Cold Heaven, 1991, Nicolas Roeg (Foto: Park Circus/MGM Studios)

Cold Heaven (1991)

Regie: Nicolas Roeg; Drehbuch: Allan Scott nach dem Roman von Brian Moore; Kamera: Francis Kenny; Musik: Stanley Myers; Darsteller: Theresa Russell, Mark Harmon, James Russo, Seymour Cassel, Will Patton, Richard Bradford. 35mm, Farbe, 105 min
 
Marie (Theresa Russell) ist mit ihrem Gatten Alex bei einer Ärztekonferenz in Mexiko, ebenso wie dessen Kollege, mit dem sie eine Affäre hat. Bevor Marie Alex gestehen kann, dass sie ihn verlassen will, wird er bei einem Bootsunfall getötet. Am nächsten Tag ist Alex' Leiche unerklärlicherweise verschwunden. Zurück in Kalifornien ringt Marie mit ihren Schuldgefühlen – und verwirrenden Visionen. Eine Marienerscheinung hat der Atheistin befohlen, ein Kloster zu bauen, Alex scheint von den Toten auferstanden ... Cold Heaven bleibt eine der verkanntesten Roeg-Kreationen: Seine Spannung bezieht der Film nicht zuletzt aus dem unvorhersehbaren Wechsel zwischen disparaten Genres (Melodram, Mystery-Thriller, religiöse Allegorie, spekulatives Beziehungsbild), weswegen kaum zur Kenntnis genommen wird, dass Roeg ein Wahlverwandter von Alain Resnais ist – der die Schwere der Themen verwandelt in eine vieldeutige Poesie der flüchtigen Eindrücke und anmutigen Komposition. (C.H.)

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