The Killers (Foto: Deutsche Kinemathek)

The Killers (1946)

Regie: Robert Siodmak; Drehbuch: Anthony Veiller, Richard Brooks, John Huston (beide ungenannt) nach der Kurzgeschichte von Ernest Hemingway; Kamera: Woody Bredell; Musik: Miklós Rózsa; Darsteller: Burt Lancaster, Ava Gardner, Edmond O'Brien, Albert Dekker, Charles McGraw. 35mm, s/w, 101 min

Zum Auftakt:
Ubijcy (Die Killer) (1956) von Andrej Tarkovskij, Marika Beiku, Aleksandr Gordon. 35mm, s/w, 21 min. Russ. OmeU*

Nacht, die Kleinstadt aus dem rechteckigen Auge des Gangsterautos. Burt Lancaster, der den Tod, seine Töter enigmatisch ruhig erwartet. In die Schwärze ein harscher Lichtstrahl, dann das Flackern von Mündungsfeuern. Mit erregend expressiven Bildern beginnt Robert Siodmak dort, wo Hemingways erregend kühle Short Story endet (die Andrej Tarkovskij mit Filmschulkollegen und cinephiler Hollywood-Begeisterung in Ubijcy fast buchstabengetreu adaptiert). Warum lässt sich ein Mann ermorden? Die Art der Antwort ist signifikant. Sie erfolgt aus der Gewissheit des Scheiterns und vollzieht sich in zersplitterter Textur: in Rückblenden, die immer kürzer und dichter werden. Aus Puzzleteilchen schält sich eine den Film noir prägende Gewissheit hervor. Die Vergangenheit hat den Helden eingeholt wie überholt. Als Doppelgänger seiner selbst sitzt er im Dunkeln und wartet, dass die Killer wiederholen, was das Leben an ihm vollzogen hat. (H.T.)

*Courtesy of VGIK & Gosfilmofond

Screening dates:

Mo 24.10.2016 16:00
(Engl. OmdU)
Fr 25.11.2016 20:30
(Engl. OmdU)