Entrée du cinématographe à Vienne, 1896, Cinématographe Lumière

Diagonale, Graz: "Ein anderes Land.
Fünf österreichische Filmgeschichten"

18. bis 23. März | Sonderschau

Die Diagonale und das Österreichische Filmmuseum präsentieren beim kommenden Festival in Graz eine gemeinsam entwickelte, fünfteilige Sonderschau. Die drei Worte im Namen der jubilierenden Institution werden dabei buchstäblich zum Programm – und zu einer Serie offener Fragen: Österreich? Film? Museum?

 

Der einzige Pool, in dem hier nach Filmen gefischt wird, ist jener des Museums selbst: einer Sammlung künstlerischer und zeitgeschichtlicher Bewegtbild-Dokumente, die 50 Jahre lang nach bestimmten Kriterien, aber auch dank vieler unvorhersehbarer Akquisitionen aufgebaut wurde. Logischerweise sind es Filme, die hier gesammelt wurden, aber welche grundsätzliche Vorstellung vom Medium Film drückt die "Kollektion Filmmuseum" am ehesten aus? Und was könnte die Idee von Österreich sein, die sich dabei herausfiltern lässt – aus einer Sammlung, die dezidiert nicht-nationalen Überlegungen folgt?

 
Kurz gesagt: Ist das, was der Dreifachfilter "Österreich. Film. Museum" auf der Grazer Kinoleinwand abwerfen wird, etwas ganz Fremdartiges – oder ist es genau so zwielichtig, glanzvoll, verkommen und endlos berückend wie das Land, in dem wir leben? Wie die Ausdrucksform Film, der wir unsere Arbeit widmen? Wie jenes zwischen Ideologie und Kritik pendelnde Bildungsinstrument, das sich Museum nennt?

 

Programm "Ein anderes Land" (PDF)

 

Die Projekte des Filmmuseums zum Jubiläum seines 50-jährigen Bestehens werden vom Österreichischen Filminstitut, von der Stadt Wien und vom Bundeskanzleramt Österreich gefördert.