Lo spettro (Der Geist), 1963, Riccardo Freda (Foto: Cinémathèque suisse)

Lo spettro (Der Geist)

Regie: Riccardo Freda; Drehbuch: Oreste Biancoli, Riccardo Freda; Kamera: Raffaele Masciocchi; Schnitt: Ornella Micheli; Musik: Francesco De Masi; Darsteller: Barbara Steele, Peter Baldwin, Elio Jotta. 1963, 35mm, Farbe, 97 min. Englisch
 
Der schottische Doktor John Hichcock ist wohlhabend, aber an den Rollstuhl gefesselt. Um seine Glieder zu beleben, lässt er sich von einem jungen Kollegen täglich Strychnin injizieren – und anschließend ein Gegengift. Hichcocks Gattin (Barbara Steele) leidet unter der Verbitterung ihres Mannes: Sie überredet den jungen Arzt, mit dem sie eine Affäre begonnen hat, auf die rettende Injektion zu verzichten. Doch nach der Durchführung des Plans häufen sich unerklärliche Erscheinungen. Lo spettro gilt als Fortsetzung zu Riccardo Fredas Erfolgsfilm L'orribile segreto del Dr. Hichcock, ist aber völlig eigenständig – und eines der persönlichsten Werke des italienischen Ausnahmeregisseurs: weniger Horrorkino als ein beklemmendes, sexuell geladenes Dreiecksdrama in düsteren Tonlagen und mit starkem Diabolique-Einfluss. Inklusive seines Rasiermessermords ist Lo spettro einer der selten gewürdigten Schlüsselfilme für die baldige Welle erotischer Gialli. Zu sehen ist eine seltene Technicolor-Kopie. (C.H.)