All That Heaven Allows, 1955, Douglas Sirk

All That Heaven Allows (1955)

Regie: Douglas Sirk; Drehbuch: Peg Fenwick nach dem Roman von Edna und Harry Lee; Kamera: Russell Metty; Musik: Frank Skinner; Darsteller: Jane Wyman, Rock Hudson, Agnes Moorehead, Conrad Nagel. 35mm, Farbe, 88 min

Douglas Sirk, metteur en scène: Die Melodramen des Exildeutschen Detlef Sierck sind Anschauungsexemplare zur Frage der Autorenschaft im Hollywoodkino. "Triviale" Stoffe treffen auf eine subversive, stilistisch ausgefeilte Inszenierung. In All That Heaven Allows verliebt sich eine reiche Witwe in einen Gärtner und muss die Folgen tragen: soziale Ächtung durch Freunde, Bekannte, die eigenen Kinder. Sirk übersetzt das Thema mit diabolischer Eleganz in die Form des Films – Jane Wyman, gefangen in den moralischen Codes der Eisenhower-Ära, gefangen in einer Welt kalter, trügerisch glänzender Oberflächen und fetischisierter Objekte. Um sich nicht länger um die Mutter kümmern zu müssen, schenken ihr die Kinder zu Weihnachten einen Fernseher, der ihr den zwischenmenschlichen Kontakt ersetzen soll: Er strahlt ominös aus seiner Ecke, während sich Wyman in die innere Einsamkeit zurückzieht. Wahrscheinlich der bedeutendste Film über sozialen Horror in der Geschichte Hollywoods. (C.H.)

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