Lo strano vizio della signora Wardh / Der Killer von Wien, 1971, Sergio Martino

Lo strano vizio della signora Wardh / Der Killer von Wien

Regie: Sergio Martino; Drehbuch: Ernesto Gastaldi, Eduardo Manzanos Brochero; Kamera: Emilio Foriscot; Schnitt: Eugenio Alabiso; Musik: Nora Orlandi; Darsteller: George Hilton, Edwige Fenech, Conchita Airoldi. 1971, 35mm, Farbe, 96 min. Deutsch
 
Wien und Giallo, 1971, die Zweite. Die Diplomatengattin Julie Wardh kommt mit ihrem Ehemann nach Wien, wo ein Rasiermessermörder sein Unwesen treibt. In die lieblose Ehe hat sie sich aus einer intensiven sadomasochistischen Beziehung geflüchtet, doch der Ex-Lover ist ihr nachgereist. In der neuen Stadt beginnt sie eine wilde Romanze mit einem Millionenerben (George Hilton) und gerät in die Fänge eines Erpressers. Sergio Martinos visuell außerordentlicher Einstieg ins Giallo-Genre transferiert die quintessenziellen Elemente des Subgenres in die österreichische Hauptstadt, arrangiert um die Präsenz von Eurosex-Königin Edwige Fenech: Sie steht im Zentrum eines farbenprächtigen, lyrisch arrangierten Strudels aus Begehren, Brutalität und Betrug, zu Nora Orlandis sirrender Musik umkreist von Männern, die ihr nicht widerstehen können und denen sie nicht vertrauen kann. Mangels guter italienischer Kopien läuft die deutsche Fassung. (C.H.)
 
Einführung von Christian David, Künstler und Autor (zuletzt die Wien-Giallos Mädchenauge und Sonnenbraut) am 16. September