 
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SUMMARY: Viktoria Schmid | Widerspiegelnde Lichter – Programm 2 - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Widerspiegelnde Lichter – Programm 2 ---- Rauhe Gesellen (The Violent Men) [Trailer] Rudolph Maté, US 1955, 35mm, Farbe, 1 min ---- The Swell Helena Wittmann; Musik: Arnaud Rebotini. BE 2023, DCP (von 16mm), Farbe, 3 min ---- Black Anouk De Clercq, BE 2015, 35mm, Farbe, 5 min ---- Frame Lewis Alquist, US 1991, DCP (von 16mm), Farbe, 3 min ---- A Proposal to project in Scope Viktoria Schmid; Kamera: Vilius Mačiulskis. AT/LT 2020, 35mm, Farbe, 8 min ---- La France pittoresque – Quelques coins des Vosges Pathé Frères, FR 1914, 35mm, Farbe, 5 min ---- Rojo Žalia Blau Viktoria Schmid; Musik: Liew Niyomkarn. AT 2025, 35mm, Farbe, 10 min ---- Hula Amy Halpern; Musik: Henry Franklin. US 2022, 16mm, Farbe, 6 min ---- A Tama for Ektachrome Viktoria Schmid, AT 2016, DCP (von Super 8), Farbe, 1 min ---- Testfilm Josef Mroz, AT 1930, DCP (von 9,5mm), Farbe, 2 min ---- ACHTUNG / HALLO 35 Viktoria Schmid, AT 2010, 35mm, sw, 2 min ---- Golan Viktoria Schmid, AT 2012, 16mm, sw, 2 min ---- Island fuse Arthur Cantrill, Corinne Cantrill, AU 1971, 16mm, Farbe, 11 min ---- Foodfilms Viktoria Schmid, AT 2010, 16mm, Farbe und sw, 8 min ---- ' ---- Die Reduktion, der Kurzfilm als Destillat, das einen neuen, konzentrierten Blick ermöglicht, ist ein zentraler Aspekt meines filmischen Denkens. Ebenso wichtig ist das Zurückblicken in der Filmgeschichte, um die Gegenwart neu zu denken. Das frühe Kino und die historische Entwicklung der Filmtechnik sind bedeutende Inspirationsquellen für meine Arbeiten, in denen ich alltägliche Sehgewohnheiten reflektiere. Mit meinen Filmen erkunde ich – als visuelle Forscherin mit viel Freiraum, um das Erstaunliche im Alltäglichen zu entdecken. (Viktoria Schmid) ---- ' ---- In Anwesenheit von Viktoria Schmid ---- ' ---- Freie Sitzplatzwahl bei dieser Vorstellung 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | The Killing - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: The Killing ---- Stanley Kubrick, US 1956; Drehbuch: Stanley Kubrick, Jim Thompson nach dem Roman Clean Break von Lionel White; Kamera: Lucien Ballard; Schnitt: Betty Steinberg; Musik: Gerald Fried; Darsteller*innen: Sterling Hayden, Coleen Gray, Vince Edwards, Jay C. Flippen, Elisha Cook, Marie Windsor. 35mm, sw, 84 min. Englisch ---- ' ---- The Killing ist ein existenzialistischer Film Noir, in dem der perfekt geplante Überfall auf das Wettbüro einer Pferderennbahn an den Interventionen des Zufalls, an individuellen Unzulänglichkeiten und – allem voran – an unerwiderten Gefühlen und Sehnsüchten scheitert. Zum ersten Mal adaptiert Kubrick einen fremden Stoff, um ihn mit der Verlängerung seines Auges in Lucien Ballards Kamera visuell umzusetzen: als Abfolge von Ellipsen, Bildsymbolen und Kamerabewegungen, die das Thema in filmischen Sprechweisen widerspiegeln. The Killing stellt Essenz und Verlauf eines vermutlich zentral zum Menschen gehörenden Ereignisses so bestürzend, absurd und beißend plastisch dar wie wenige andere Filme der Schwarzen Serie. Der Name des Ereignisses: Scheitern. (H.T.) ---- ' ---- Einführung von Christoph Huber am 29.5.2026 ---- ' ---- Courtesy Slovenska kinoteka 
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SUMMARY: Onyeka Igwe | Bewegungen in der Zeit - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Bewegungen in der Zeit ---- Penkelemes Onyeka Igwe, GB/NG 2025, DCP, Farbe, 18 min ---- We Need New Names Onyeka Igwe, GB 2015, DCP, Farbe, 14 min ---- Specialised Technique Onyeka Igwe; Musik: Kiera Coward-Deyell. GB 2018, DCP, sw, 7 min ---- No Archive Can Restore You Onyeka Igwe; Kamera: Morgan K. Spencer. GB 2020, DCP, Farbe, 6 min ---- A Radical Duet Onyeka Igwe, GB 2023; Drehbuch: Onyeka Igwe; Kamera: Morgan K Spencer; Schnitt: Harry Swan, Onyeka Igwe; Musik: Naima Karlsson; Darsteller*innen: Tomi Egbowon-Ogunjobi, Renee Bailey, Kenneth Omole. DCP, Farbe und sw, 29 min ---- ' ---- Alle Filme: Englisch oder engl. ZT' ---- ' ---- Dieses Programm bewegt sich, vielleicht ähnlich wie die Filme von Onyeka Igwe, durch die Zeit, rückwärts und vorwärts, gleichzeitig. Es beginnt mit ihrem letzten Film Penkelemes, der die Geschichte der Universität Ibadan in Nigeria erkundet, und verfolgt dann Igwes Arbeiten und ihre Auseinandersetzung mit Archiven in einer Vielzahl von Stimmen. Bewegungen, körperlich und sozial, sind allgegenwärtig, sie widersetzen sich den Grenzen des Bildes, hinterfragen visuelle und koloniale Geschichten. Am Schluss, in A Radical Duet, vereinen sich schließlich Vergangenheit und Gegenwart in einem radikalen Spiel der Imagination. (M.B.) ---- ' ---- In Anwesenheit von Onyeka Igwe ---- ' ---- Freie Sitzplatzwahl bei dieser Vorstellung 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Chocolat (Verbotene Sehnsucht) - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Chocolat (Verbotene Sehnsucht) ---- Claire Denis, FR/DE/CM 1988; Drehbuch: Claire Denis, Jean-Pol Fargeau; Kamera: Robert Alazraki; Schnitt: Claudine Merlin; Musik: Abdullah Ibrahim; Darsteller*innen: Isaach de Bankolé, Giúlia Boschi, François Cluzet, Mireille Perrier, Jacques Denis. 35mm, Farbe, 105 min. Französisch mit engl. UT ---- ' ---- Das erstaunliche Debüt von Claire Denis, der großen modernen Lyrikerin des Gegenwartskinos: ein semi-autobiografischer Spielfilm über eine Französin namens France, die sich an ihre Kindheit in den 1950er Jahren erinnert. Als Tochter eines Kolonialoffiziers in Kamerun wird sie von einem Schwarzen Diener namens Protée erzogen. Chocolat zeigt die außerordentlichen Qualitäten von Denis' Kino wie in einer Nussschale: den musikalischen Aufbau, das Insistieren auf subtil akkumulierten Stimmungen und die eigenwillig gebrochene Psychologie der Charaktere. Ein postkolonialer, melancholischer Entwurf über unausgesprochene Gefühle und Machtverhältnisse, vorgetragen im schlendernden Rhythmus des Lebens in einem verlassenen Winkel Afrikas. Eine Inschrift: "Dieses Haus ist das letzte Haus der Welt." (C.H.) ---- ' ---- Freier Eintritt für Mitglieder am 30.5.2026 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Persepolis - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Persepolis ---- Vincent Paronnaud, Marianne Satrapi, FR 2007; Drehbuch: Marianne Satrapi, Vincent Paronnaud; Schnitt: François Nabos, Stéphane Roche; Musik: Olivier Bernet; Stimmen: Chiara Mastroianni, Catherine Deneuve, Danielle Darrieux, Simon Abkarian, Gabrielle Lopes Benites, François Jerosme. 35mm, Farbe und sw, 96 min. Französisch mit dt. UT ---- ' ---- Teheran, 1978. Die achtjährige Marjane träumt davon, als zukünftige Prophetin die Welt zu retten. Sie wächst bei fortschrittlichen Eltern und einer liebevollen Großmutter auf, an deren Seite sie den Sturz des brutalen Regimes des Schahs hautnah miterlebt. Die Gründung der neuen Islamischen Republik läutet eine Ära der Revolutionsgarden ein, die das Verhalten der Bevölkerung gewaltsam überwachen. Marjane muss nun ihren Kopf bedecken, was ihre Träume von der Revolution noch befeuert. Während des Iran-Irak-Kriegs fallen Bomben auf die Stadt, es kommt zu Versorgungsengpässen, Menschen verschwinden und die Unterdrückung verschärft sich von Tag zu Tag. Als Marjane immer rebellischer wird, schicken ihre Eltern sie nach Österreich, wo sie im Alter von 14 Jahren eine ganz andere "Revolution" entdeckt: Pubertät, Freiheit und Liebe, aber auch den bitteren Geschmack des Lebens in einem fremden Land. Basierend auf der gleichnamigen autobiografischen Graphic Novel von Marianne Satrapi wurde Persepolis vielfach ausgezeichnet, u.a. 2007 bei den Filmfestspielen von Cannes mit dem Sonderpreis, und erhielt eine Oscar-Nominierung als bester Animationsfilm. (T.A.) ---- ' ---- Freier Eintritt für Mitglieder am 30.5.2026 
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SUMMARY: Alles Arbeit | Jeanne Dielman, 23, quai du Commerce, 1080 Bruxelles - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Jeanne Dielman, 23, quai du Commerce, 1080 Bruxelles ---- Chantal Akerman, BE/FR 1975; Drehbuch: Chantal Akerman; Kamera: Babette Mangolte; Schnitt: Patricia Canino; Darsteller*innen: Delphine Seyrig, Jan Decorte, Henri Storck, Jacques Doniol-Valcroze, Yves Bical. 35mm, Farbe, 201 min. Französisch mit engl. UT ---- ' ---- Schauspielerin und feministische Ikone Delphine Seyrig verkörpert als titelgebende Jeanne Dielman die schrittweise Veränderung einer Frau, die aus ihren still ausgeführten Haushaltsroutinen ausbricht und schließlich dagegen rebelliert. Über den Zeitraum von drei Tagen folgt der Film akribisch den täglichen Aufgaben einer verwitweten Mutter und bietet einen intimen Einblick in ihr Privatleben. Während sie ihre sich wiederholenden Tätigkeiten erledigt und sich um ihren Sohn kümmert, scheint sie immer mehr mit der starren häuslichen Sphäre zu verschmelzen. Doch ein plötzlicher Akt der Rebellion schafft einen Riss in der Struktur, die sie gefangen hält. Seit seiner Veröffentlichung im Jahr 1975 gilt Akermans Film mit seinem formalen und thematischen Einfallsreichtum als Meilenstein des feministischen Kinos. (T.A.) ---- ' ---- Diese neu restaurierte 35mm-Kopie, die in Zusammenarbeit zwischen dem BFI National Archive und dem Royal Film Archive of Belgium (CINEMATEK) entstanden ist, wurde im Rahmen des BFI-Projekts "Keep Film on Film" produziert. Mit freundlicher Genehmigung der Chantal-Akerman-Stiftung und der CINEMATEK. 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Storm Center - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Storm Center ---- Daniel Taradash, US 1956; Drehbuch: Daniel Taradash, Elick Moll; Kamera: Burnett Guffey; Schnitt: William A. Lyon; Musik: George Duning; Darsteller*innen: Bette Davis, Brian Keith, Kim Hunter, Paul Kelly, Joe Mantell. 35mm, sw, 85 min. Englisch ---- ' ---- Alicia Hull leitet die Bücherei einer US-Kleinstadt in den 1950ern mit Leib und Seele. Eine tiefe Freundschaft pflegt sie zum elfjährigen Freddie. Doch als sie sich der Anordnung des Stadtrats widersetzt, das Buch The Communist Dream aus dem Regal zu nehmen – nicht, weil sie es schätzte, sondern weil sie Zensur ablehnt –, verliert sie ihren Job. Von den Stadtbewohner*innen geschnitten, die sie für eine "Red" halten, leidet Alicia still und aufrecht, während mit Freddie eine tragische Veränderung geschieht. Die einzige Regiearbeit des Drehbuchautors Daniel Taradash erschien gegen Ende der McCarthy-Ära, die sie gleichnishaft spiegelt. Glänzend sind die Dialoge: Der Hardliner im Stadtrat wirft Alicia vor, früher Mitglied linker Organisationen gewesen zu sein. "Sie müssen an manche ihrer Ideen geglaubt haben!" "Nein! Sie glaubten an manche von meinen!", gibt Alicia (groß: Bette Davis) zurück. (S.Z.) ---- ' ---- Einführung von Christoph Huber am 22.6.2026 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Mahlzeiten - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Mahlzeiten ---- Edgar Reitz, BRD 1967; Drehbuch: Edgar Reitz; Kamera: Thomas Mauch; Schnitt: Beate Mainka- Jellinghaus; Darsteller*innen: Heidi Stroh, Georg Hauke, Nina Frank, Ruth von Zerboni. 35mm, sw, 94 min. Deutsch ---- ' ---- Für seinen Debütfilm Mahlzeiten erhielt Edgar Reitz 1967 bei den Filmfestspielen in Venedig den Preis für das beste Erstlingswerk. Schon davor war er maßgeblich an der Erneuerung des Deutschen Films beteiligt: als Teil jener Gruppe, die sich im legendären Oberhausener Manifest 1962 mit dem Ruf "Papas Kino ist tot!" für das Konzept des Autorenfilms aussprach. Mit Alexander Kluge (1932–2026) verband ihn eine langjährige Zusammenarbeit, sowohl auf universitärer als auch auf künstlerischer Ebene. In Mahlzeiten setzt Reitz seine Vision eines neuen Kinos erstmals um. Die Liebesgeschichte eines jungen Paares in der "Wirtschaftswunder"-Zeit wird mit Elementen wie Off-Kommentar, Großaufnahmen, Inserts und Interviews experimentell erzählt. Elisabeth und Rolf lernen sich als Studierende kennen und finden sich in einer kinderreichen Ehe wieder, die ihr Leben in gesellschaftlich strenge Bahnen zwingt und ihren Selbstverwirklichungsträumen Schranken setzt. (A.P.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | The Plot Against Harry - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: The Plot Against Harry ---- Michael Roemer, US 1971; Drehbuch: Michael Roemer; Kamera: Robert M. Young; Schnitt: Georges Klotz, Terry Lewis; Musik: Frank Lewin; Darsteller*innen: Martin Priest, Ben Lang, Maxine Woods, Henry Nemo, Jean Leslie, Ellen Herbert. 35mm, sw, 81 min. Englisch ---- ' ---- The Plot Against Harry, die Geschichte eines jüdischen Buchmachers, der, gerade aus dem Gefängnis entlassen, sein verlorenes Terrain zurückgewinnen will, ist ein großartiger New York-Film, erneut von Kameramann Robert M. Young in bestechendem Schwarzweiß fotografiert. Mit trockenem Humor, großer Leichtigkeit und genauem Blick auf die sozialen Verhältnisse entwirft Roemer Harry als unheroische Figur. Wieder und wieder scheitert dieser am Versuch, sich aus einem immer größer werdenden Schlamassel zu befreien, das er nicht mehr kontrollieren kann. Verhaltene Reaktionen bei den ersten Vorführungen ließen Roemer und die Verleiher am Film zweifeln, sodass sie ihn aus dem Vertrieb nahmen. Fast zwanzig Jahre später, als Roemer seine Filme für seine Kinder auf Video zusammenstellen ließ, hörte er einen Techniker laut lachen und revidierte seine damalige Entscheidung. In einer neu angefertigten 35mm-Kopie reichte er ihn bei Festivals ein, und The Plot Against Harry wurde 1990 ein Erfolg in Cannes, New York, Toronto und Sundance. (J.P.) 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Permanent Vacation - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Permanent Vacation ---- Jim Jarmusch, US 1980; Drehbuch, Schnitt: Jim Jarmusch; Kamera: Tom DiCillo, James A. Lebovitz; Musik: Jim Jarmusch, John Lurie; Darsteller*innen: Leila Gastil, John Lurie, Richard Boes, Maria Duval, Ruth Bolton. 35mm, Farbe, 75 min. Englisch mit dt. UT ---- ' ---- Allie, vielleicht 16, treibt durch die Tage und Straßen der Lower East Side, ziellos, wohin die Stunden ihn bringen. Die Mutter ist in der Psychiatrie, der Vater weg, wohin – egal. Der Flaneur without a cause trifft auf seinen Runden so manch eigenwillige Gestalt, hört seltsame Geschichten: Da ist der Vietnamveteran, der glaubt, nein: weiß, dass der Krieg noch nicht zu Ende ist; ein Typ, der verrückte Theorien über Charlie Parker und den Doppler-Effekt zum Besten gibt; die Popcornverkäuferin, die sich an einen Film erinnert, in dem Inuit-Jungs am Leben gehalten, die Mädchen aber mit Schnee erstickt werden; und schließlich ist da noch ein Franzose, der in New York sein Babylon finden will. Jarmuschs erster und nahezu bester Film: Nouveau Lost Generation-Kino, ein bisschen breit und sehr somnambul, Shadows von Cassavetes vor Augen, den No Wave-Beat im Blut. (O.M.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Pilgrim, Farewell - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Pilgrim, Farewell ---- Michael Roemer, US 1980; Drehbuch: Michael Roemer; Kamera: Franz Rath; Schnitt: Terry Lewis; Darsteller*innen: Elizabeth Huddle Nyberg, Christopher Lloyd, Laurie Prange, Leslie Paxton, Shelley Wyant, Elizabeth Franz. 35mm, Farbe, 102 min. Englisch ---- ' ---- Michael Roemer greift Themen aus seinem Dokumentarfilm Dying wieder auf, diesmal in Form eines Spielfilms und die emotionale Dynamik umdrehend. Zeigten die Menschen in Dying, deren Leben zu Ende geht, im Gegensatz zu ihren Angehörigen selbst keinen erkennbaren Zorn, versucht die unheilbar an Krebs erkrankte Kate in Pilgrim, Farewell ihre Wut auf die Welt und die ihr nahestehenden Menschen zu bewältigen, als sie und ihre Familie das Ende des Sommers in Vermont verbringen. Mit zurückhaltender Inszenierung, einem einzigen Schauplatz und einer kleinen Besetzung könnte man Pilgrim, Farewell nicht nur als Kammerspiel, sondern gar als kleine Symphonie beschreiben. Roemers einfühlsamer und ruhiger psychologischer Realismus erinnert mit seiner emotionalen Intensität an John Cassavetes, in seinem beiläufigen Stil an Eric Rohmer. (J.P.) 
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SUMMARY: Bruce & Norman Yonemoto | Yonemoto Programm 1 - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Programm 1 ---- ENKA! Bruce Yonemoto; Darsteller*innen: Betty Apple. US 2015, DCP, Farbe, 5 min ---- Garage Sale Bruce &amp; Norman Yonemoto, US 1976 DCP (von 16mm), Farbe, 85 min. Englisch ---- ' ---- Genderqueer, ein Begriff, der erst seit den 1990er Jahren existiert, wäre die heutige Klassifizierung für Garage Sale (1976), einen progressiven und atemberaubend ideenreichen Film zum Thema Liebe, der alle Charakteristika von Camp – Übertreibung, Künstlichkeit, Stil und Ironie als zentrale Parameter – zelebriert. Im Zentrum der Geschichte stehen die Dragqueen Goldie Glitters, einst Mitglied der legendären Theatergruppe Cockettes aus San Francisco, und ihr Mann Hero, der ihre Ehe retten will. Bei seinen Versuchen, die Krise zu bewältigen, verweben sich eine Vielzahl an Themen- und Aktionsfeldern, stets mit Sprach- und Dialogwitz: Bondage-Anleitungen oder Stepptanz- und Gesangseinlagen kommen ebenso ins Spiel wie TV-Coaching, The Adams Family, feministische Gruppendiskussionen, Pornos und Medien- und Performancekunst. Hilarious! (D.S.) ---- ' ---- In Anwesenheit von Bruce Yonemoto 
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SUMMARY: Bruce & Norman Yonemoto | Yonemoto Programm 2 - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Programm 2 ---- ENKA! Bruce Yonemoto; Darsteller*innen: Yu Cheng-Ta. US 2015, DCP, Farbe, 5 min ---- Based on Romance Bruce &amp; Norman Yonemoto, US 1979; Drehbuch, Schnitt: Bruce &amp; Norman Yonemoto; Kamera: Nikolai Ursin; Darsteller*innen: Anastasia Hagerstrom, Michael Hickman, Wenden Baldwin, Harvey Segalove. DCP, Farbe, 24 min. Englisch ---- An Impotent Metaphor Bruce &amp; Norman Yonemoto, US 1979; Drehbuch: Bruce Yonemoto; Kamera: Norman Yonemoto, John Jebb, Nick Urson; Darsteller*innen: Anastasia Hagerstrom, Norman Yonemoto, Gary Lloyd. DCP, Farbe, 43 min. Englisch ---- ' ---- Eine nicht enden wollende Kussszene: Wie könnte eine Soap-Opera-Serie besser beginnen? Im ersten Teil der Trilogie, Based on Romance, folgen auf das Küssen Mash-ups von Aussagen über erfolglose Künstlerleben, Abtreibung, basic fag art und male virgins. Dazwischen wird der Körper der Protagonistin von einem Arzt abgetastet, während ihr Boyfriend Gegenstände vergräbt – er probt für eine Performance, ihr droht eine Hysterektomie. Verlust heißt immer etwas anderes. Für den Protagonisten im zweiten Teil der Serie, An Impotent Metaphor, ist es jener seiner sexuellen Potenz. Norman Yonemoto selbst spielt den von seiner Sehnsucht nach einem vergangenen Medienzeitalter gequälten intellektueller Künstler, der auf Partys, im Auto, am Strand und an der Schreibmaschine herauszufinden versucht, ob seine Werte nicht bereits Echos gegenwärtiger Slogans sind. (J.L.) ---- ' ---- In Anwesenheit von Bruce Yonemoto 
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SUMMARY: Bruce & Norman Yonemoto | Yonemoto Programm 3 - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Programm 3 ---- ENKA! Bruce Yonemoto; Darsteller*innen: Ray Hsu. US 2015, DCP, Farbe, 5 min ---- Garage Sale II Bruce &amp; Norman Yonemoto, US 1980; Drehbuch, Schnitt: Norman Yonemoto; Kamera: Nick Elliot; Darsteller*innen: Goldie Glitters, Mike Kelley, Tony Oursler, Ruth Hagopian, Robert Opel, Tom White. DCP, Farbe, 31 min. Englisch' ---- Kappa Bruce &amp; Norman Yonemoto, US 1986; Drehbuch: Bruce &amp; Norman Yonemoto, Mike Kelley; Kamera: Nikolai Ursin; Musik: Carl Stone; Darsteller*innen: Mike Kelley, Mary Woronov, Ed Ruscha, Susan Tyrrell, Yusuke Todo; Erzähler: Keye Luke. DCP, Farbe, 29 min. Englisch' ---- Japan in Paris in L.A. Bruce &amp; Norman Yonemoto, US 1996; Darsteller*innen: Susan Tyrrell, Yusuke Todo, Frank Bruynbroek, Nozomi Kawaguchi. DCP, Farbe, 30 min. Englisch' ---- ' ---- Bereits der Cast von Garage Sale II liefert einen Einblick in die Subkultur- und Kunstszene von Los Angeles Anfang der 1980er Jahre: Fred Halsted, Branda Miller, Jerry Dreva, Mike Kelley, Tony Oursler, Joe Potts und Camille O'Grady. Der so schrille wie explizite Kurzfilm verhandelt unterschiedliche sexuelle Fetische und Praktiken, von der Masturbation über Fisting bis zu SM. Mit Kappa setzen die Yonemoto-Brüder die Kooperation mit Mike Kelley fort, der das titelgebende japanische Fabelwesen, einen Wassergeist, selbst spielt. Ihm gegenüber Mary Woronov aus der Warhol-und-Roger-Corman-Clique, die Iokaste, Mutter und Frau von Ödipus, mimt. Japan in Paris in L.A. handelt vom japanischen Künstler Saeki Yuzo, der in Paris sein Glück sucht, aber mit ethnischen und kulturellen Unterschieden konfrontiert wird. (D.S.) ---- ' ---- In Anwesenheit von Bruce Yonemoto 
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SUMMARY: Bruce & Norman Yonemoto | Yonemoto Programm 4 - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Programm 4 ---- ENKA! Bruce Yonemoto; Darsteller*innen: Huang Da-Wang. US 2015, DCP, Farbe, 5 min ---- Green Card: An American Romance Bruce &amp; Norman Yonemoto, US 1982; Drehbuch: Bruce &amp; Norman Yonemoto; Kamera: Norman Yonemoto, Nikolai Ursin; Darsteller*innen: Sumie Nobuhara, Jay Struthers, Kyoko Watanabe, Nobi Tanaka, Francis Washington, Wenden Baldwin, Gary Lloyd, Lin Hixson. DCP, Farbe, 89 min. Englisch' ---- ' ---- Green Card: An American Romance ist der letzte Teil der Soap-Opera-Serie, die sich im L.A. der späten 1970er, frühen 1980erJahre entfaltet. Dort sind die Versprechen aus Fernsehen, Werbung und Hollywood längst in die Bildhaushalte eingegangen. Die Künstlerin Sumie Nobuhara verlässt ihren sterbenskranken Verehrer, der nach dem Studium zurück nach Japan geht, und heiratet einen Surfer aka Filmemacher, um ihre Zukunft, d.h. Karriere, in den USA abzusichern. Das strategische Arrangement verstrickt sie jedoch bald selbst in jene Erzählung, die sie instrumentalisieren wollte: die Fiktion romantischer Liebe. Zwischen individuellen Projektionen, nationalen Vorbildern à la American Dream und sozialem Skript macht sich die Frage breit, welche dieser Wirklichkeiten die wirklichere ist. (J.L.) ---- ' ---- In Anwesenheit von Bruce Yonemoto 
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SUMMARY: Alles Arbeit | Khake sar beh mohr (The Sealed Soil) - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Khake sar beh mohr (The Sealed Soil) ---- Marva Nabili, IR 1977; Drehbuch, Schnitt: Marva Nabili; Kamera: Barbod Taheri; Musik: Hooreh; Darsteller*innen: Flora Shabaviz. DCP (von 16mm), Farbe, 90 min. Persisch mit engl. UT ---- ' ---- Marva Nabilis in Vergessenheit geratener Spielfilm entstand 1977 und porträtiert eine junge Iranerin, die nach dem Rhythmus des Alltags in ihrem Dorf lebt, einer Gemeinde in der Nähe von Dezful im Süden des Landes. Ihre Tage sind bestimmt von den sich wiederholenden Mustern des häuslichen Lebens, bis sie sich schließlich sowohl privat als auch öffentlich dagegen auflehnt. The Sealed Soil war Nabilis Abschlussarbeit, als linke Filmstudentin reflektiert sie darin nur zwei Jahre vor der iranischen Revolution Themen wie die tägliche Hausarbeit, die Vertreibung ethnischer Gemeinschaften aus ihrer Heimat unter der Pahlavi-Monarchie sowie die Verschleierung von Frauenkörpern und rückt damit die stillen Kämpfe des Widerstands in den Vordergrund. Obwohl bei seiner Premiere 1977 in London von der Kritik gefeiert, wurde der Film aufgrund der iranischen Revolution von 1979 nie im Iran gezeigt. Bis zu seiner Restaurierung im Jahr 2024 blieb The Sealed Soil international weitgehend unbekannt. (T.A.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | A Clockwork Orange - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: A Clockwork Orange ---- Stanley Kubrick, GB/US 1971; Drehbuch: Stanley Kubrick nach dem Roman von Anthony Burgess; Kamera: John Alcott; Schnitt: Bill Butler; Musik: Wendy Carlos; Darsteller*innen: Malcolm McDowell, Patrick Magee, Michael Bates, Warren Clarke, Adrienne Corri. 35mm, Farbe, 136 min. Englisch ---- ' ---- Alex DeLarge, jugendlicher Gewalttäter, auf dem ultrabrutalen Trip. Nachts die Runde machen, vergewaltigen, prügeln, morden. Bis er von seinen Gang-Mitgliedern hintergangen wird, im Gefängnis landet und für die "Ludovico"-Therapie auserwählt wird: Konditionierung mit Gewaltfilmen, so lange, bis Alex auf Aggressionsanzeichen mit Übelkeit reagiert. Er ist "geheilt", weil er aufgehört hat, ein Mensch mit Persönlichkeit zu sein. Er ist ein Uhrwerk, eine Orange. Ein kontroverses, satirisches Virtuosenstück, Reise in zwei Teilen – von den grellen Adrenalinattacken in die klinische, stumpfe "Normalität" – aus der Sicht der Bestie Mensch. Luis Buñuel: "Mein Lieblingsfilm ist A Clockwork Orange. Ich war in hohem Maße gegen diesen Film voreingenommen, aber nachdem ich ihn gesehen hatte, wurde mir klar, dass es sich um den einzigen Film handelt, der zeigt, was die moderne Welt wirklich bedeutet." (C.H.) ---- ' ---- Einführung von Christoph Huber am 16.6.2026 ---- ' ---- Courtesy George Eastman Museum 
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SUMMARY: Regiedebüts II | El Mariachi - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: El Mariachi ---- Robert Rodriguez, MX/US 1992; Drehbuch, Kamera, Schnitt: Robert Rodriguez; Musik: Nestor Fajardo; Darsteller*innen: Carlos Gallardo, Consuelo Gómez, Jaime de Hoyos, Peter Marquardt, Reinol Martínez. 35mm (Blow-up von 16mm), Farbe, 81 min. Spanisch mit dt. UT ---- ' ---- Die Geschichte des Films und seiner Verwertung könnten aus einem Groschenroman stammen: Ein reisender Musiker wird mit einem Verbrecher verwechselt und kann sich mit Hilfe einer Barbesitzerin vor der Bande verstecken, die ihm nach dem Leben trachtet. Ein Spielfilmdebüt, das weniger kostete als ein Studiodrehtag, war der Turbostart für eine Hollywoodkarriere. Filmkritiker, Regisseure und Produzenten liebten diese Parodie auf das klassische Western- und Actiongenre, dessen Konventionen Robert Rodriguez virtuos abklopft. 16mm-Handkamera, sprunghafte Zooms, Zeitlupen und Zeitraffer sorgen für rauen filmischen Stil, Amateurschauspieler*innen und eine reale Kleinstadt im Norden Mexikos (Ciudad Acuña) für lakonische Atmosphäre. Der Erfolg des Films hat nichts mit Perfektion zu tun, sondern mit der gekonnten Verschmelzung von unperfekten Elementen. (T.W.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Barry Lyndon - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Barry Lyndon ---- Stanley Kubrick, GB/US 1975; Drehbuch: Stanley Kubrick nach dem Roman The Luck of Barry Lyndon von William M. Thackeray; Kamera: John Alcott; Schnitt: Tony Lawson; Darsteller*innen: Ryan O'Neal, Marisa Berenson, Hardy Krüger, Steven Berkoff. 35mm, Farbe, 184 min. Englisch ---- ' ---- Ryan O'Neal als ehrgeiziger irischer Abenteurer, der es vom Dasein als Militärdeserteur und Spieler durch die Heirat mit der wohlhabenden Lady Lyndon (Marisa Berenson) schließlich zum Leben in luxuriösem Überfluss bringt. Aus Thackerays schelmischer Satire über einen Lebemann des 18. Jahrhunderts schuf Kubrick einen der visuell opulentesten Filme aller Zeiten, der mehrfach oscarprämiert wurde. Er entfaltet ein historisches Panorama mit einem Ausmaß an Akkuratesse, Akribie und abenteuerlicher Schönheit, das im Kino kaum Parallelen hat. Tatsächlich entzieht sich die Geschichte vom Aufstieg und Fall des Barry Lyndon den üblichen Kategorien in einer viel tieferen Dimension. Nichts bietet Halt in diesem betörend und durchdringend kalt inszenierten Film, in dem die Genregrenzen Fallgruben, die Schlachten Gemetzel, die Duelle Orgien der Lächerlichkeit und die zurückweichenden Kamerafahrten Chiffren der Entzauberung und des Untergangs sind. (J.M./H.T.) ---- ' ---- Einführung von Christoph Huber am 10.6.2026 ---- ' ---- Courtesy George Eastman Museum 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Poison - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Poison ---- Todd Haynes, US 1991; Drehbuch: Todd Haynes frei nach Jean Genets Novellen; Kamera: Maryse Alberti; Schnitt: Todd Haynes, James Lyons; Musik: James Bennett; Darsteller*innen: Edith Meeks, Larry Maxwell, Susan Norman, James Lyons, John Leguizamo. 35mm, Farbe und sw, 85 min. Englisch mit dt. UT ---- ' ---- "The whole world is dying of panicky fright", verkündet eine Titelkarte zu Beginn von Haynes' Langfilmdebüt Poison, das die Atmosphäre der Verunsicherung auch in der Form weitergibt: Drei unabhängige Geschichten in völlig verschiedenen Stilen, durch den Schnitt so verwoben, dass gemeinsame Themen wie Entfremdung, Verfolgung, Abweichung und Monstrosität implizit hervortreten. Hero erzählt in Manier einer populistischen TV-Dokumentation von einem Siebenjährigen, der den Vater ermordet hat und verschwunden ist; Horror ist ein B-Picture-Pastiche über den Selbstversuch eines Wissenschaftlers, der den Sexualtrieb als Serum isolieren will; Homo ist eine schwule Gefängnisromanze, die Un chant d'amour, den einzigen Film von Haynes' Inspirationsquelle Jean Genet, beschwört. Formal wie inhaltlich die Kulmination des New Queer Cinema, dessen selbstbewusste und erfolgreiche Präsenz in diesem Film für Kontroversen sorgte. (C.H.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | The Shining - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: The Shining ---- Stanley Kubrick, GB/US 1980; Drehbuch: Stanley Kubrick, Diane Johnson nach dem Roman von Stephen King; Kamera: John Alcott; Schnitt: Ray Lovejoy; Musik: Wendy Carlos, Rachel Elkind; Darsteller*innen: Jack Nicholson, Shelley Duvall, Danny Lloyd, Scatman Crothers, Joe Turkel. 35mm, Farbe, 144 min. Englisch ---- ' ---- Jack Nicholson als archetypischer Kubrick-Held – Gefangener einer riesigen, gleichgültigen Maschinerie. Hier: ein modernes Geisterhaus, das nur Unbehaustheit verspricht. Dieses Overlook-Hotel soll der Mann einen Winter lang verwalten, doch er verliert sich rasch in den Labyrinthen des Orts und seines eigenen, zunehmend derangierten Geists: ein All-American Dad, der seine Familie mit der Axt attackiert. Stanley Kubricks Versuch über das Genre nach einer Vorlage von Stephen King ist eine völlig eigenständige Vision, was zur anfangs eher verhaltenen Aufnahme des Films beitrug. Bestand hat The Shining aber nicht nur als schaurig-eisiger (Selbst-)Auslöschungstrip, sondern auch als faszinierender Meta-Film zum unergründlichen Wesen des Kino-Schreckens: Wir zeigen die ursprüngliche US-Fassung (die Exportversion wurde vom Regisseur um mehr als zwanzig Minuten gekürzt), in der das Kubrick-Bezugssystem noch reicher ist. (C.H.) ---- ' ---- Einführung von Christoph Huber am 18.6.2026 ---- ' ---- Courtesy George Eastman Museum 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Head - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Head ---- Bob Rafelson, US 1968; Drehbuch: Bob Rafelson, Jack Nicholson; Kamera: Michel Hugo; Schnitt: Michael Pozen, Monte Hellman; Musik: Ken Thorne; Darsteller*innen: Micky Dolenz, Davy Jones, Michael Nesmith, Peter Tork, Victor Mature, Annette Funicello, Timothy Carey. 35mm, Farbe, 85 min. Englisch ---- ' ---- Nachdem die NBC-Serie mit The Monkees nach nur zwei Staffeln nicht verlängert wurde, waren die vier Bandmitglieder offen für alles Neue, zudem bedeutete es 1968 mehr, auf der Straße zu protestieren, als vor dem Fernseher zu sitzen. Getragen von einem von Drogenkonsum geschwängerten Drehbuch Jack Nicholsons, das die vermeintliche Geschichte einer Band auf der Flucht erzählt und mit dokumentarischen Bildern aus dem Vietnamkrieg verwoben ist, war der Film zum Zeitpunkt seines Erscheinens ein veritabler Flop. Nichtsdestotrotz traf Bob Rafelson mit seinem Film den Nerv der Zeit und "dokumentierte" zugleich eine Gesellschaft im Umbruch: Er vermischte seinen versierten Blick auf die Hysterie rund um Pop- und Fankultur mit Bildern von aktuellen Kriegsverbrechen. Mit Head legte er dennoch den Grundstein für seine eigene und die Karriere von Jack Nicholson im Filmbusiness. Auch der Zeitpunkt war klug gewählt, denn die Geburtsstunde der New Hollywood-Ära stand kurz bevor. (E.S.) ---- ' ---- Einführung von Christoph Huber am 8.6.2026 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Nico Icon - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Nico Icon ---- Susanne Ofteringer, DE/US 1995; Drehbuch: Susanne Ofteringer; Kamera: Judith Kaufmann, Katarzyna Remin, Sibylle Stürmer; Schnitt: Elfe Brandenburger, Guido Krajewski; mit: Nico, Tina Aumont, Christian Päffgen (als Ari Boulogne), John Cale. 35mm, Farbe, 71 min. Deutsch/Englisch/Französisch mit dt. UT  ---- ' ---- Ihre Karriere begann sie als Model für Chanel und als Schauspielerin bei Fellini, aber die junge Frau und Sixties-Ikone Nico wollte mehr sein als nur ein schönes Gesicht, also wandte sie sich der Musik zu. Als Sängerin von The Velvet Underground erreichte sie ebenfalls Kultstatus. Danach begann sie nicht nur ihre eigene Musik zu schreiben, sie setzte, vom Drogenkonsum gezeichnet, alles daran, ihr Image von überirdischer Schönheit sukzessive zu zerstören. Gerade als man sie in den 1990er Jahren als Wegbereiterin von Punk und Gothic wieder zu entdecken begann, starb sie auf Mallorca. Bis heute umgibt sie die Aura der rätselhaften Sphinx. Tatsächlich haben Melancholie und Nihilismus noch nie so dunkel geklungen und gestrahlt wie in den Songs von Christa Päffgen, die auszog, um sich in Nico zu verwandeln. (E.S.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Dr. Strangelove or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb ---- Stanley Kubrick, GB/US 1964; Drehbuch: Stanley Kubrick, Terry Southern, Peter George nach dem Roman Red Alert von Peter George; Kamera: Gilbert Taylor; Schnitt: Anthony Harvey; Musik: Laurie Johnson; Darsteller*innen: Peter Sellers, George C. Scott, Sterling Hayden, Slim Pickens, James Earl Jones. 35mm, sw, 94 min. Englisch ---- ' ---- "Gentlemen, you can't fight in here, this is the war room!" Stanley Kubricks letztes Wort zur atomaren Angst: eine Weltuntergangskomödie, in der nur noch der Wahnsinn nach Gesetzen der Kausalität funktioniert, während die Vernunft längst in einer finsteren Ecke niedergeknüppelt worden ist. Sterling Hayden als General Jack D. Ripper saugt an der Zigarre und schickt eine Bomberstaffel gegen die Sowjetunion los, um die Reinheit der Säfte zu wahren. Als verkrüppelter Naziwissenschaftler, der angesichts der Apokalypse nekrophil aus seinem Rollstuhl erigiert, steuert Peter Sellers die Menschheit in den Abgrund. Kubrick orchestriert den Irrsinn kaltschnäuzig, mit höhnischem Witz und beiläufigem Realismus, als unvermeidlichen Todesritt. Dessen Finale wird von einem Schlager Vera Lynns untermalt: "We'll meet again, some sunny day ..." (C.H.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Full Metal Jacket - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Full Metal Jacket ---- Stanley Kubrick, GB/US 1987; Drehbuch: Stanley Kubrick, Michael Herr, Gustav Hasford nach Hasfords Roman The Short-Timers; Kamera: Douglas Milsome; Schnitt: Martin Hunter; Musik: Vivian Kubrick; Darsteller*innen: Matthew Modine, Adam Baldwin, Vincent D'Onofrio, R. Lee Ermey, Arliss Howard, Dorian Harewood. 35mm, Farbe, 116 min. Englisch ---- ' ---- Parris Island, 1967: Im Ausbildungslager für den US Marine Corps treffen die neuen Rekruten ein. Vom ersten Moment an der demütigenden Willkür des Drill Sergeant unterworfen, werden sie auf das reduziert, was für den Kriegseinsatz in Vietnam von ihnen erwartet wird: auf das Töten um jeden Preis und den kompletten Verzicht auf Menschlichkeit und Moral. Alle großen Kriegsfilme zeigen den Krieg, indem sie die Frage stellen "Was ist der Mensch?". Alles, was an adoleszenten, amerikanischen Wesen männlichen Geschlechts an Stolz und Sensibilität, Verantwortung und Denken erinnern könnte, wird im "Trainings-Camp" gebrochen, verwüstet, annulliert. Die zur Tötungsgier umfunktionierte Libido wendet sich gegen den "Feind". Statt Dschungel oder exotischer Bauten: nichts als die enervierende Mondlandschaft des Krieges. Sinnloses Einschlagen der Geschoße ins Fleisch. (E.S./H.T.) ---- ' ---- Einführung von Christoph Huber am 25.6.2026 ---- ' ---- Courtesy George Eastman Museum 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Before the Rain (Pred doždot) - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Before the Rain (Pred doždot) ---- Milčo Mančevski, MK/GB/FR 1994; Drehbuch: Milčo Mančevski; Kamera: Manuel Teran; Schnitt: Nicolas Guster; Musik: Anastasia (Goran Trajkoski, Klime Kovaceski, Zlatko Origjanski, Zoran Spasovski); Darsteller*innen: Katrin Cartlidge, Rade Šerbedžija, Grégoire Colin, Labina Mitevska. 35mm, Farbe, 113 min. Albanisch/Mazedonisch/Englisch mit dt. UT ---- ' ---- Heute ist das Kirchlein am Ohridsee, mit dem Milčo Mančevski seinen Film über Rache und Blutzoll am Ende des Jugoslawienkrieges eröffnet, einer von "100 Places that will change your life" und ziert das Cover von National Geographic. 1994 schickt Mančevski in Before the Rain den Kriegsfotografen Aleksander aus London in seine nordmazedonische Heimat, wo sein Pulitzerpreis, als "Putzila" verballhornt, nichts wert ist. Ein Mädchen soll einen Schäfer getötet haben. Um dieses Mädchen und den unter Schweigegelübde stehenden Mönch, der es versteckt, entspinnt sich ein Thriller, aus dem sich Aleksander nicht neutral herausfotografieren kann. Allein die Tatsache, dass er nicht mehr raucht, macht ihn hochverdächtig. Sein Debüt, bis heute Mančevskis größter Erfolg (Goldener Löwe in Venedig), erzählt in drei Teilen, einer kreisförmigen Dramaturgie und unter der Spannung eines nahenden Gewitters von einem nur mit roher Gewalt lösbaren Knoten. (A.K.L.) ---- ' ---- In Kooperation mit dem Kulturverein Wer schaut denn da – Ko to tamo gleda 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Barry Lyndon - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Barry Lyndon ---- Stanley Kubrick, GB/US 1975; Drehbuch: Stanley Kubrick nach dem Roman The Luck of Barry Lyndon von William M. Thackeray; Kamera: John Alcott; Schnitt: Tony Lawson; Darsteller*innen: Ryan O'Neal, Marisa Berenson, Hardy Krüger, Steven Berkoff. 35mm, Farbe, 184 min. Englisch ---- ' ---- Ryan O'Neal als ehrgeiziger irischer Abenteurer, der es vom Dasein als Militärdeserteur und Spieler durch die Heirat mit der wohlhabenden Lady Lyndon (Marisa Berenson) schließlich zum Leben in luxuriösem Überfluss bringt. Aus Thackerays schelmischer Satire über einen Lebemann des 18. Jahrhunderts schuf Kubrick einen der visuell opulentesten Filme aller Zeiten, der mehrfach oscarprämiert wurde. Er entfaltet ein historisches Panorama mit einem Ausmaß an Akkuratesse, Akribie und abenteuerlicher Schönheit, das im Kino kaum Parallelen hat. Tatsächlich entzieht sich die Geschichte vom Aufstieg und Fall des Barry Lyndon den üblichen Kategorien in einer viel tieferen Dimension. Nichts bietet Halt in diesem betörend und durchdringend kalt inszenierten Film, in dem die Genregrenzen Fallgruben, die Schlachten Gemetzel, die Duelle Orgien der Lächerlichkeit und die zurückweichenden Kamerafahrten Chiffren der Entzauberung und des Untergangs sind. (J.M./H.T.) ---- ' ---- Einführung von Christoph Huber am 10.6.2026 ---- ' ---- Courtesy George Eastman Museum 
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SUMMARY: Duisburger Filmwoche | Alles was wir haben / Vlog #8998 – Korean Karottenkuchen & Our Makeup Routine - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Alles was wir haben ---- Volko Kamensky, DE 2004; Musik: Julian Rohrhuber. DCP (von Super 8/DV), Farbe, 22 min. Deutsch mit engl. UTVlog #8998 – Korean Karottenkuchen &amp; Our Makeup Routine ---- Ji Su Kang-Gatto, DE 2021, DCP, Farbe, 47 min. Koreanisch/Deutsch mit engl./dt./kor. UT ---- ' ---- Zwei spielerische Anti-Heimatfilme, die den Diskursen über Identität, Zugehörigkeit und Geschichte überraschende, wütende und humoristische Störungen entgegensetzen. Einmal in Form einer vor den Augen und Ohren auseinanderfallenden Ton-Bild-Collage von Volko Kamensky, der in einer niedersächsischen Kleinstadt der Brandstiftung im örtlichen Heimatmuseum nachspürt. Dabei verschwinden die Stimmen eines Archivars und der Museumsleiterin mal hinter dem Zwitschern der Gartenvögel, mal hinter Kamenskys eigener Stimme. Und einmal in der unverhohlenen Form der sozialen Medien, indem Ji Su Kang-Gatto in deren Ästhetik eine Möglichkeit findet, von den Erfahrungen zweier Schwestern zu erzählen, von denen die eine in Deutschland, die andere in Korea aufgewachsen ist. Make-up-Routinen und ins Bild blitzende Emojis schaffen Resonanzräume für eine dringliche Auseinandersetzung mit Rassismus und Heimatlosigkeit. (P.H.) ---- ' ---- In Anwesenheit von Volko Kamensky 
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SUMMARY: Duisburger Filmwoche | Aus der alten Welt / Marmor bleibt immer kühl - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Aus der alten Welt ---- Klaus Telscher, BRD 1984, 16mm, Farbe, 30 min. DeutschMarmor bleibt immer kühl ---- Lutz Mommartz, BRD 1985, DCP (von 16mm), Farbe, 36 min. Deutsch ---- ' ---- In Stein geschlagene Männerfantasien als frech-provozierende Auseinandersetzung mit verschiedenen Ausprägungen des Nazismus. Klaus Telscher kombiniert animalische Perversionen, um in assoziativen Andeutungen von Tierliebe im Dritten Reich (und darüber hinaus) zu berichten. Heimatlieder schallen aus den Lautsprechern, während das deutsche Volk sich lustvoll den Pferden und Hunden hingibt. Eine Erinnerung daran, dass das Kino manchmal mehr erzählt, wenn es einfach Dinge in Berührung bringt, ohne das zu begründen. Lutz Mommartz dagegen beobachtet den Bildhauer Peter Rübsam, wie dieser eine Statue von Gustaf Gründgens gestaltet. Der Schauspieler, Sinnbild für die Verbandelung karrieristischer Künstler mit dem Faschismus, wird auf verschiedene Weisen betrachtet, als Comicfigur, als Bühnenpräsenz, als Lakai der Mächtigen. Ein Film als Anklage, nicht als Urteil. (P.H.) ----  ---- Einführung von Alexander Scholz 
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SUMMARY: Duisburger Filmwoche | Knife in the Heart of Europe - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Knife in the Heart of Europe ---- Artem Terent'ev, AT/DE 2025, DCP, Farbe, 60 min. Russisch mit engl. UT ---- ' ---- Als einen Film, der "fast nicht existiert", so bezeichnet Terent'ev seine fragmentarischen Aufnahmen. Sie beginnen in der Wohnung seiner Großmutter in der russischen Exklave Kaliningrad. Während sie im Wohnzimmer russische Propagandanachrichten über den Ukrainekrieg verfolgt, erscheint in Untertiteln: "Dear viewers, I am now editing this film." Mit tastender Handkamera bewegt sich Terent'ev durch postsowjetische Topografien bis zur Datscha seines kürzlich verstorbenen Großvaters. Gedreht mit einer Blackmagic Camera und zwei zersägten Sowjet-Optiken entstehen matt entfärbte Low-Fi-Bilder, die teils an der Grenze der Sichtbarkeit operieren: Jugendliche spielen zwischen Industrieruinen, nächtens sucht ein kaum erkennbarer Fischer nach seinem Fang, ein unsichtbarer Passant verdächtigt Terent’ev aus dem Off der Spionage. Begleitet von der stummen, nur in Untertiteln lesbaren Stimme des Filmemachers werden die Verstörungen der Gegenwart vor allem in filmischen Texturen sichtbar. (F.H.) ----  ---- Einführung von Bianca Jasmina Rauch 
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SUMMARY: Duisburger Filmwoche | Weiße Raben – Alptraum Tschetschenien - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Weiße Raben – Alptraum Tschetschenien ---- Tamara Trampe, Johann Feindt, DE 2005; Drehbuch: Tamara Trampe, Johann Feindt; Kamera: Johann Feindt; Schnitt: Stephan Krumbiegel. DCP, Farbe, 92 min. Deutsch ---- ' ---- Grosny, Tschetschenien, 2000: Lange Lateralfahrten entlang zerbombter Häuserzeilen, brennender Architekturgerippe, verlassener Panzer – begleitet von einem aus dem Off vorgelesenen Soldatenbrief von beinahe banalem Inhalt. Über einen Zeitraum von drei Jahren sucht der Film nach Worten und Bildern zum Tschetschenienkrieg. Zehn Jahre nach dessen Ausbruch kontrastiert er verschiedene Zeitebenen und legt das Grauen des Krieges in fotografischem Archivmaterial, in kurzen Amateuraufnahmen und intensiven Gesprächen frei. Trampe spricht mit russischen Soldatenmüttern, einer Krankenschwester und jungen, vom Einsatz schwer versehrten Veteranen. Da Dreharbeiten in Tschetschenien nicht möglich waren, nutzen Trampe und Feindt fremdes Bildmaterial, das die brutal entwürdigende Verhaftung einer tschetschenischen Einheit durch russische Soldaten zeigt. Sie befragen diese Aufnahmen und konfrontieren Menschen in Russland damit. (F.H.) ---- ' ---- In Anwesenheit von Johann Feindt 
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SUMMARY: Duisburger Filmwoche | Augusts Orte / déjà vu - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Augusts Orte ---- Valérie Pelet, AT 2021, DCP, Farbe, 42 min. Deutschdéjà vu ---- Lisl Ponger, AT 1999, 35mm, Farbe, 23 min ---- ' ---- Lose Grenzziehungen zwischen Blicken und Angeblickt-Werden, Reisen und Fliehen. Valérie Pelet folgt der Route ihres Schwagers von Marokko nach Österreich. Er darf sich nicht mehr im Schengenraum aufhalten, hört man aus dem Off, während im Bild die Sonnenbäuche glänzen. Irgendwann fallen Fluchtbewegungen und Tourismus in der Augustluft zusammen, man ahnt, dass man sich in einer unwirklichen Gleichzeitigkeit bewegt, die von einer strandbetulichen Gleichgültigkeit Europas berichtet. Lisl Ponger hinterfragt weniger die Reisenden selbst als ihren kolonialistisch gefärbten Blick auf die Welt. Ihr Film ist eine Found-Footage-Collage aus Reisefilmen, denen eine unübersetzt bleibende babylonische Sprachanhäufung gegenübersteht: Auf der Tonspur erzählen jene, die von den Reisenden an fernen Orten gefilmt werden, von Unterdrückung und Flucht. (P.H.) ---- ' ---- In Anwesenheit von Valérie Pelet 
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SUMMARY: Duisburger Filmwoche | Souvenir - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Souvenir ---- André Siegers, DE 2014; Drehbuch: André Siegers; Kamera: Tanja Häring, Alfred D.; Schnitt: Ute Adamczewski, David Siegers. DCP, Farbe, 81 min. Deutsch ---- ' ---- Wäre Jorge Luis Borges ein bundesdeutscher Filmemacher gewesen, hätte ein Film von ihm ungefähr so ausgesehen: Alfred Diebold, Mitglied der SPD, Vertreter der Friedrich-Ebert-Stiftung, schwäbischer Kosmopolit, Möchtegernschauspieler und romantischer Wanderer, ist eines Tages im ewigen Eis verschwunden. Das berichtet zumindest die Erzählstimme eines Freundes, der nun ansetzt, aus den 400 Videokassetten, die Diebold im Laufe seines Lebens mit Home Movies und Aufnahmen seiner politischen Arbeit gefüllt hat, eine Lebensgeschichte zu rekonstruieren. Zu sehen sind unter anderem komische Szenen aus dem Wahlkampf, Urlaubsbilder von einer Safari und bewegende Gespräche mit seiner an Krebs erkrankten Freundin. Der Film erzählt um die Ecke, klug und mit dreifachem Boden. Warum das eigene Leben dokumentieren? Womöglich, weil man irgendwann nur in jenen Aufnahmen existiert, die man von sich hinterlassen hat. (P.H.) ----  ---- Einführung von Patrick Holzapfel 
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SUMMARY: Regiedebüts II | A hora da estrela (Sternstunde) - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: A hora da estrela (Sternstunde) ---- Suzana Amaral, BR 1985; Drehbuch: Suzana Amaral, Alfredo Oroz nach dem Roman von Clarice Lispector; Kamera: Edgar Moura; Schnitt: Idê Lacreta; Musik: Marcus Vinicius; Darsteller*innen: Marcélia Cartaxo, Sônia Guedes, Umberto Magnani, José Dumont, Tamara Taxman, Fernanda Montenegro. 35mm, Farbe, 94 min. Portugiesisch mit engl. UT ---- ' ---- Macabéa weiß nicht viel von der Welt und den Dingen, die man gemeinhin für wichtig hält. Auch ihre Vorstellung vom Glück hat etwas erschütternd Schlichtes: Cola. So wundert es nicht, dass sich ihr Leben seit ihrem Umzug vom ruralen Nordosten Brasiliens nach São Paulo trotz gutem Start immer weiter verschlechtert – doch Macabéa verzweifelt nicht. Sie ist eine von vielen Millionen gutwilliger Menschen, die diesen Planeten in Umständen bewohnen, die man als ihrer unwürdig zu bezeichnen hat. Suzana Amaral lernte einige von ihnen kennen, als sie ein TV-Feature über Arbeiterinnen in São Paulo machte, und erkannte sie wieder in den Schriften der großen (gebürtigen Ukrainerin) Clarice Lispector, deren gleichnamigen Klassiker über die Sehnsüchte der Ausgebeuteten sie hier adaptierte. Man sollte sich hüten, Macabéas Geschichte allein als proletarische zu lesen. (O.M.) 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Elle s'appelle Sabine (Ihr Name ist Sabine) - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Elle s'appelle Sabine (Ihr Name ist Sabine) ---- Sandrine Bonnaire, FR 2007; Drehbuch, Kamera: Sandrine Bonnaire, Catherine Cabrol; Schnitt: Svetlana Vaynblat; Musik: Jefferson Lembeye, Nicola Piovani; mit: Sabine Bonnaire, Sandrine Bonnaire. 35mm, Farbe, 85 min. Französisch mit dt. UT ---- ' ---- Die frühen 1990er: Sabine Bonnaire spielt Klavier und reist mit ihrer Schwester Sandrine nach New York. Dass sie in das Spektrum der Neurodiversität fällt, merkt man der jungen Frau nur wenig an. Doch als sich die Familienverhältnisse verändern – die Schwestern ziehen aus, die Mutter und Sabine ziehen um –, verschlechtert sich Sabines Zustand. Sie wird gewalttätig und kommt in die Psychiatrie. Mit fatalen Folgen: Unter schwerer Medikation verliert sie viele ihrer Fähigkeiten. Die französische Schauspielerin Sandrine Bonnaire macht mit ihrem Regiedebüt die Geschichte ihrer autistischen Schwester publik. Ausgehend von Sabines aktuellem Leben – sie hat in einer betreuten WG einen guten Platz gefunden – blickt Bonnaire in ihrer Doku anhand von Homevideos zurück, thematisiert ihre komplexen Gefühle und prangert das institutionelle Versagen in der Versorgung autistischer Menschen an. (S.Z.) 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Y'aura t'il de la neige à Noël? (Gibt es zu Weihnachten Schnee?) - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Y'aura t'il de la neige à Noël? (Gibt es zu Weihnachten Schnee?) ---- Sandrine Veysset, FR 1996; Drehbuch: Sandrine Veysset, Antoinette de Robien; Kamera: Hélène Louvart; Schnitt: Nelly Quettier; Musik: Henri Ancilotti; Darsteller*innen: Dominique Reymond, Daniel Duval, Jessica Martinez, Alexandre Roger, Xavier Colonna. 35mm, Farbe, 90 min. Französisch mit dt. UT ---- ' ---- Im Mittelpunkt von Sandrine Veyssets Erstlingswerk steht eine Bäuerin, die mit ihren sieben Kindern auf einem Hof im Süden Frankreichs lebt. Der Rhythmus ihres Alltags ist von den Jahreszeiten und der fordernden Feldarbeit bestimmt. Wenn der oft abwesende und auf einem anderen Bauernhof verheiratete Vater die Ernte abholen kommt, behandelt er seine Zweitfamilie wie Leibeigene und ist gewalttätig. Die Mutter stellt sich schützend vor ihre Kinder und versucht, ihnen zumindest Anklänge von Unbeschwertheit und Schönheit zu vermitteln. Mit ihrem preisgekrönten Debüt Y'aura t'il de la neige à Noël? etablierte sich Veysset 1996 als eine der Hoffnungsträgerinnen im französischen Autor*innenfilm. Ihre bestechende Fusion von brüsker, realistischer Schilderung des armen Landlebens und traumhafter, poetischer Qualität verriet eine spezielle Handschrift, die sich auch in den Nachfolgearbeiten zeigte. (C.H./A.P.) 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Il est plus facile pour un chameau ... (Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr) - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Il est plus facile pour un chameau ...'(Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr) ---- Valeria Bruni Tedeschi, FR/IT 2003; Drehbuch: Noémie Lvovsky, Agnès de Sacy, Valeria Bruni Tedeschi; Kamera: Jeanne Lapoirie; Schnitt: Anne Weil; Darsteller*innen: Valeria Bruni Tedeschi, Chiara Mastroianni, Jean-Hugues Anglade, Denis Podalydès, Marysa Borini, Roberto Herlitzka. 35mm, Farbe, 110 min. Französisch mit dt. UT ---- ' ---- "Sie müssen für den Rest Ihres Lebens 43.000 Euro pro Tag ausgeben", rechnet eine Notarin Federica ihr Erbe vor, das diese loszuwerden überlegt, um sich von ihren Schuldgefühlen zu befreien. Die Mitdreißigerin, die ihre Kindheit in Italien verbracht hat, bevor die fünfköpfige Fabrikantenfamilie aufgrund von Kidnapping-Sorgen nach Paris umzog, hat das Gefühl, nicht atmen zu können. Ihre Karriere als Dramatikerin ist überschaubar, ihr Freund, Sohn eines Fabrikarbeiters, stets übel gelaunt, ihre Schwester hasst sie, ihre Mutter steht kühl über allem, und ihr Vater liegt im Sterben. Das autobiografisch unterfütterte, melancholisch-komische Regiedebüt der Schauspielerin Valeria Bruni Tedeschi gemahnt an Werke Woody Allens (den Psychoanalytiker ersetzt hier ein Priester). Mit seinen Tagtraum-, Kindheitserinnerungs- und Animationssequenzen entwickelt es eine charmant-quirlige Atmosphäre. (S.Z.) 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Clerks - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Clerks ---- Kevin Smith, US 1994; Drehbuch: Kevin Smith; Kamera: David Klein; Schnitt: Scott Mosier, Kevin Smith; Darsteller*innen: Brian O'Halloran, Jeff Anderson, Marilyn Ghigliotti, Lisa Spoonauer, Jason Mewes. 35mm, sw, 91 min. Englisch mit dt. UT ---- ' ---- Ein Tag im Leben zweier Angestellter. Dante (Brian O'Halloran), Verkäufer in einer Greißlerei in New Jersey, ist müde, gelangweilt und unterbezahlt. Randal (Jeff Anderson) vom Videoverleih nebenan hilft tatkräftig mit, dass Dante sämtliche Höllenkreise durchschreiten wird. Die Sexualpolitik des Films ist so zweifelhaft wie die Darstellung männlicher Freundschaft: Dante ist zwar ein sexbesessener Idiot, aber im Vergleich zu Randal wirkt er wie ein sensibler, fast liebenswerter Faulpelz. Allein wegen seiner obszönen Sprache als nicht jugendfrei klassifiziert, wurde die derbe Schwarzweiß-Komödie aufgrund von Schnoddrigkeit und respektlosem Humor zum Überraschungshit. Mit seinem Low-Budget-Erstling legte Kevin Smith den Grundstein für ein Universum, in dem die Charaktere von Clerks mittlerweile zwei Fortsetzungen, drei Vorgeschichten, zahlreiche Comichefte und etliche Videospiele bevölkern. (T.W.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | A Clockwork Orange - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: A Clockwork Orange ---- Stanley Kubrick, GB/US 1971; Drehbuch: Stanley Kubrick nach dem Roman von Anthony Burgess; Kamera: John Alcott; Schnitt: Bill Butler; Musik: Wendy Carlos; Darsteller*innen: Malcolm McDowell, Patrick Magee, Michael Bates, Warren Clarke, Adrienne Corri. 35mm, Farbe, 136 min. Englisch ---- ' ---- Alex DeLarge, jugendlicher Gewalttäter, auf dem ultrabrutalen Trip. Nachts die Runde machen, vergewaltigen, prügeln, morden. Bis er von seinen Gang-Mitgliedern hintergangen wird, im Gefängnis landet und für die "Ludovico"-Therapie auserwählt wird: Konditionierung mit Gewaltfilmen, so lange, bis Alex auf Aggressionsanzeichen mit Übelkeit reagiert. Er ist "geheilt", weil er aufgehört hat, ein Mensch mit Persönlichkeit zu sein. Er ist ein Uhrwerk, eine Orange. Ein kontroverses, satirisches Virtuosenstück, Reise in zwei Teilen – von den grellen Adrenalinattacken in die klinische, stumpfe "Normalität" – aus der Sicht der Bestie Mensch. Luis Buñuel: "Mein Lieblingsfilm ist A Clockwork Orange. Ich war in hohem Maße gegen diesen Film voreingenommen, aber nachdem ich ihn gesehen hatte, wurde mir klar, dass es sich um den einzigen Film handelt, der zeigt, was die moderne Welt wirklich bedeutet." (C.H.) ---- ' ---- Einführung von Christoph Huber am 16.6.2026 ---- ' ---- Courtesy George Eastman Museum 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Beautiful Thing - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Beautiful Thing ---- Hettie MacDonald, GB 1996; Drehbuch: Jonathan Harvey nach seinem Theaterstück; Kamera: Chris Seager; Schnitt: Don Fairservice; Musik: John Altman; Darsteller*innen: Glen Berry, Linda Henry, Scott Neal, Tameka Empson, Ben Daniels. 35mm, Farbe, 92 min. Englisch mit dt. UT ---- ' ---- Gedacht als Stadt für das 21. Jahrhundert diente der brutalistische Sozialbau Thamesmead in London bereits Stanley Kubrick als Kulisse für A Clockwork Orange. 25 Jahre später inszeniert Hettie MacDonald in denselben grauen Stiegenhäusern und Verbindungsgängen den auf einem Theaterstück basierenden Coming-of-Age-Film Beautiful Thing. Allerdings in der bunten, hoffnungsvollen Stimmung der 1990er Jahre. Es ist flirrend heiß: Jamie verbirgt seine Homosexualität, seine alleinerziehende Mutter, eine Göttin der Schlagfertigkeit, träumt vom eigenen Pub. Als der Nachbarsjunge Ste von seinem Bruder brutal zusammengeschlagen wird, nimmt sie ihn auf und quartiert ihn in Jamies Zimmer ein. Beautiful Thing ist voll pointierter Dialoge und die exzentrischen Nebenfiguren wie Leah, die (drogeninduziert oder aus schierer Langeweile) glaubt, Mama Cass zu sein, halten dieses Dokument über Homosexualität und Vorurteile zeitlos. (A.K.L.) 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Me and You and Everyone We Know - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Me and You and Everyone We Know ---- Miranda July, US/GB/JP 2005; Drehbuch: Miranda July; Kamera: Chuy Chávez; Schnitt: Andrew Dickler, Charles Ireland; Musik: Michael Andrews; Darsteller*innen: John Hawkes, Miranda July, Miles Thompson, Brandon Ratcliff, Carlie Westerman, Hector Elias. 35mm, Farbe, 85 min. Englisch mit dt. UT ---- ' ---- "Can we do this without any theatrics", sagt eine Frau, während sie Kisten packt. Im nächsten Moment rennt ihr Ex-Mann mit Feuerzeugbenzin aus dem Haus und zündet sich vor dem Fenster der beiden Söhne die Hand an. Leuchtender Auftakt zu einem Film über Es-ist-kompliziert-Beziehungen im 21. Jahrhundert. Durch Miranda Julys Blick ist eine Selbstverbrennung mehr skurril als dramatisch. Sie selbst spielt eine Künstlerin und Taxifahrerin, die im Schuhverkäufer mit der bandagierten Hand ihr Love Interest sieht. Weiteres Personal des Films: ein zur Karikatur stilisiertes Kuratorin-und-Assistentin-Duo sowie ein Goldfisch im Plastiksackerl. Julys Kunst kreist um das vertraute Paradoxon der Sehnsucht nach Nähe bei gleichzeitiger Angst davor. Ihre Charaktere sind verschroben und bereits in ihrem Debüt relatable für "Me and you and everyone we know", als dieses Wort noch kein Jugendwort im deutschen Sprachraum war. (A.K.L.) 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Tout est pardonné (All Is Forgiven) - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Tout est pardonné (All Is Forgiven) ---- Mia Hansen-Løve, FR 2007; Drehbuch: Mia Hansen-Løve; Kamera: Pascal Auffray; Schnitt: Marion Monnier; Darsteller*innen: Paul Blain, Marie-Christine Friedrich, Victoire Rousseau, Constance Rousseau, Carole Franck. 35mm, Farbe, 103 min. Französisch/Deutsch mit dt./franz. UT ---- ' ---- Ein Partner und Vater wie aus dem Bilderbuch ist Victor nicht. Zwar spielt er liebevoll mit seiner sechsjährigen Tochter Pamela, doch seine Partnerin Annette bemerkt wiederholt, dass er schon um elf Uhr vormittags zu trinken beginnt. Das ungleiche Paar – sie ist eine berufstätige Wienerin aus gutbürgerlichen Verhältnissen, er ist Franzose und versucht sich wenig erfolgreich als Schriftsteller – zieht von Wien nach Paris. Hier verschlechtert sich die Situation, die bereits zuvor Thema war: Victor rutscht in die Drogensucht. Bereits in ihrem Spielfilmerstling zeigt sich die Handschrift der französischen Regisseurin Mia Hansen-Løve: Sie entwirft und betrachtet Beziehungsgefüge in ihren Werken auf sanfte und genaue Weise, aber mit einer gewissen emotionalen Distanz, die jede Rührseligkeit oder tragische Ergriffenheit ausschließt. Ihre Figuren bleiben ein Stück weit privat und behalten ihre Geheimnisse für sich. (S.Z.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | The Shining - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: The Shining ---- Stanley Kubrick, GB/US 1980; Drehbuch: Stanley Kubrick, Diane Johnson nach dem Roman von Stephen King; Kamera: John Alcott; Schnitt: Ray Lovejoy; Musik: Wendy Carlos, Rachel Elkind; Darsteller*innen: Jack Nicholson, Shelley Duvall, Danny Lloyd, Scatman Crothers, Joe Turkel. 35mm, Farbe, 144 min. Englisch ---- ' ---- Jack Nicholson als archetypischer Kubrick-Held – Gefangener einer riesigen, gleichgültigen Maschinerie. Hier: ein modernes Geisterhaus, das nur Unbehaustheit verspricht. Dieses Overlook-Hotel soll der Mann einen Winter lang verwalten, doch er verliert sich rasch in den Labyrinthen des Orts und seines eigenen, zunehmend derangierten Geists: ein All-American Dad, der seine Familie mit der Axt attackiert. Stanley Kubricks Versuch über das Genre nach einer Vorlage von Stephen King ist eine völlig eigenständige Vision, was zur anfangs eher verhaltenen Aufnahme des Films beitrug. Bestand hat The Shining aber nicht nur als schaurig-eisiger (Selbst-)Auslöschungstrip, sondern auch als faszinierender Meta-Film zum unergründlichen Wesen des Kino-Schreckens: Wir zeigen die ursprüngliche US-Fassung (die Exportversion wurde vom Regisseur um mehr als zwanzig Minuten gekürzt), in der das Kubrick-Bezugssystem noch reicher ist. (C.H.) ---- ' ---- Einführung von Christoph Huber am 18.6.2026 ---- ' ---- Courtesy George Eastman Museum 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Persepolis - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Persepolis ---- Vincent Paronnaud, Marianne Satrapi, FR 2007; Drehbuch: Marianne Satrapi, Vincent Paronnaud; Schnitt: François Nabos, Stéphane Roche; Musik: Olivier Bernet; Stimmen: Chiara Mastroianni, Catherine Deneuve, Danielle Darrieux, Simon Abkarian, Gabrielle Lopes Benites, François Jerosme. 35mm, Farbe und sw, 96 min. Französisch mit dt. UT ---- ' ---- Teheran, 1978. Die achtjährige Marjane träumt davon, als zukünftige Prophetin die Welt zu retten. Sie wächst bei fortschrittlichen Eltern und einer liebevollen Großmutter auf, an deren Seite sie den Sturz des brutalen Regimes des Schahs hautnah miterlebt. Die Gründung der neuen Islamischen Republik läutet eine Ära der Revolutionsgarden ein, die das Verhalten der Bevölkerung gewaltsam überwachen. Marjane muss nun ihren Kopf bedecken, was ihre Träume von der Revolution noch befeuert. Während des Iran-Irak-Kriegs fallen Bomben auf die Stadt, es kommt zu Versorgungsengpässen, Menschen verschwinden und die Unterdrückung verschärft sich von Tag zu Tag. Als Marjane immer rebellischer wird, schicken ihre Eltern sie nach Österreich, wo sie im Alter von 14 Jahren eine ganz andere "Revolution" entdeckt: Pubertät, Freiheit und Liebe, aber auch den bitteren Geschmack des Lebens in einem fremden Land. Basierend auf der gleichnamigen autobiografischen Graphic Novel von Marianne Satrapi wurde Persepolis vielfach ausgezeichnet, u.a. 2007 bei den Filmfestspielen von Cannes mit dem Sonderpreis, und erhielt eine Oscar-Nominierung als bester Animationsfilm. (T.A.) ---- ' ---- Freier Eintritt für Mitglieder am 30.5.2026 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | 2001: A Space Odyssey - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: 2001: A Space Odyssey ---- Stanley Kubrick, GB/US 1968; Drehbuch: Stanley Kubrick, Arthur C. Clarke nach Clarks Kurzgeschichte The Sentinel; Kamera: Geoffrey Unsworth; Schnitt: Ray Lovejoy; Darsteller*innen: Keir Dullea, Gary Lockwood, William Sylvester, Douglas Rain (Stimme von HAL 9000). 35mm, Farbe, 146 min. Englisch ---- ' ---- Ein monumentaler Einschnitt ins System Erzählkino, ein wogender Bilderreigen, der für weniger als ein Drittel seiner Laufzeit Worte benötigt: Kubrick erneuert die Filmtechnik, um die Filmsprache zu erneuern, um das Genre Science-Fiction einem endgültigen Testlauf zu unterziehen. In fünf Abschnitten, vom Affenmenschen bis zur posthumanen Zivilisation, erzählt er die Reise des Menschen zu den Sternen als Suche nach dem Selbst, das ihm durch die eigenen technologischen Errungenschaften verstellt wurde: Raumschiffe tanzen Walzer, Computer singen beim Sterben herzzerreißend Kinderlieder, und dazwischen warten die kaum Lebenden in klinischen Innenräumen auf den Tod oder auf den ultimativen head trip durchs psychedelische Sternentor. Eine Zukunftsvision von eisiger Kälte und bezwingender Imaginationskraft, die ihrer düsteren Utopie die Hoffnung aufs Unvorstellbare entgegensetzt. Die letzten Worte vor der Ewigkeit: "It's a total mystery." (C.H.) ---- ' ---- Courtesy George Eastman Museum 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Permanent Vacation - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Permanent Vacation ---- Jim Jarmusch, US 1980; Drehbuch, Schnitt: Jim Jarmusch; Kamera: Tom DiCillo, James A. Lebovitz; Musik: Jim Jarmusch, John Lurie; Darsteller*innen: Leila Gastil, John Lurie, Richard Boes, Maria Duval, Ruth Bolton. 35mm, Farbe, 75 min. Englisch mit dt. UT ---- ' ---- Allie, vielleicht 16, treibt durch die Tage und Straßen der Lower East Side, ziellos, wohin die Stunden ihn bringen. Die Mutter ist in der Psychiatrie, der Vater weg, wohin – egal. Der Flaneur without a cause trifft auf seinen Runden so manch eigenwillige Gestalt, hört seltsame Geschichten: Da ist der Vietnamveteran, der glaubt, nein: weiß, dass der Krieg noch nicht zu Ende ist; ein Typ, der verrückte Theorien über Charlie Parker und den Doppler-Effekt zum Besten gibt; die Popcornverkäuferin, die sich an einen Film erinnert, in dem Inuit-Jungs am Leben gehalten, die Mädchen aber mit Schnee erstickt werden; und schließlich ist da noch ein Franzose, der in New York sein Babylon finden will. Jarmuschs erster und nahezu bester Film: Nouveau Lost Generation-Kino, ein bisschen breit und sehr somnambul, Shadows von Cassavetes vor Augen, den No Wave-Beat im Blut. (O.M.) 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Chocolat (Verbotene Sehnsucht) - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Chocolat (Verbotene Sehnsucht) ---- Claire Denis, FR/DE/CM 1988; Drehbuch: Claire Denis, Jean-Pol Fargeau; Kamera: Robert Alazraki; Schnitt: Claudine Merlin; Musik: Abdullah Ibrahim; Darsteller*innen: Isaach de Bankolé, Giúlia Boschi, François Cluzet, Mireille Perrier, Jacques Denis. 35mm, Farbe, 105 min. Französisch mit engl. UT ---- ' ---- Das erstaunliche Debüt von Claire Denis, der großen modernen Lyrikerin des Gegenwartskinos: ein semi-autobiografischer Spielfilm über eine Französin namens France, die sich an ihre Kindheit in den 1950er Jahren erinnert. Als Tochter eines Kolonialoffiziers in Kamerun wird sie von einem Schwarzen Diener namens Protée erzogen. Chocolat zeigt die außerordentlichen Qualitäten von Denis' Kino wie in einer Nussschale: den musikalischen Aufbau, das Insistieren auf subtil akkumulierten Stimmungen und die eigenwillig gebrochene Psychologie der Charaktere. Ein postkolonialer, melancholischer Entwurf über unausgesprochene Gefühle und Machtverhältnisse, vorgetragen im schlendernden Rhythmus des Lebens in einem verlassenen Winkel Afrikas. Eine Inschrift: "Dieses Haus ist das letzte Haus der Welt." (C.H.) ---- ' ---- Freier Eintritt für Mitglieder am 30.5.2026 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Barry Lyndon - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Barry Lyndon ---- Stanley Kubrick, GB/US 1975; Drehbuch: Stanley Kubrick nach dem Roman The Luck of Barry Lyndon von William M. Thackeray; Kamera: John Alcott; Schnitt: Tony Lawson; Darsteller*innen: Ryan O'Neal, Marisa Berenson, Hardy Krüger, Steven Berkoff. 35mm, Farbe, 184 min. Englisch ---- ' ---- Ryan O'Neal als ehrgeiziger irischer Abenteurer, der es vom Dasein als Militärdeserteur und Spieler durch die Heirat mit der wohlhabenden Lady Lyndon (Marisa Berenson) schließlich zum Leben in luxuriösem Überfluss bringt. Aus Thackerays schelmischer Satire über einen Lebemann des 18. Jahrhunderts schuf Kubrick einen der visuell opulentesten Filme aller Zeiten, der mehrfach oscarprämiert wurde. Er entfaltet ein historisches Panorama mit einem Ausmaß an Akkuratesse, Akribie und abenteuerlicher Schönheit, das im Kino kaum Parallelen hat. Tatsächlich entzieht sich die Geschichte vom Aufstieg und Fall des Barry Lyndon den üblichen Kategorien in einer viel tieferen Dimension. Nichts bietet Halt in diesem betörend und durchdringend kalt inszenierten Film, in dem die Genregrenzen Fallgruben, die Schlachten Gemetzel, die Duelle Orgien der Lächerlichkeit und die zurückweichenden Kamerafahrten Chiffren der Entzauberung und des Untergangs sind. (J.M./H.T.) ---- ' ---- Einführung von Christoph Huber am 10.6.2026 ---- ' ---- Courtesy George Eastman Museum 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Langsamer Sommer - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Langsamer Sommer ---- John Cook, Susanne Schett (Mitarbeit), AT 1976; Drehbuch, Kamera: Helmut Boselmann, John Cook, Michael Pilz; Schnitt: John Cook, Susanne Schett; Musik: Mathias Rüegg; Darsteller*innen: John Cook, Helmut Boselmann, Eva Grimm, Hilde Pilz, Michael Pilz. 35mm, sw, 86 min. Deutsch ---- ' ---- John Cook, ein kanadischer Modefotograf, den es Ende der 1960er nach Wien verschlagen hatte, brachte mit seinen vier Filmen, die zwischen 1972 und 1982 entstanden, eine Ahnung jener Erneuerungsbewegungen des Kinos nach Österreich, die andere europäische Länder in den Jahrzehnten davor ungleich heftiger heimgesucht hatten. Sein Langfilmdebüt Langsamer Sommer, produziert von Michael Pilz und mit minimalem Budget auf Super 8 gedreht (später wurde ein 35mm-Blow-up angefertigt), positioniert sich nahe am "wirklichen" Leben seiner Protagonist*innen, einer lose zusammengewürfelten Wiener Bohème, und an ihrem vom Müßiggang und ziellosen Driften bestimmten Alltag. Dokumentarisch und durch ein Film-im-Film-Szenario zugleich als Konstruktion erkennbar, reihen sich Situationen eines Sommers aneinander, die vor allem von lntensitäten (jener der Figuren, aber auch der Stimmungen eines Tages) bestimmt sind. Es geht um nichts und dann doch um alles: um ein Zeitbild, um die Reflexion des eigenen Seelenzustands, der sich fortlaufend wandelt, und wie nebenbei auch um ein Bild der Stadt, ihres im Gassenwerk versteckten Lebens. (D.K.) 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Storm Center - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Storm Center ---- Daniel Taradash, US 1956; Drehbuch: Daniel Taradash, Elick Moll; Kamera: Burnett Guffey; Schnitt: William A. Lyon; Musik: George Duning; Darsteller*innen: Bette Davis, Brian Keith, Kim Hunter, Paul Kelly, Joe Mantell. 35mm, sw, 85 min. Englisch ---- ' ---- Alicia Hull leitet die Bücherei einer US-Kleinstadt in den 1950ern mit Leib und Seele. Eine tiefe Freundschaft pflegt sie zum elfjährigen Freddie. Doch als sie sich der Anordnung des Stadtrats widersetzt, das Buch The Communist Dream aus dem Regal zu nehmen – nicht, weil sie es schätzte, sondern weil sie Zensur ablehnt –, verliert sie ihren Job. Von den Stadtbewohner*innen geschnitten, die sie für eine "Red" halten, leidet Alicia still und aufrecht, während mit Freddie eine tragische Veränderung geschieht. Die einzige Regiearbeit des Drehbuchautors Daniel Taradash erschien gegen Ende der McCarthy-Ära, die sie gleichnishaft spiegelt. Glänzend sind die Dialoge: Der Hardliner im Stadtrat wirft Alicia vor, früher Mitglied linker Organisationen gewesen zu sein. "Sie müssen an manche ihrer Ideen geglaubt haben!" "Nein! Sie glaubten an manche von meinen!", gibt Alicia (groß: Bette Davis) zurück. (S.Z.) ---- ' ---- Einführung von Christoph Huber am 22.6.2026 
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LOCATION: Filmmuseum - Augustinerstraße 1, 1010 Wien (im Gebäude der Albertina)
SUMMARY: Regiedebüts II | Before the Rain (Pred doždot) - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Before the Rain (Pred doždot) ---- Milčo Mančevski, MK/GB/FR 1994; Drehbuch: Milčo Mančevski; Kamera: Manuel Teran; Schnitt: Nicolas Guster; Musik: Anastasia (Goran Trajkoski, Klime Kovaceski, Zlatko Origjanski, Zoran Spasovski); Darsteller*innen: Katrin Cartlidge, Rade Šerbedžija, Grégoire Colin, Labina Mitevska. 35mm, Farbe, 113 min. Albanisch/Mazedonisch/Englisch mit dt. UT ---- ' ---- Heute ist das Kirchlein am Ohridsee, mit dem Milčo Mančevski seinen Film über Rache und Blutzoll am Ende des Jugoslawienkrieges eröffnet, einer von "100 Places that will change your life" und ziert das Cover von National Geographic. 1994 schickt Mančevski in Before the Rain den Kriegsfotografen Aleksander aus London in seine nordmazedonische Heimat, wo sein Pulitzerpreis, als "Putzila" verballhornt, nichts wert ist. Ein Mädchen soll einen Schäfer getötet haben. Um dieses Mädchen und den unter Schweigegelübde stehenden Mönch, der es versteckt, entspinnt sich ein Thriller, aus dem sich Aleksander nicht neutral herausfotografieren kann. Allein die Tatsache, dass er nicht mehr raucht, macht ihn hochverdächtig. Sein Debüt, bis heute Mančevskis größter Erfolg (Goldener Löwe in Venedig), erzählt in drei Teilen, einer kreisförmigen Dramaturgie und unter der Spannung eines nahenden Gewitters von einem nur mit roher Gewalt lösbaren Knoten. (A.K.L.) ---- ' ---- In Kooperation mit dem Kulturverein Wer schaut denn da – Ko to tamo gleda 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Head - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Head ---- Bob Rafelson, US 1968; Drehbuch: Bob Rafelson, Jack Nicholson; Kamera: Michel Hugo; Schnitt: Michael Pozen, Monte Hellman; Musik: Ken Thorne; Darsteller*innen: Micky Dolenz, Davy Jones, Michael Nesmith, Peter Tork, Victor Mature, Annette Funicello, Timothy Carey. 35mm, Farbe, 85 min. Englisch ---- ' ---- Nachdem die NBC-Serie mit The Monkees nach nur zwei Staffeln nicht verlängert wurde, waren die vier Bandmitglieder offen für alles Neue, zudem bedeutete es 1968 mehr, auf der Straße zu protestieren, als vor dem Fernseher zu sitzen. Getragen von einem von Drogenkonsum geschwängerten Drehbuch Jack Nicholsons, das die vermeintliche Geschichte einer Band auf der Flucht erzählt und mit dokumentarischen Bildern aus dem Vietnamkrieg verwoben ist, war der Film zum Zeitpunkt seines Erscheinens ein veritabler Flop. Nichtsdestotrotz traf Bob Rafelson mit seinem Film den Nerv der Zeit und "dokumentierte" zugleich eine Gesellschaft im Umbruch: Er vermischte seinen versierten Blick auf die Hysterie rund um Pop- und Fankultur mit Bildern von aktuellen Kriegsverbrechen. Mit Head legte er dennoch den Grundstein für seine eigene und die Karriere von Jack Nicholson im Filmbusiness. Auch der Zeitpunkt war klug gewählt, denn die Geburtsstunde der New Hollywood-Ära stand kurz bevor. (E.S.) ---- ' ---- Einführung von Christoph Huber am 8.6.2026 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | 2001: A Space Odyssey - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: 2001: A Space Odyssey ---- Stanley Kubrick, GB/US 1968; Drehbuch: Stanley Kubrick, Arthur C. Clarke nach Clarks Kurzgeschichte The Sentinel; Kamera: Geoffrey Unsworth; Schnitt: Ray Lovejoy; Darsteller*innen: Keir Dullea, Gary Lockwood, William Sylvester, Douglas Rain (Stimme von HAL 9000). 35mm, Farbe, 146 min. Englisch ---- ' ---- Ein monumentaler Einschnitt ins System Erzählkino, ein wogender Bilderreigen, der für weniger als ein Drittel seiner Laufzeit Worte benötigt: Kubrick erneuert die Filmtechnik, um die Filmsprache zu erneuern, um das Genre Science-Fiction einem endgültigen Testlauf zu unterziehen. In fünf Abschnitten, vom Affenmenschen bis zur posthumanen Zivilisation, erzählt er die Reise des Menschen zu den Sternen als Suche nach dem Selbst, das ihm durch die eigenen technologischen Errungenschaften verstellt wurde: Raumschiffe tanzen Walzer, Computer singen beim Sterben herzzerreißend Kinderlieder, und dazwischen warten die kaum Lebenden in klinischen Innenräumen auf den Tod oder auf den ultimativen head trip durchs psychedelische Sternentor. Eine Zukunftsvision von eisiger Kälte und bezwingender Imaginationskraft, die ihrer düsteren Utopie die Hoffnung aufs Unvorstellbare entgegensetzt. Die letzten Worte vor der Ewigkeit: "It's a total mystery." (C.H.) ---- ' ---- Courtesy George Eastman Museum 
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SUMMARY: Filmpionierinnen | Die Praxis der Liebe - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Die Praxis der Liebe ---- VALIE EXPORT, AT/BRD 1985; Drehbuch: VALIE EXPORT; Kamera: Jürgen Schmidt-Reitwein; Schnitt: Juno Sylva Englander; Musik: Stephen Ferguson, Harry Sokal; Darsteller*innen: Adelheid Arndt, Rüdiger Vogler, Hagnot Elischka, Günther Nenning, Gary Indiana. 35mm, Farbe, 90 min. Deutsch mit engl. UT ---- ' ---- Eine engagierte Journalistin wird mit dem männlich dominierten Machtapparat in den Medien und der Politik konfrontiert: Ihre Recherchen werden nicht veröffentlicht und bleiben nur für sie selbst und ihr Privatleben relevant. Sie betreffen die Aufdeckung eines internationalen Waffenschmugglerrings, in den ihr Geliebter involviert ist (zeitgleich passierte die Noricum-Affäre in Österreich), und einen Beitrag über bezahlte Sexdienste. Videoüberwachungsbilder aus dem städtischen Raum sowie Foto- und Videokunstpassagen verstärken die düstere Stimmung im Wien der 1980er. EXPORT führt zudem eine grundsätzliche Diskrepanz vor: Weibliche Sexualität und heterosexuelle Erotik (die Hauptfigur hat zwei Liebhaber), verbunden mit einem intellektuellen Geist, führen zu energieraubenden Konflikten und herben Enttäuschungen. (B.B.U.) ---- ' ---- In Anwesenheit von VALIE EXPORT 
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SUMMARY: Filmpionierinnen | Werkstattgespräch mit VALIE EXPORT - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Werkstattgespräch mit VALIE EXPORT' ---- VALIE EXPORT übergibt im Jahr 2020 dem Österreichischen Filmmuseum ihr filmisches Werk als Schenkung. Sie ist dem Filmmuseum zu diesem Zeitpunkt bereits lange verbunden. 1969 ist die Künstlerin – als Gründungsmitglied der Austria Filmmakers Cooperative – Teil einer Protestaktion gegen die "autoritäre" Struktur und Programmpolitik des Hauses, gegen seinen "reaktionären Historizismus". Im Zeitraum zwischen diesen beiden Ereignissen, genauer, seit 1966, erschafft sie ein künstlerisches Werk von existenzieller Schlagkraft. 1967 wählt sie programmatisch einen Künstler*innennamen, der sie symbolisch von der ihr zugewiesenen Rolle als Frau in der Kunstwelt innerhalb einer männerdominierten Gesellschaft distanziert. In ihren Ausdrucksformen – darunter Zeichnung, konzeptuelle Fotografie, Installation, Skulptur, Performance – spielen Film und Video eine zentrale Rolle. Die Marke "EXPORT" steht für eine Kunst, die gesellschaftliche Bedingungen affektiv wahrnehmbar macht und ihre mediale Regulierung entsprechend kritisch reflektiert. EXPORTS Anspruch: durch Wahrnehmung Wirklichkeiten zu verändern. (K.M.) ---- ' ---- VALIE EXPORT im Gespräch mit Julia Pühringer, Filmkritikerin, Kuratorin und Initiatorin unserer Filmpionierinnen-Reihe, sowie Katharina Müller, Leiterin der Forschungs- und Vermittlungsabteilung des Österreichischen Filmmuseums und Mitherausgeberin des Buches How to Do Things with VALIE EXPORT (Spector Books, 2025). ---- ' ---- Das Gespräch findet bei freiem Eintritt statt, freiwilliger Solidarbeitrag (1 Euro) zugunsten der Aktion Kulturpass 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | Full Metal Jacket - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Full Metal Jacket ---- Stanley Kubrick, GB/US 1987; Drehbuch: Stanley Kubrick, Michael Herr, Gustav Hasford nach Hasfords Roman The Short-Timers; Kamera: Douglas Milsome; Schnitt: Martin Hunter; Musik: Vivian Kubrick; Darsteller*innen: Matthew Modine, Adam Baldwin, Vincent D'Onofrio, R. Lee Ermey, Arliss Howard, Dorian Harewood. 35mm, Farbe, 116 min. Englisch ---- ' ---- Parris Island, 1967: Im Ausbildungslager für den US Marine Corps treffen die neuen Rekruten ein. Vom ersten Moment an der demütigenden Willkür des Drill Sergeant unterworfen, werden sie auf das reduziert, was für den Kriegseinsatz in Vietnam von ihnen erwartet wird: auf das Töten um jeden Preis und den kompletten Verzicht auf Menschlichkeit und Moral. Alle großen Kriegsfilme zeigen den Krieg, indem sie die Frage stellen "Was ist der Mensch?". Alles, was an adoleszenten, amerikanischen Wesen männlichen Geschlechts an Stolz und Sensibilität, Verantwortung und Denken erinnern könnte, wird im "Trainings-Camp" gebrochen, verwüstet, annulliert. Die zur Tötungsgier umfunktionierte Libido wendet sich gegen den "Feind". Statt Dschungel oder exotischer Bauten: nichts als die enervierende Mondlandschaft des Krieges. Sinnloses Einschlagen der Geschoße ins Fleisch. (E.S./H.T.) ---- ' ---- Einführung von Christoph Huber am 25.6.2026 ---- ' ---- Courtesy George Eastman Museum 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Poison - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Poison ---- Todd Haynes, US 1991; Drehbuch: Todd Haynes frei nach Jean Genets Novellen; Kamera: Maryse Alberti; Schnitt: Todd Haynes, James Lyons; Musik: James Bennett; Darsteller*innen: Edith Meeks, Larry Maxwell, Susan Norman, James Lyons, John Leguizamo. 35mm, Farbe und sw, 85 min. Englisch mit dt. UT ---- ' ---- "The whole world is dying of panicky fright", verkündet eine Titelkarte zu Beginn von Haynes' Langfilmdebüt Poison, das die Atmosphäre der Verunsicherung auch in der Form weitergibt: Drei unabhängige Geschichten in völlig verschiedenen Stilen, durch den Schnitt so verwoben, dass gemeinsame Themen wie Entfremdung, Verfolgung, Abweichung und Monstrosität implizit hervortreten. Hero erzählt in Manier einer populistischen TV-Dokumentation von einem Siebenjährigen, der den Vater ermordet hat und verschwunden ist; Horror ist ein B-Picture-Pastiche über den Selbstversuch eines Wissenschaftlers, der den Sexualtrieb als Serum isolieren will; Homo ist eine schwule Gefängnisromanze, die Un chant d'amour, den einzigen Film von Haynes' Inspirationsquelle Jean Genet, beschwört. Formal wie inhaltlich die Kulmination des New Queer Cinema, dessen selbstbewusste und erfolgreiche Präsenz in diesem Film für Kontroversen sorgte. (C.H.) 
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SUMMARY: Regiedebüts II | A hora da estrela (Sternstunde) - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: A hora da estrela (Sternstunde) ---- Suzana Amaral, BR 1985; Drehbuch: Suzana Amaral, Alfredo Oroz nach dem Roman von Clarice Lispector; Kamera: Edgar Moura; Schnitt: Idê Lacreta; Musik: Marcus Vinicius; Darsteller*innen: Marcélia Cartaxo, Sônia Guedes, Umberto Magnani, José Dumont, Tamara Taxman, Fernanda Montenegro. 35mm, Farbe, 94 min. Portugiesisch mit engl. UT ---- ' ---- Macabéa weiß nicht viel von der Welt und den Dingen, die man gemeinhin für wichtig hält. Auch ihre Vorstellung vom Glück hat etwas erschütternd Schlichtes: Cola. So wundert es nicht, dass sich ihr Leben seit ihrem Umzug vom ruralen Nordosten Brasiliens nach São Paulo trotz gutem Start immer weiter verschlechtert – doch Macabéa verzweifelt nicht. Sie ist eine von vielen Millionen gutwilliger Menschen, die diesen Planeten in Umständen bewohnen, die man als ihrer unwürdig zu bezeichnen hat. Suzana Amaral lernte einige von ihnen kennen, als sie ein TV-Feature über Arbeiterinnen in São Paulo machte, und erkannte sie wieder in den Schriften der großen (gebürtigen Ukrainerin) Clarice Lispector, deren gleichnamigen Klassiker über die Sehnsüchte der Ausgebeuteten sie hier adaptierte. Man sollte sich hüten, Macabéas Geschichte allein als proletarische zu lesen. (O.M.) 
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SUMMARY: Kubrick, Clarke, Roemer | 2001: A Space Odyssey - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: 2001: A Space Odyssey ---- Stanley Kubrick, GB/US 1968; Drehbuch: Stanley Kubrick, Arthur C. Clarke nach Clarks Kurzgeschichte The Sentinel; Kamera: Geoffrey Unsworth; Schnitt: Ray Lovejoy; Darsteller*innen: Keir Dullea, Gary Lockwood, William Sylvester, Douglas Rain (Stimme von HAL 9000). 35mm, Farbe, 146 min. Englisch ---- ' ---- Ein monumentaler Einschnitt ins System Erzählkino, ein wogender Bilderreigen, der für weniger als ein Drittel seiner Laufzeit Worte benötigt: Kubrick erneuert die Filmtechnik, um die Filmsprache zu erneuern, um das Genre Science-Fiction einem endgültigen Testlauf zu unterziehen. In fünf Abschnitten, vom Affenmenschen bis zur posthumanen Zivilisation, erzählt er die Reise des Menschen zu den Sternen als Suche nach dem Selbst, das ihm durch die eigenen technologischen Errungenschaften verstellt wurde: Raumschiffe tanzen Walzer, Computer singen beim Sterben herzzerreißend Kinderlieder, und dazwischen warten die kaum Lebenden in klinischen Innenräumen auf den Tod oder auf den ultimativen head trip durchs psychedelische Sternentor. Eine Zukunftsvision von eisiger Kälte und bezwingender Imaginationskraft, die ihrer düsteren Utopie die Hoffnung aufs Unvorstellbare entgegensetzt. Die letzten Worte vor der Ewigkeit: "It's a total mystery." (C.H.) ---- ' ---- Courtesy George Eastman Museum 
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SUMMARY: Regiedebüts II | El Mariachi - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: El Mariachi ---- Robert Rodriguez, MX/US 1992; Drehbuch, Kamera, Schnitt: Robert Rodriguez; Musik: Nestor Fajardo; Darsteller*innen: Carlos Gallardo, Consuelo Gómez, Jaime de Hoyos, Peter Marquardt, Reinol Martínez. 35mm (Blow-up von 16mm), Farbe, 81 min. Spanisch mit dt. UT ---- ' ---- Die Geschichte des Films und seiner Verwertung könnten aus einem Groschenroman stammen: Ein reisender Musiker wird mit einem Verbrecher verwechselt und kann sich mit Hilfe einer Barbesitzerin vor der Bande verstecken, die ihm nach dem Leben trachtet. Ein Spielfilmdebüt, das weniger kostete als ein Studiodrehtag, war der Turbostart für eine Hollywoodkarriere. Filmkritiker, Regisseure und Produzenten liebten diese Parodie auf das klassische Western- und Actiongenre, dessen Konventionen Robert Rodriguez virtuos abklopft. 16mm-Handkamera, sprunghafte Zooms, Zeitlupen und Zeitraffer sorgen für rauen filmischen Stil, Amateurschauspieler*innen und eine reale Kleinstadt im Norden Mexikos (Ciudad Acuña) für lakonische Atmosphäre. Der Erfolg des Films hat nichts mit Perfektion zu tun, sondern mit der gekonnten Verschmelzung von unperfekten Elementen. (T.W.) 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Clerks - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Clerks ---- Kevin Smith, US 1994; Drehbuch: Kevin Smith; Kamera: David Klein; Schnitt: Scott Mosier, Kevin Smith; Darsteller*innen: Brian O'Halloran, Jeff Anderson, Marilyn Ghigliotti, Lisa Spoonauer, Jason Mewes. 35mm, sw, 91 min. Englisch mit dt. UT ---- ' ---- Ein Tag im Leben zweier Angestellter. Dante (Brian O'Halloran), Verkäufer in einer Greißlerei in New Jersey, ist müde, gelangweilt und unterbezahlt. Randal (Jeff Anderson) vom Videoverleih nebenan hilft tatkräftig mit, dass Dante sämtliche Höllenkreise durchschreiten wird. Die Sexualpolitik des Films ist so zweifelhaft wie die Darstellung männlicher Freundschaft: Dante ist zwar ein sexbesessener Idiot, aber im Vergleich zu Randal wirkt er wie ein sensibler, fast liebenswerter Faulpelz. Allein wegen seiner obszönen Sprache als nicht jugendfrei klassifiziert, wurde die derbe Schwarzweiß-Komödie aufgrund von Schnoddrigkeit und respektlosem Humor zum Überraschungshit. Mit seinem Low-Budget-Erstling legte Kevin Smith den Grundstein für ein Universum, in dem die Charaktere von Clerks mittlerweile zwei Fortsetzungen, drei Vorgeschichten, zahlreiche Comichefte und etliche Videospiele bevölkern. (T.W.) 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Me and You and Everyone We Know - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Me and You and Everyone We Know ---- Miranda July, US/GB/JP 2005; Drehbuch: Miranda July; Kamera: Chuy Chávez; Schnitt: Andrew Dickler, Charles Ireland; Musik: Michael Andrews; Darsteller*innen: John Hawkes, Miranda July, Miles Thompson, Brandon Ratcliff, Carlie Westerman, Hector Elias. 35mm, Farbe, 85 min. Englisch mit dt. UT ---- ' ---- "Can we do this without any theatrics", sagt eine Frau, während sie Kisten packt. Im nächsten Moment rennt ihr Ex-Mann mit Feuerzeugbenzin aus dem Haus und zündet sich vor dem Fenster der beiden Söhne die Hand an. Leuchtender Auftakt zu einem Film über Es-ist-kompliziert-Beziehungen im 21. Jahrhundert. Durch Miranda Julys Blick ist eine Selbstverbrennung mehr skurril als dramatisch. Sie selbst spielt eine Künstlerin und Taxifahrerin, die im Schuhverkäufer mit der bandagierten Hand ihr Love Interest sieht. Weiteres Personal des Films: ein zur Karikatur stilisiertes Kuratorin-und-Assistentin-Duo sowie ein Goldfisch im Plastiksackerl. Julys Kunst kreist um das vertraute Paradoxon der Sehnsucht nach Nähe bei gleichzeitiger Angst davor. Ihre Charaktere sind verschroben und bereits in ihrem Debüt relatable für "Me and you and everyone we know", als dieses Wort noch kein Jugendwort im deutschen Sprachraum war. (A.K.L.) 
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SUMMARY: Regiedebüts II | Tout est pardonné (All Is Forgiven) - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Tout est pardonné (All Is Forgiven) ---- Mia Hansen-Løve, FR 2007; Drehbuch: Mia Hansen-Løve; Kamera: Pascal Auffray; Schnitt: Marion Monnier; Darsteller*innen: Paul Blain, Marie-Christine Friedrich, Victoire Rousseau, Constance Rousseau, Carole Franck. 35mm, Farbe, 103 min. Französisch/Deutsch mit dt./franz. UT ---- ' ---- Ein Partner und Vater wie aus dem Bilderbuch ist Victor nicht. Zwar spielt er liebevoll mit seiner sechsjährigen Tochter Pamela, doch seine Partnerin Annette bemerkt wiederholt, dass er schon um elf Uhr vormittags zu trinken beginnt. Das ungleiche Paar – sie ist eine berufstätige Wienerin aus gutbürgerlichen Verhältnissen, er ist Franzose und versucht sich wenig erfolgreich als Schriftsteller – zieht von Wien nach Paris. Hier verschlechtert sich die Situation, die bereits zuvor Thema war: Victor rutscht in die Drogensucht. Bereits in ihrem Spielfilmerstling zeigt sich die Handschrift der französischen Regisseurin Mia Hansen-Løve: Sie entwirft und betrachtet Beziehungsgefüge in ihren Werken auf sanfte und genaue Weise, aber mit einer gewissen emotionalen Distanz, die jede Rührseligkeit oder tragische Ergriffenheit ausschließt. Ihre Figuren bleiben ein Stück weit privat und behalten ihre Geheimnisse für sich. (S.Z.) 
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SUMMARY: Filmmuseum macht Film | N'mav čez izaro / Objects in the rear mirror appear closer than they really are - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: N'mav čez izaro ---- Pia Wilma Wurzer, AT 2026, DCP, Farbe, 13 min. Deutsch mit engl. UTObjects in the rear mirror appear closer than they really are ---- Markus Maicher, AT 2025, Super 8, Farbe und sw, 62 min. Deutsch mit engl. UT ---- ' ---- N'mav čez izaro bedeutet aus dem slowenischen Dialekt übersetzt etwa "A bissl über'n See". Der Turnersee, dessen ursprünglicher Name Sablatnigsee ist, wurde in den 1920er Jahren vom SS-Mitglied Karl Hönck gekauft und umbenannt. In der Region um den See gibt es nur noch wenige Familien, die ihre Identität als Kärntner Slowen*innen sprachlich weitergeben. Doch das Verdrängte verschwindet nicht, es bleibt bestehen, wie der See selbst. Objects in the rear mirror appear closer than they really are ist ein Coming-of-Age-Roadmovie durch das Leben von vier Generationen: poetisch und fragmentarisch. Gedreht auf Super 8 und händisch entwickelt, entfaltet der Film ein Kaleidoskop an Bildern, das die Familiengeschichte anhand verschiedener medialer Dispositive reflektiert. Am Ende bleibt die Erkenntnis: Das Persönliche ist strukturell. ---- ' ---- In Anwesenheit der Filmemacher*innen ---- ' ---- Freie Sitzplatzwahl bei dieser Vorstellung 
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SUMMARY: Filmmuseum macht Film | A Story of Sahel Sounds - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: A Story of Sahel Sounds ---- neopan kollektiv (Florian Kläger, Tobias Adam, Markus Milcke), DE 2016; Musik: Talia, Tamkamba de Niamey, Mona, Hama, Fatou Seïdi Ghali, Les filles de Illighadad, Mdou Moctar, Mamman Sani, Etran de L'Aïr. DCP, Farbe, 82 min. Englisch/Französisch mit engl. UT ---- ' ---- Auf drei Kontinenten gedreht, gibt der Film Einblicke in Christopher Kirkleys Projekt "Sahel Sounds", das er als Blog, Schallplattenlabel und Plattform betreibt, um Kunst und Musik aus dem Sahel zu veröffentlichen, abseits der ausgetretenen Pfade des Mainstreams. Weder klassisches Porträt noch einfacher Musikdokumentarfilm: A Story of Sahel Sounds überwindet kulturelle und geografische Entfernungen, feiert Musikperformances aktueller Künstler*innen aus dem Niger und hinterfragt politische Strukturen. ---- ' ---- In Anwesenheit der Filmemacher*innen 
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SUMMARY: Filmmuseum macht Film | Memory Spaces / Amateuraufnahmen Wien, Frühjahr 1938  / Close Reading: ...  - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Memory Spaces ---- Rosa Andraschek, AT 2023; Kamera, Schnitt: Liam Noack; Stimme: Mira Knei-Paz. DCP, Farbe, 10 min. Englisch mit dt. UTAmateuraufnahmen Wien, Frühjahr 1938 ---- Walter Nitsche, AT 1938, DCP (von 9,5mm), sw, 10 min'Close Reading: Michaela Scharf kommentiert "Amateuraufnahmen Wien, Frühjahr 1938" ---- Stefanie Zingl, Michaela Scharf, AT 2024, DCP, sw, 41 min. Deutsch ---- ' ---- Dieses Programm nimmt die Geschichte in den Blick und gibt ihr eine Stimme (zurück). Memory Spaces beleuchtet die lange verdrängte Geschichte der jüdischen Zwangsarbeit im Granitsteinbruch Roggendorf/Pulkau. Die Bilder halten die (Un-)Sichtbarkeit der Vergangenheit dieses Ortes fest und werden von der Stimme der Zeitzeugin Mira Knei-Paz begleitet, deren Schwester Magda dort Zwangsarbeit leisten musste. Walter Nitsche war 20 Jahre alt und noch Schüler, als er das von NS-Propaganda und Gewalt geprägte Wien 1938 filmte. Historikerin Michaela Scharf und Archivarin Stefanie Zingl unterziehen das Amateurfilmmaterial einer detaillierten Analyse. ---- ' ---- In Anwesenheit der Filmemacher*innen 
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LOCATION: Filmmuseum - Augustinerstraße 1, 1010 Wien (im Gebäude der Albertina)
SUMMARY: Filmmuseum macht Film | Oceano Nox / Accelerando - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Oceano Nox ---- Georg Wasner, AT 2011; Musik: Chandrasekhar Ramakrishnan, Elaine Brennan. DCP, sw, 15 min. DeutschAccelerando ---- Georg Wasner, AT 2016; Stimme: Marisa Growaldt. DCP, Farbe und sw, 40 min. Deutsch ---- ' ---- Wie in seinem vorangegangenen Film Oceano Nox arbeitet Georg Wasner auch in Accelerando mit und an fremdem Material. Ging es in Oceano Nox noch um die aus der Re-Lektüre von Wochenschaumaterial zum Untergang der Titanic gewonnene Frage nach der "Unmittelbarkeit des Schauens und Angeschaut-Werdens" als eigentliche, jede filmgeschichtliche Entwicklungslogik außer Kraft setzende Triebfeder des Dokumentarischen, konfrontiert Wasner die Frage der Anschaulichkeit in Accelerando mit dem Feld des Politischen: Und zwar über einen Text des britischen Pazifisten und späteren Friedensnobelpreisträgers Norman Angell, der bereits 1909 die enge gedankliche Verbindung von militärischer Stärke und wirtschaftlicher Prosperität als "Europas optische Täuschung" (oder auch als "Die große Illusion") aufzulösen versuchte. (V.Ö.) ---- ' ---- Georg Wasner im Gespräch mit Vrääth Öhner 
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LOCATION: Filmmuseum - Augustinerstraße 1, 1010 Wien (im Gebäude der Albertina)
SUMMARY: Filmmuseum macht Film | Filmmuseum macht Film - Kurzfilmprogramm - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Kurzfilmprogramm ---- Peter, mit Posaune Cathleen Kayser, AT 2024, Super 8, sw, 3 min ---- Bialetti Cathleen Kayser, AT 2024, Super 8, Farbe, 3 min (oben links) ---- Ein Fest für Cindy Markus Zöchling, AT 1997, Super 8, Farbe, 3 min ---- Was sind alle Kornblumen der Welt gegen eine Berliner Blaufabrik Emil Tomasev, AT 2025, 16mm, Farbe, 6 min ---- Ricercar Emil Tomasev, AT 2026, 16mm, Farbe, 3 min ---- Bad News Leo Lunger, AT 2026, DCP, Farbe, 2 min ---- coming of Leo Lunger, AT 2026, DCP, Farbe, 1 min ---- Insects Trilogy Tom Waibel, AT 2020–23, DCP, Farbe, 4 min (oben rechts) ---- DIGITALOGUE 1–9 Tom Waibel, AT 2026, DCP, Farbe, 2 min ---- Hold Your Breath Mirjam Bromundt, AT/RSA 2014, DCP, Farbe, 1 min ---- Autostop Anna Högner, DE 2010, DCP, sw, 1 min (unten links) ---- Donau City Andrea Pollach, AT 2025, DCP (von Super 8), Farbe, 2 min (unten rechts) ---- Found Forest Andrea Pollach, AT 2025, DCP (von Super 8), sw, 3 min ---- 1440 Frames: Focus Puller Davorin Marc, Jurij Meden, Tara Najd Ahmadi, Filmvorführer*in, SI/US 2017, 35mm, Farbe, 1 min (18 Bilder/sek) ---- rooting fleur { } Nina Kern, AT 2023, DCP (von VHS), Farbe, 10 min ---- Diandlan Pia Wilma Wurzer, AT 2024, DCP, Farbe, 19 min. Deutsch ---- ' ---- Diese Filme – inszeniert, gedreht, von Hand entwickelt, geschnitten, gezeichnet oder gesungen von Mitarbeiter*innen Ihres Lieblingsfilmmuseums – bilden als Mikrokosmos ganz unterschiedlicher Herangehensweisen an das Kino ein einheitliches Ganzes. ---- ' ---- In Anwesenheit der Filmemacher*innen ---- ' ---- Freie Sitzplatzwahl bei dieser Vorstellung 
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LOCATION: Filmmuseum - Augustinerstraße 1, 1010 Wien (im Gebäude der Albertina)
SUMMARY: Filmmuseum macht Film | Bewegungsbild / Sag mir Mnemosyne / Blackstory - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Bewegungsbild ---- Michael Loebenstein, Martin Reinhart, Aki Beckmann, AT 2002, DCP, sw, 30 minSag mir Mnemosyne ---- Lisa Sperling, DE/GR/VA 2015; Drehbuch: Lisa Sperling; Kamera: Lisa Sperling, Florian Kläger; Schnitt: Florian Kläger; Stimme: Doris Margarete Schmidt. DCP, Farbe und sw, 55 min. Deutsch mit engl. UTBlackstory ---- Stefan Brunner, Christoph Brunner, AT 2012; Drehbuch: Kevin Lutz, Stefan Brunner, Christopher Brunner; Kamera: Robert Oberrainer; Schnitt: Karin Hammer, Christoph Brunner; Darsteller*innen: Stefanie Dvorak, Georg Friedrich, Raimund Wallisch. DCP, Farbe, 30 min. Deutsch ---- ' ---- Bewegungsbild wurde als Videoinstallation auf drei Bildschirmen über die Geschichte des Kinos produziert, im Auftrag des Technischen Museums Wien und dort ausgestellt. Erhalten blieb eine Single-Screen-Version. In Sag mir Mnemosyne begibt sich Regisseurin Lisa Sperling auf die Spuren ihres Großonkels, der Kameramann war. Gemeinsam mit ihrem Editor und Co-Kameramann Florian Kläger verwebt sie das alte Schwarzweißmaterial mit neuen Farbaufnahmen zu einem assoziativen Essay über Film als Erinnerungsträger. Rabenschwarzen Anspielungen auf die Kinogeschichte unternimmt der Thriller Blackstory mittels Split-Screens und schickt seine Protagonist*innen auf einen höllischen Trip zwischen Liebe und Tod. ---- ' ---- In Anwesenheit der Filmemacher*innen 
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SUMMARY: Filmmuseum macht Film | Atlantic35 / Sea, 4h, sailed - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Atlantic35 ---- Manfred Schwaba, AT 2015; Kamera: Barbara Mayer. 35mm, sw, 3 secSea, 4h, sailed ---- Manfred Schwaba, AT 2025, 16mm, Farbe, 240 min ---- ' ---- Drei Sekunden oder vier Stunden: Das ist die zeitliche Bandbreite von Manfred Schwabas Arbeiten in diesem Programm. Für Atlantic35 bat er eine Freundin, die ihren Urlaub am Atlantik verbrachte, mit seiner kleinen Halbformatkamera eine Rolle 35mm-Schwarzweißfilm zu belichten. 36 Fotos ergeben einen Augenblick Meer. Sea, 4h, sailed gibt sich der Dauer hin. Vier Stunden der Unendlichkeit des Meeres, gefilmt auf 16mm. Zwischen den Dreharbeiten auf dem Segelschiff und der Vorführung im Kino kam kein Computer zum Einsatz. Die analoge Filmentwicklung ermöglicht es, dieses Wahrnehmungsexperiment ohne jegliche digitale Zwischenbearbeitung zu erleben. ---- ' ---- In Anwesenheit von Manfred Schwaba 
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LOCATION: Filmmuseum - Augustinerstraße 1, 1010 Wien (im Gebäude der Albertina)
SUMMARY: Künstlerische Forschung | Filmerfahrung diesseits und jenseits des Verstandes - Stand 2026-05-13 15:23 
DESCRIPTION: Filmerfahrung diesseits und jenseits des Verstandes ---- "Hast du den Film schon gesehen?" Das ist eine häufig gestellte Frage, und dabei vergessen wir, dass Tonfilm aus einer Kombination aus Bild und Sound besteht und Ton ein dem Bild gleichwertiges Werkzeug darstellt. In einem Live-Experiment werden stumme Amateurfilme zum Klingen gebracht. Ausgehend von der Arbeit der Multimedia-Künstlerin Hanna Schimek, die in ihrem Werk wissenschaftliche Methoden an der Schnittstelle von Subjektivität, Zufall und Lückenhaftigkeit als "Spielregeln" einsetzt, tauchten Studierende der Theater-, Film- und Medienwissenschaft ein Semester lang in die Kinoerfahrung mit allen Sinnesorganen ein – und machten es als immersives Erlebnis begreiflich. Was passiert, wenn wir versuchen, Kino mit dem ganzen Körper zu erleben? (H.S./K.M./S.Z.) ----  ---- Mit Hanna Schimek ----  ---- Freier Eintritt 
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