The Agony and the Ecstasy of Phil Spector

The Agony and the Ecstasy of Phil Spector (2009)

Ein Film von Vikram Jayanti; Kamera: Maryse Alberti; Musik: The Ronettes, The Crystals, Ike & Tina Turner, The Righteous Brothers, Darlene Love, The Teddy Bears, Ben E. King, Bob B. Soxx & the Blue Jeans, The Beatles, John Lennon, George Harrison, Ravi Shankar; mit Phil Spector. Video, Farbe, 103 min

Ein ungewöhnlicher Dokumentarfilm über den genialen Wall of Sound-Produzenten Phil Spector im Gefolge der Gerichtsverhandlung 2009, bei der er 70-jährig wegen Totschlags einer Freundin zu (lebens)langer Haft verurteilt wurde. Es geht hier nicht um die Schuldfrage, sondern um das Porträt einer unfassbaren Persönlichkeit: Bilder vom Prozess und ein Spector-Interview von 2007 werden mit Archivaufnahmen kombiniert, doch den Großteil der Erzählung übernimmt die Musik. 19 Spector-Hits wie "To Know Him Is to Love Him" in voller Länge, oft mit kritischem Untertitel-Kommentar aus Mick Browns Biografie Tearing Down the Wall of Sound, unterbrochen (fast) nur von Spectors Monolog, in dem er sich mit Galileo, Leonardo da Vinci, Michelangelo, Modigliani oder Bach vergleicht: "Doch manchmal", so Thom Andersen, "verrutscht die Maske und offenbart den verletzten kleinen Jungen im Innern, verlassen von einem Vater, der sich umbrachte, als der Sohn neun Jahre alt war." (C.H.)

Einführung von Thom Andersen

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