The Killers

The Killers (1964)

Regie: Don Siegel; Drehbuch: Gene L. Coon nach der Erzählung von Ernest Hemingway; Kamera: Richard L. Rawlings; Musik: John Williams; Darsteller: Lee Marvin, Angie Dickinson, John Cassavetes, Clu Gulager, Claude Akins, Ronald Reagan, Seymour Cassel. 35mm, Farbe, 94 min

 
Gnadenloser Einstieg mit einer Erschießung inmitten eines Heers von Zeugen, die nicht sehen können: Zwei Killer betreten eine Blindenschule und töten einen Lehrer (John Cassavetes), der trotz Warnung nicht geflohen ist. Seine Schicksalsergebenheit macht das Killer-Duo stutzig: Methodisch und mit einer Prise Geldgier erforschen sie seine Vorgeschichte. Die Spur führt zu Autorennen, einem Raubüberfall ... und einem widerlichen Gangsterboss (Ronald Reagans letzte Rolle). Don Siegels visionäre Version von Hemingways The Killers nimmt mit kaltschnäuziger Effizienz und knackiger Action-Inszenierung die Perspektive der Titelfiguren ein: Lee Marvin und Clu Gulager brillieren als brutales Murder is our business-Paar (unvergesslich eine Exekution mit dem geknurrten Kommentar: „Lady, I don’t have the time!“). John Boormans prägender Lee-Marvin-Gangsterfim Point Blank muss 1967 nur mehr die modernistische Konsequenz aus Siegels existential cool ziehen. (C.H.)

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