Grauzone, 1979, Fredi M. Murer

Grauzone (1979)

Regie: Fredi M. Murer; Drehbuch: Fredi M. Murer, Ursula Bischof, Jean-Pierre Hoby, Adolf Muschg u.a.; Kamera: Hans Liechti; Musik: Mario Beretta, Beo Oertli; Darsteller: Giovanni Früh, Mathias Gnädinger, Janet Haufler, Walo Lüönd, Michael Massen. 35mm, sw, 99 min
 
Nach seinem außergewöhnlichen Dokumentarfilm über Bergbauern, Wir Bergler in den Bergen sind eigentlich nicht schuld, daß wir da sind (1974) stieg der Zürcher Filmemacher Fredi M. Murer hinunter in die Stadt, um einen grauen Stadtrand und dessen ängstliche Bewohner/innen zu filmen: Grauzone ist ein "fiktionaler Dokumentarfilm", geschrieben mit einer Reihe von Drehbuchautor/innen, u.a. Schriftsteller Adolf Muschg. In einem fantastischen Schwarz-Weiß inszeniert Murer ein junges Paar, das mit einer mysteriösen Epidemie konfrontiert wird, die die Regierung zu verbergen versucht: eine sehr kritische Beschreibung der urbanen Schweiz als komplett abgeschnitten von ihren Wurzeln. Grauzone ist eines der stärksten Werke über die Schweizer Kontrollgesellschaft und zugleich eine Vorwegnahme der aufrührerischen Bewegung von 1980 in Zürich (Züri brännt).
 
In Anwesenheit von FIAF-Präsident Frédéric Maire (Cinémathèque suisse) am 6.12.
 
Courtesy of Cinémathèque suisse

Freier Eintritt für Fördernde Mitglieder am 6.12.

Spieltermine:

Do 06.12.2018 20:30
(Schwyzerdütsch OmeU)