Amarcord, 1973, Federico Fellini

Amarcord (1973)

Regie: Federico Fellini; Drehbuch: Fellini, Tonino Guerra; Kamera: Giuseppe Rotunno; Musik: Nino Rota; Darsteller: Bruno Zanin, Pupella Maggio, Armando Brancia. 35mm, Farbe, 123 min
 
Amarcord: ich erinnere mich. Fellinis vielleicht schönster Film fabuliert von Rimini, was übersetzt in fellinieske Terminologie als Wärme der Herkunft, Lächerlichkeit der Provinz, Gefängnis der Stagnation und freier Flug der Erinnerungskunst zu lesen ist – ein Zustand privater, kollektiver und universeller Natur. "Ich habe alles selber erfunden: eine Kindheit, eine Persönlichkeit, Sehnsüchte, Träume, Erinnerungen, um sie erzählen zu können." Und Fellini erzählt und erzählt, und die Bilder einer Jugend in der adriatischen Kleinstadt der dreißiger Jahre ziehen aufgelöst und unverbunden von Entwicklung und Handlungszwang wie Traumblasen oder heitere Muster eines Gobelins vorbei: Riten und Irritationen der Pubertät, der Schwarzhemden-Spuk, der Ozeanriese "Rex" in der Nacht, der radschlagende Pfau im Schneefall, der Nebel überm Land und die Frühlingsboten der im Wind treibenden Pappelsamen am Meer – ein Fluss schimmernder Bilder und glorioser Sequenzen, der im Kinofilm des Jahrhunderts keinerlei Parallelen hat. (H.T.)

Screening dates:

Mo 28.01.2019 18:30
(Ital. OmdU)
Fr 22.02.2019 20:30
(Ital. OmdU)