Nachts, wenn der Teufel kam (Fotograf: Peter Bock-Schroeder, Foto: Deutsches Filminstitut)

Nachts, wenn der Teufel kam (1957)

Regie: Robert Siodmak; Drehbuch: Werner Jörg Lüddecke nach einem Tatsachenbericht in der Münchner Illustrierten; Kamera: Georg Krause; Musik: Siegfried Franz; Darsteller: Mario Adorf, Claus Holm, Annemarie Düringer, Hans Messemer, Werner Peters. 35mm, s/w, 105 min

Jagd nach einem Frauenmörder. Deutschland, 1944. Der Kommissar zweifelt jedoch am angeblichen Täter. Ähnliche Morde lassen ihn nach einem geistesgestörten Serienkiller Ausschau halten, was vom SS-Gruppenführer unterstützt wird: ein mögliches Argument für die planmäßige Vernichtung geistig Behinderter. Als die Spur zum unzurechnungsfähigen Hilfsarbeiter Bruno Lüdke führt und dieser geständig ist, wendet sich das Blatt. Undenkbar, dass ein debiler Massenmörder im Dritten Reich jahrelang ungestraft seine Verbrechen ausführen konnte ... Ein außerordentlicher Gesellschaftskrimi von dem aus Hollywood heimgekehrten Genremeister Robert Siodmak – und der bekannteste Film jener herausragenden Serie düsterer deutscher Zeitbilder mit Noir-Nachhall, deren Schlüsselwerke von US-Rückkehrern inszeniert wurden: Robert Siodmak, John Brahm (Die goldene Pest), Peter Lorre (Der Verlorene), Gerd Oswald (Am Tag, als der Regen kam) und Helmut Käutner (Schwarzer Kies). (C.H.)

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