City Streets (1931)

Regie: Rouben Mamoulian; Drehbuch: Max Marcin, Oliver H.P. Garrett nach The Kiss-Off von Dashiell Hammett; Kamera: Lee Garmes; Darsteller. Gary Cooper, Sylvia Sidney, Paul Lukas, William "Stage" Boyd, Guy Kibbee. 35mm, s/w, 83 min

Die Gangstertochter Nan (strahlend: Sylvia Sidney) ist in "The Kid" (Gary Cooper) verliebt, einen naiven Cowboy, der an der Jahrmarktschießbude mit seiner Zielsicherheit beeindruckt. Doch Nans Angebote, sich der Bierschmuggler-Gang ihres Vaters anzuschließen, lehnt der junge Mann entschieden ab – bis Nan in einen Mord verwickelt wird und ins Gefängnis muss. Eines der ikonischen Werke des frühen US-Gangsterfilms, ausgekocht und mit knackigen Dialogen versehen von Dashiell Hammett, dann von Rouben Mamoulian in Weiterführung der romantisch überhöhten Pionierarbeiten Josef von Sternbergs (Underworld) traumhaft-kühn in Bild und Ton stilisiert – von Montage-Symphonien über illegale Bierherstellung und Liebespaar-Zweisamkeit am Meer zu Nans innerem Bewusstseinsstrom-Monolog in der Gefängniszelle. Besonders angetan vom Film war kein Geringerer als Al Capone, der City Streets als eines der wenigen glaubwürdigen Porträts des Gangstermilieus würdigte. (C.H.)

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