Appunti per un’Orestiade africana (Notizen zu einer afrikanischen Orestie), 1970, Pier Paolo Pasolini (Foto: Cineteca di Bologna)

Appunti per un'Orestiade africana (Notizen zu einer afrikanischen Orestie) (1970)

Regie, Drehbuch: Pier Paolo Pasolini; Kamera: Giorgio Pelloni; Musik: Gato Barbieri; mit: Pier Paolo Pasolini (Erzähler). 35mm, sw, 73 min
 
Appunti per un'Orestiade africana hat besondere Bedeutung für die Zielsetzung des späten Pasolini, weil der Film gleichnishaft den Verlust von Unschuld und Mythos in der Dritten Welt dokumentiert. Schwarzafrika indessen, das Pasolini anfangs für archaisch wie das vor-metaphysische Griechenland hält (und deshalb Aischylos' Orestie nach Tansania transponieren will), offenbart seine Versehrung, seine Brüche, seine entschwundene Magie. Die erzählerische Struktur ist zugleich offen und komponiert: Ortsbesichtigungen, unbewegliche Großaufnahmen möglicher Darsteller, Spielfilmszenen mit Gato Barbieris Jazzmusikern als verwandelter attischer Chor und Interviews mit schwarzen Studenten: poetische Evokation einer mythischen Lebenswelt und intellektuelles Bewusstsein um deren Zerstörung. (H.T.) Die Cineteca di Bologna restaurierte dieses Schlüsselwerk im Jahr 2005.
 
Courtesy of Cineteca di Bologna

Screening dates:

Fr 21.12.2018 18:30
(Ital. OmeU)
Mi 02.01.2019 20:30
(Ital. OmeU)