Miracolo a Milano (Das Wunder von Mailand)

Miracolo a Milano (Das Wunder von Mailand) (1951)

Regie: Vittorio De Sica; Drehbuch: De Sica, Cesare Zavattini, Suso Cecchi D’Amico, Mario Chiari, Adolfo Franci nach Totò il buono von Zavattini; Kamera: G.R. Aldo; Musik: Alessandro Cicognini; Darsteller: Emma Gramatica, Francesco Golisano, Paolo Stoppa, Guglielmo Barnabò, Brunella Bovo. 35mm, s/w, 97 min

 
Der Surrealismus ist so etwas wie die weitgehend ignorierte andere Seite der Neorealismus-Medaille. Allein: Wenn man die Welt so konzentriert anschaut, wie es etwa Vittorio De Sica zu diesem Zeitpunkt tat, dann stellt sie sich einem manchmal als äußerst befremdlich dar. Und wenn man einmal damit lebt, wie bizarr die Wirklichkeit doch sein kann, dann beginnt man auch zu träumen. Und dann kommt man vielleicht auf Gestalten wie Totò, den in einem Kohlbeet Geborenen, der mit seinem Organisationsgeschick den Behausern einer Barackensiedlung jene Art von Mut macht, an die niemand mehr zu glauben wagte. Und daraus wiederum ward Miracolo a Milano geboren, der sich ob seiner Geistererscheinungen und magischen Tauben auch gut als Scharnier zwischen De Sicas La porta del cielo und Il giudizio universale betrachten lässt. Mit Elio Petri ist man am Ende geneigt zu sagen: Die Arbeiterklasse fährt auf ins Himmelreich. (O.M.)

 

Restaurierte Fassung der Cineteca Nazionale

Screening dates:

Sa 10.01.2015 20:30
(Ital. OmdU)
Do 22.01.2015 18:30
(Ital. OmdU)