I bambini ci guardano (Die Kinder beobachten uns)

I bambini ci guardano (Die Kinder beobachten uns) (1944)

Regie: Vittorio De Sica; Drehbuch: De Sica, Adolfo Franci, Gherardo Gherardi, Margherita Maglione, Cesare Zavattini nach Pricó von Cesare Giulio Viola; Kamera: Giuseppe Caracciolo, Romolo Garroni; Musik: Renzo Rossellini; Darsteller: Luciano De Ambrosis, Isa Pola, Emilio Cigoli. 35mm, s/w, 85 min

 
Der kleine Pricó muss mit ansehen, wie seine Familie zerfällt. Mutter Nina hat einen Liebhaber, Roberto, den sie noch aus früheren Zeiten kennt. Mit ihrem Gatten Andrea scheint sie sich nicht mehr wohl zu fühlen. Nina brennt mit Roberto durch, kehrt aber bald zurück, mehr um des Kindes willen, denn im Glauben an das eigene Glück. Als die Familie gemeinsam in den Urlaub fährt, taucht Roberto dort auf und gefährdet erneut das zerbrechliche Verhältnis zwischen Nina und Andrea. Als sie ihn wieder verlässt, verlässt ihn der Lebensmut. Eines der widerborstig-subversivsten Werke aus der Spätzeit des italienischen Faschismus: De Sica spricht über Gefühlsverwicklungen, d.h. offiziell unerwünschte zwischenmenschliche Vorgänge, indem er sie aus der Untersicht, der Perspektive eines Kindes erzählt. Aber so, dass sie für einen Erwachsenen in ihrer Komplexität durchschaubar und moralisch bewertbar sind. Das Ende ist alles andere als blank affirmativ. (O.M.)

 
Einführung von Olaf Möller am 11.1.

Screening dates:

So 11.01.2015 18:30
(Ital. OmeU)
Mi 28.01.2015 18:30
(Ital. OmeU)