No President, 1967-70, Jack Smith (© Jack Smith Archive / Courtesy Gladstone Gallery, New York and Brussels)

Horror and Fantasy at Midnight

Reefers of Technicolor Island / Jungle Island (1967) von Jack Smith; mit Mario Montez. Farbe, 20 min
Song for Rent (1969) von Jack Smith; mit Jack Smith, Rose Courtyard. Farbe, 7 min
No President (1967–70) von Jack Smith; mit Irving Rosenthal, Mario Montez, Jerry Sims, John Vaccaro, Tally Brown. s/w, 45 min
 
Der letzte von Smiths langen 16mm-Filmen war Ergebnis seines Kinoprogramms Horror and Fantasy at Midnight von 1967. Er verbindet selbst gedrehtes Material mit Found Footage, u. a. Wochenschauaufnahmen des Republikaner-Parteitags von 1940, auf dem Wendell Willkie zum Präsidentschaftskandidaten ernannt wurde. 1969 hatte der Film seine Kinopremiere als No President. Die Struktur wird von zwei Tableaus bestimmt. Im zweiten wird Willkie auf dem Sklavenmarkt verkauft – von einem Podest, das sein Vorbild in Arabian Nights hat. Auch Reefers of Technicolor Island entstammt dem Horror and Fantasy-Programm. Jonas Mekas verglich den Film mit „einer Marihuanapflanze, einer wunderbaren weißen Königin, deren Krone in den Himmel reicht“. Einmal kombiniert Smith dieses Material mit Bildern einer anderen „queen“ – Mario Montez, vermutlich am Strand von Florida aufgenommen. (J.H.)
 
Einführung J. Hoberman

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