The Third Man, 1949, Carol Reed

The Third Man

Regie: Carol Reed; Drehbuch: Graham Greene; Kamera: Robert Krasker; Schnitt: Oswald Hafenrichter; Musik: Anton Karas; Darsteller: Joseph Cotten, Alida Valli, Orson Welles. 1949, 35mm, sw, 104 min. Englisch
 
Graham Greene: "The Third Man was never written to be read, only to be seen." Und Orson Welles wirkte nicht nur als Darsteller, sondern auch szenenweise als Carol Reeds Koautor daran mit, sodass diesem Spiel vom Sehen und Gesehen-Werden einzigartige Gestalt verliehen wurde. Zwei Amerikaner in Wien, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg: eine vielsprachige Zone, die nächtlichen Ruinen und nass glänzenden Straßen in ein expressionistisches Schattenreich verwandelt, mit zahlreichen gekippten Einstellungen, die die Verunsicherung verstärken. Ein idealistischer Western-Autor mit den lakonischen Zügen von Joseph Cotten ist in die Alte Welt gefahren, um für seinen alten Freund Harry Lime zu arbeiten – und kommt gerade rechtzeitig zu dessen Begräbnis. Seine zunächst komischen, dann zunehmend paranoiden Nachforschungen führen in einen menschlichen Sumpf – und im legendären Finale ganz wörtlich in die Kanalisation. (C.H.)
 
Einführung von Bert Rebhandl