Le Havre, 2011, Aki Kaurismäki (Foto: Malla Hukkanen)

Le Havre (2011)

Regie, Drehbuch: Aki Kaurismäki; Kamera: Timo Salminen; Musik: Blind Willie McTell, The Renegades, Little Bob, Alain Chapelain; Darsteller: André Wilms, Kati Outinen, Jean-Pierre Darroussin, Blondin Miguel, Elina Salo, Pierre Étaix, Jean-Pierre Léaud und der Hund Laika. 35mm, Farbe, 93 min
 
Der Pariser Bohemien und gescheiterte Schriftsteller Marcel Marx (André Wilms) ist nach Le Havre ins Exil gegangen: In der Hafenstadt schlägt er sich als Schuhputzer durch, lebt aber zufrieden in Einklang mit dem Volk. Als bei seiner Frau Arletty (Kati Outinen) eine schwere Krankheit diagnostiziert wird, stellt sich Marcel einer anderen Aufgabe: Er will dem Flüchtlingskind Idrissa helfen, zu dessen Mutter in London zu gelangen. Während ein Kommissar nach dem Buben fahndet, aktiviert Marcel mit unerschütterlichem Optimismus die Solidarität seiner Nachbarschaft. Nachdem er mit Lichter der Großstadt (fast) einen Totentanz à la Kaurismäki vorgelegt hatte, setzt der unerschütterliche Finne in Le Havre wieder auf das Prinzip Hoffnung: Wie in Der Mann ohne Vergangenheit erzählt Kaurismäki knapp und herzlich seine Fabel über die Möglichkeit einer besseren Welt, farbenfroh und märchenhaft – als Widerstand gegen eine grausame Wirklichkeit. (C.H.)
 
Die Vorstellung am 29.4. findet im Rahmen der 8. Wiener Integrationswoche statt.

Screening dates:

Sa 14.04.2018 21:00
(Finnische OmdU)
So 29.04.2018 20:15
(Finnische OmdU)