Fahrenheit 451, 1966, François Truffaut

Fahrenheit 451 (1966)

Regie: François Truffaut; Drehbuch: Truffaut, Jean-Louis Richard nach dem Roman von Ray Bradbury; Kamera: Nicolas Roeg; Musik: Bernard Herrmann; Darsteller: Oskar Werner, Julie Christie, Cyril Cusack, Anton Diffring, Bee Duffell. 35mm, Farbe, 112 min
 
"Ich habe seit jeher eine Leidenschaft für den Wechsel der Tonart gehabt", sagt Truffaut und verfilmt mit Stars einen Sci-Fi-Roman Ray Bradburys in englischen Studios. Fahrenheit 451 ist der Hitzegrad, bei dem Papier Feuer fängt. Roman und Film gleichen Namens sind angesiedelt in einem Staat, der seine Untertanen als nivellierte Mumien hält, das Lesen untersagt, die Bücher dem Feuer übergibt. Truffaut entkleidet seine Zukunftsvision aller futuristischen Klischees und beschreibt eine Gesellschaft, in der die verordnete Beruhigung so weit gediehen ist, dass selbst die Bücherverbrenner in der Rolle biederer Feuerwehrmänner auftreten: eine Welt tückischer Normalität, bestückt mit Monorails und Telefonen aus Keystone-Filmen. In den Bildern der brennenden Bücher huldigt Truffaut geliebter Literatur. Sprachgewordene Gefühle, Gedanken, Schmerzen, die im Feuer zu Diensten des gleichgeschalteten Glücks für immer verstummen. (H.T.)
 
Courtesy of the BFI

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