Lo squartatore di New York / New York Ripper, 1982, Lucio Fulci (Foto: Archiv Harald Dolezal)

Lo squartatore di New York / New York Ripper

Regie: Lucio Fulci; Drehbuch: Gianfranco Clerici, Vincenzo Mannino, Lucio Fulci, Dardano Saccheti; Kamera: Luigi Kuveiller; Schnitt: Vincenzo Tomassi; Musik: Francesco De Masi; Darsteller: Jack Hedley, Almanta Suska, Paolo Malco. 1982, 35mm, Farbe, 90 min. Deutsch
 
Auftakt unter der Brooklyn Bridge: Ein Hund findet eine abgetrennte Hand, die Polizei sieht sich schnell mit einer sadistischen Mordserie an Frauen konfrontiert. Der Täter ist ein misogynes Monster, das seine Opfer für ihre Promiskuität bestialisch bestraft und die Ermittler mit Donald-Duck-Stimme am Telefon foppt. Neben Argento führte Lucio Fulci das Erbe des Giallo am konsequentesten in den 1980er-Ausklang: New York Ripper ist einer seiner berüchtigtsten Filme – und einer seiner finstersten. Wie um Brian De Palma zu übertreffen, arrangiert Fulci Verfall, Sex und Gewalt mit dem sarkastischen Blick des commedia-Veteranen als Kino-Exzesse (tödliche Alpträume im Licht eines Projektors und Buñuels Rasiermesser). Statt der ästhetischen Raffinesse der Subgenre-Hochblüte die urbane Hölle der Slasher-Ära: Top-Kameramann Luigi Kuveiller übertrifft die Entfremdungsbilder, die er für Antonioni, Petri, Damiani mitgestaltet hat, in seinem Porträt von New York als Miasma-City. Aufgrund der Kopienlage wird eine rare deutsche Version gezeigt. (C.H.)