King Lear

King Lear (1987)

Regie, Drehbuch: Jean-Luc Godard nach William Shakespeare; Kamera: Sophie Maintigneux; Musik: Beethoven, J.S. Bach; Darsteller: Peter Sellars, Burgess Meredith, Molly Ringwald, Jean-Luc Godard, Norman Mailer, Woody Allen, Julie Delpy, Leos Carax, Freddy Buache. 35mm, Farbe, 90 min

Zum Auftakt:
Meetin' WA (1986) von Jean-Luc Godard; mit Woody Allen, Jean-Luc Godard. Video, Farbe, 26 min. Engl. OmfU

Mit einem Stück namens King Lear von W.S. hat King Lear von JLG so viel zu tun wie: Peter Sellars spielt William Shakespeare den Fünften, Literaturdetektiv der Cannon Cultural Division, der in die Schweiz reist, um zusammenzutragen, was an Shakespeare-Trümmern nach Tschernobyl übriggeblieben ist. Etwa dies: Norman Mailer als Don Learo I, der King Lear in ein Mafia-Drama transponiert hat. Burgess Meredith als Mafia-Boss Don Learo II, der Molly Ringwald als Cordelia II seine Memoiren aus einer Zeit diktiert, in der die Organisation noch altmodische Morde beging. Der Meister selbst als Professor, Narr, Eule, Godard und King Lear in einer Person mit Zigarre und Kopfputz aus Kabeln, Rasta-Locken und Federn. Mr. Woody Allen im Kurzauftritt als Mr. Alien. Spiel eines Dramas, durch dessen weitgespannte Maschen das Stück King Lear ins paranoide Labyrinth von Godards Gegenwart abstürzt (was Godard beabsichtigt und erreicht). (H.T.)

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