State of the Union, 1948, Frank Capra

State of the Union (1948)

Regie: Frank Capra; Drehbuch: Myles Connolly, Anthony Veiller; Kamera: George J. Folsey; Musik: Victor Young; Darsteller: Spencer Tracy, Katharine Hepburn, Van Johnson, Angela Lansbury, Margaret Hamilton. 35mm, s/w, 124 min
 
Als self-made man hält Flugzeugfabrikant Grant Matthews (Spencer Tracy) wenig von leeren Versprechungen der Politik. Widerwillig lässt er sich von seiner intriganten Geliebten, einer Zeitungserbin (Angela Lansbury), als republikanischer Präsidentschaftskandidat aufbauen – und holt, auch zur Image-Wahrung, die entfremdete Gattin (Katharine Hepburn) ins Team. Unter ihrem Einfluss besinnt sich Matthews auf seine wahren Überzeugungen. Er wird zum archetypischen Capra-Individualisten, der auch um den Preis öffentlicher Selbsterniedrigung für die Werte des American Dream, Capra-style kämpft – wie Mr. Smith und John Doe. Doch der Optimismus früherer Erfolge wird durchsetzt von der Bitterkeit eines Starregisseurs, der nach Kriegsjahren fulminanter Propagandaproduktion im Staatsdienst seinen Status verloren hatte. Der schizophrene Tonfall macht State of the Union zum Schlüsselwerk in der Langzeitbeziehung des Screwball-Paars Tracy-Hepburn. (C.H.)

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