Blow Up

Blow Up (1966)

Regie: Michelangelo Antonioni; Drehbuch: Antonioni, Tonino Guerra, E. Bond nach der Kurzgeschichte Las babas del diablo von Julio Cortázar; Kamera: Carlo Di Palma; Musik: Herbie Hancock, The Yardbirds; Darsteller: Vanessa Redgrave, David Hemmings, Jane Birkin, Veruschka von Lehndorff. 35mm, Farbe, 111 min

Zum Auftakt:
Now (1965) von Santiago Álvarez. Musik: Lena Horne. 35mm, s/w, 5 min

"Gebt mir zwei Fotos, einen Schneidetisch und ein Musikstück; damit mache ich einen Film." Santiago Álvarez meinte das wörtlich, auch wenn's dann doch nie bei bloß einem Bilderpaar blieb. Siehe Now, sein Manifestwerk: viele Time-Ausrisse, ein paar Meter bewegte Bilder vor allem von Polizeigewalttaten in den USA, dazu Lena Hornes seinerzeit verbotenes "Hava Nagila"-Cover "Now". Vertov goes Heartfield, cinema goes BOOOM! (R.H.) Blow Up ist Michelangelo Antonionis größter kommerzieller Erfolg und Auftakt seiner "Auslandsperiode". Erste Station: Swinging London. Ein Fotograf glaubt, auf zufällig im Park geschossenen Bildern eine Leiche zu entdecken. Doch die Auflösung des möglichen Mordes scheitert an der Auflösung der Apparatur: Fortschreitende Vergrößerung der Fotos macht das Bild immer körniger, unklarer, letztlich unkenntlich. Blow Up ist die philosophische Spekulation im Krimi-Gewand über die Verquickung von Schuld und Sehen, Öffentlichem und Privatem. (C.H.)

Screening dates: