La Tarantola dal ventre nero (Der schwarze Leib der Tarantel), 1971, Paolo Cavara

La tarantola dal ventre nero (Der schwarze Leib der Tarantel)

Regie: Paolo Cavara; Drehbuch: Lucile Laks; Kamera: Marcello Gatti; Schnitt: Mario Morra; Musik: Ennio Morricone; Darsteller: Giancarlo Giannini, Claudine Auger, Barbara Bouchet. 1971, 35mm, Farbe, 98 min. Italienisch mit dt. UT
 
Maria (Barbara Bouchet) gerät über Fotos ihrer Untreue in Streit mit ihrem Gatten, der zum Hauptverdächtigen wird, als sie am selben Abend auf bizarre Weise stirbt. Doch Kommissar Tellini (Giancarlo Giannini) sieht sich mit einer merkwürdigen Mordserie konfrontiert, deren Spuren in der Schönheitsklinik von Laura (Claudine Auger) zusammenlaufen. Die Hartnäckigkeit des zusehends frustrierten Polizisten bringt sogar die eigene Frau (Stefania Sandrelli) in Gefahr. Einer der zentralen Filme der Giallo-Wiederentdeckung der letzten Dekaden: Zu Ennio Morricones glückselig seufzenden Klängen inszeniert Paolo Cavara mit stilsicherem Klassizismus packende Suspense-Variationen auf die Kernelemente des Subgenres (die sprichwörtlichen schwarzen Handschuhe werden zu medizinischen, mit denen der Mörder Tarantelgift injiziert, bevor er tötet), konterkariert von Zweifeln des untypischen Protagonisten an sich selbst und der Gesellschaft. Ein Zeitbild in strahlendem Eastmancolor. (C.H.)
 
Courtesy of Cineteca Griffith