A Fistful of Dollars / Per un pugno di dollari

A Fistful of Dollars / Per un pugno di dollari (1964)

Regie: Sergio Leone; Drehbuch: Leone, V.A. Catena, Jaime Comas Gil nach Yōjimbō; Kamera: Jack Dalmas (i.e. Massimo Dallamano), F.G. Larraya; Musik: Dan Savio (i.e. Ennio Morricone); Darsteller: Clint Eastwood, Marianne Koch, Gian Maria Volontè, Sieghardt Rupp, Harry Dean Stanton. 35mm, Farbe, 99 min

Der Beginn des Western all'italiana: eine Ausrottungsballade in Form ausufernder barocker Voluten. Der Mann ohne Namen kommt in die Stadt, die nicht so genannt zu werden verdient und beherrscht wird von zwei verkommenen Sippen. Der straniero indes ist noch um einiges ruchloser als sie. Da er absolut käuflich ist, ist er absolut unkäuflich; da er niemand ist, vermag er alles zu sein, auch der Exekutor und Vernichtungsengel der vorgefundenen Welt: eine nihilistische Lichtgestalt. Statt eines Western dessen Abstraktion: ein Skelett in apokalyptischer Wüste. Das Glaubensbekenntnis des Kapitals als Travestie des katholischen Credos. Wie Jesus nach Jerusalem kommt Gringo Joe auf einem Maulesel nach San Miguel geritten. Er wird gefoltert, fast gekreuzigt und ersteht am dritten Tage in Schwaden von Pulverdampf wieder von den Toten auf, wozu die Trompeten und Maultrommeln Ennio Morricones blasphemisch Dies irae schmettern oder schnarren. (H.T.)

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