Pink Flamingos

Maria Callas Porträt (1968)

Ein Film von Werner Schroeter. Farbe und s/w, 13 min

Pink Flamingos (1972)

Ein Film von John Waters; Darsteller: Divine, David Lochary, Mary Vivian Pearce, Mink Stole, Edith Massey, Cookie Mueller. Farbe, 106 min (Extended Version)
 
Wahlverwandtschaften – mitten im Kino der Diven. Werner Schroeter sah Ende der 1960er Jahre, bei den New American Cinema-­Präsentationen in Europa, auch die Filme von Jack Smith; in seinem Frühwerk ist dieser Einfluss deutlich spürbar. Zur gleichen Zeit importierte John Waters die Smithschen Exzesse nach Baltimore und erklomm zusammen mit dem grotesk übergewichtigen, sich halb hysterisch, halb manisch gerierenden Transvestiten Divine ein neues Plateau im Gebirge des Camp. Die Liebe wurde erwidert, und Smith notierte 1973 zu Pink Flamingos: „Queer? I think such antics seem virile and wholesome when compared with the unmanly ­activities of the publicity dykes of Atlantis seemingly bursting with film chatter who really are only pyorrheal piranhas.“ Waters hätte gewiss auch einen parodontosekranken Piranha besetzt, wenn er ihm über den Weg geschwommen wäre – ein Plastikhummer tat es freilich auch. Kult-Kintopp, der wirklich gelebt wurde. (R.H.)

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