M, 1931, Fritz Lang © Horst von Harbou – Deutsche Kinemathek

M (1931)

Regie: Fritz Lang; Drehbuch: Thea von Harbou, Lang; Kamera: Fritz Arno Wagner; Darsteller: Peter Lorre, Ellen Widmann, Inge Landgut, Gustav Gründgens, Paul Kemp, Theo Lingen. 35mm, s/w, 110 min Restaurierte Fassung 2000

 
Ein Schatten schleicht durch die Stadt: Ein Kindermörder versetzt die Bevölkerung in Hysterie und stört den Gang der Dinge, auch den reibungslosen Betrieb in der Welt der Verbrecher. Polizei wie Gangster machen sich auf die Jagd nach dem plumpen, hilflosen Wahnsinnigen mit der Kinderstimme. M war Fritz Langs erster Tonfilm und ein entscheidendes Ereignis in der Geschichte desselben: virtuos in der expressiven Verwendung des neuen Gestaltungsmittels Klang (als Erweiterung, nicht bloß Begleiterscheinung des Bildes) – und nicht minder virtuos in der geometrischen Anlage von Kadern, Architektur und Geschichte, die auf dem Weg zum unvermeidlichen Showdown mit höchster Präzision ineinander greifen. Im Zentrum der unerbittlichen Maschinerie: Peter Lorre, „gleichzeitig völlig unschuldig und absolut böse“ (Dave Kehr), in einer Darstellung, die so unsterblich war, dass er ihrem Schatten nie wieder entkommen konnte. (C.H.)

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