The Thin Red Line, 1998, Terrence Malick

The Thin Red Line (1998)

Regie: Terrence Malick; Drehbuch: Malick nach dem Roman von James Jones; Kamera: John Toll; Musik: Hans Zimmer; Darsteller: Sean Penn, Nick Nolte, Adrien Brody, Jim Caviezel, George Clooney, John Cusack, John C. Reilly, Woody Harrelson, John Travolta, Elias Koteas, Jon Savage. 35mm, Farbe, 169 min
 
Ein Bild- und Tongedicht über die Vergänglichkeit des Menschen vor der unveränderlichen Natur. Der amerikanische Angriff auf Guadalcanal 1943 als Hintergrundszenario einer wellenförmig an- und abschwellenden Meditation über Licht und Tod: Das Starensemble löst sich auf in einem polyphonen Stimmengewirr, dessen raunende Gedankensplitter wie Seelen übers Schlachtfeld gleiten, während die todgeweihten Körper von Granaten und Kugeln zerfetzt werden. Die menschlichen Tragödien werden bedeutungslos und umso erschütternder vor der grausamen, wunderschönen Gleichgültigkeit der Natur: Das Sonnenlicht und der Wind spielen mit wogenden Grasmeeren, ein kleines Blatt faltet sich bei der Berührung eines Rekruten scheu zusammen, und daneben fallen die Menschen, in den Wahnsinn getrieben von ihren Denkkategorien. "Property", sagt Sean Penn einmal, "the whole fucking thing is about property." Und wem gehört die Ewigkeit? (C.H.)

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