Toh, è morta la nonna! (Oh, Großmutter ist tot!), 1969, Mario Monicelli (Foto: Cinémathèque suisse)

Toh, è morta la nonna! (Oh, Großmutter ist tot!) (1969)

Regie: Mario Monicelli; Drehbuch: Luisa Montagnana, Luigi Malerba, Stefano Strucchi, Monicelli; Kamera: Luigi Kuveiller; Musik: Piero Piccioni; Darsteller: Wanda Capodaglio, Valentina Cortese, Carole André, Ray Lovelock, Peter Chatel. 35mm, Farbe, 90 min
 
Als die Oma, Patriarchin eines auf Insektenvernichtungsmittel spezialisierten Unternehmens, plötzlich stirbt, eskalieren die Intrigen innerhalb der Verwandtschaft. Ein selten zu sehendes Werk Mario Monicellis, das quer stand zu seiner Zeit – als garstiges Protestbewegungsstück, das sich über die Selbstbetrügereien wie Eitelkeiten der aufmüpfigen Jugend keine Illusionen macht, selbst wenn es in den grundsätzlichen Fragen (Nieder mit dem Großkapital!) durchaus auf deren Seite steht. Man könnte auch sagen: ein klassisches Beispiel für einen Film, der so exakt den Nerv des Augenblicks trifft, dass seine Qualitäten erst im Abstand von Dekaden zur Geltung kommen. Monicelli selbst liebte sein schlimmstes Kassendesaster, vor allem aus gestalterischen Erwägungen: Es bereitete ihm große Freude, wie hier Pop und ein vom Stummfilm abgeleiteter formaler Rigorismus sich zu einem süffisant (dis-)harmonischen Ganzen fügen. (O.M.)
 
Courtesy of Fondazione Cineteca di Bologna

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