Cortocircuito (Kurzschluss)

Regie: Giacomo Gentilomo; Drehbuch: Giacomo Gentilomo, Mario Monicelli, Ernesto Grassi, Ezio D'Errico; Kamera: Giorgio Orsini; Schnitt: Renzo Lucidi; Musik: Ezio Carabella; Darsteller: Vivi Gioi, Umberto Melnati, Guglielmo Barnabò. 1943, 35mm, sw, 85 min. Italienisch mit dt. UT
 
Die Polizei sieht sich mit merkwürdigen Verbrechen in einer Nervenklinik konfrontiert: Zwei Ärzte sind auf verblüffend ähnliche Weise ermordet worden. Und vor Ort ist auch noch ein Autor von Detektivromanen, der sich prompt einmischt: In einem seiner Erfolgsbücher hat er nämlich genau solche Todesumstände beschrieben! Während er die Polizei unterstützt, steigert sich der Schriftsteller immer weiter in die Affäre: Hat er etwa selbst den zweiten Mord unter Autosuggestion begangen? In der faschistischen Ära waren Krimis tendenziell unerwünscht, weil sie dem "sauberen" Selbstbild des Staates schadeten, doch der wiederzuentdeckende Genre-Könner Giacomo Gentilomo schuf im komödiantischen Tarnkleid einige wegweisende Werke. Sein Meisterstück im Fach ist Cortocircuito, verfasst mit Krimi-Vielschreiber Ezio D'Errico und Mario Monicelli, und durchsetzt mit subjektiven Mörderperspektive-Kamerafahrten, in denen die Giallo-Poesie von Bava und Argento vorweggenommen wird. (C.H.)
 
Courtesy of Cineteca Nazionale