Himlaspelet (Himmelsspiel) (Foto: Svenska Filminstitutet)

Himlaspelet (Himmelsspiel) (1942)

Regie: Alf Sjöberg; Drehbuch: Sjöberg, Rune Lindström nach dessen Theaterstück; Kamera: Gösta Roosling; Musik: Lille Bror Söderlundh; Darsteller: Rune Lindström, Eivor Landström, Anders Henrikson, Holger Löwenadler, Gudrun Brost. 35mm, s/w, 106 min

Im reichsdeutsch besetzten Frankreich entwickelte sich eine Kultur des subversiven Schauer- bzw. Mysterienkinos, in dem die politischen Missstände allegorisch behandelt wurden. Schweden war zwar nicht besetzt, hatte sich aber mit seiner sehr eigenen Art von Neutralität in eine paranoide Form des "inneren Belagerungszustands" eingeigelt. Vor diesem Hintergrund sollte man das Himmelsspiel verstehen: die Geschichte eines Bauern, dessen Liebste als Hexe verbrannt wird, weil es eine Schuldige braucht für die gerade grassierende Epidemie, und der nun von einem gütig-gerechten Gott seine Frau wiederhaben will. Am Ende ist es die Frau, welche Gott dazu bringt, sich für ihren vom Weg des Guten abgekommenen Mann einzusetzen, ihn zu retten vor dem Verführungswerk des Teufels. Ein Kuriosum ist die Besetzung der männlichen Hauptfigur mit Rune Lindström, dem Autor des zugrundeliegenden Stücks – es war die Rolle seines Lebens. (R.H.)

Screening dates:

Mo 27.02.2017 18:30
(Schwed. OmeU)