Trollflöjten (Die Zauberflöte), 1975, Ingmar Bergman (Foto: Swedish Film Institute)

Trollflöjten (Die Zauberflöte) (1975)

Regie, Drehbuch: Ingmar Bergman nach Mozarts und Schikaneders Die Zauberflöte; Kamera: Sven Nykvist; Darsteller: Ulrik Cold, Irma Urrila, Josef Köstlinger, Håkan Hagegård, Ragnar Ulfung. 35mm, Farbe, 137 min
 
Nachdem eine Verfilmung von Franz Lehárs Die lustige Witwe nicht zustande kommt, nimmt Ingmar Bergman die Gelegenheit wahr, für das Schwedische Fernsehen die Mozart-Oper zu inszenieren. Es wird eine teure Prestigeproduktion, gedreht im Schlosstheater von Drottningholm nahe Stockholm und im Studio. Die Intimität des Aufführungsortes prägt den Film, dem es nicht um Realismus des Phantastischen geht, sondern um die Aura des Theaters. Immer wieder zeigt Bergman, was die Akteure in den Auftrittspausen tun: Sie spielen Schach, lesen Comics oder schlafen. Sarastro studiert die nächste Partie und wirft noch einen Blick auf den Klavierauszug von Parsifal. Dazu kommen Abschweifungen: in die Studierstube eines alten Gelehrten bei Taminos Rezitativ mit dem Sprecher der Sarastro-Sphäre zum Beispiel. Das Finale beginnt im Schneegestöber. (B.R.)

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