Rosita

Rosita (1923)

Regie: Ernst Lubitsch; Drehbuch: Edward Knoblock; Kamera: Charles Rosher; Darsteller: Mary Pickford, Holbrook Blinn, Irene Rich. s/w, 98 min (20 B/Sek), Engl. ZT
 
Nach Madame Dubarry warf Hollywood ein Auge auf Lubitsch. Mary Pickford holte ihn schließlich in die USA für den Film, mit dem sie ihren stereotypen Mädchenrollen entkommen wollte. Nach langem Hin und Her (die Gretchen-Rolle in Faust lehnte Pickford ab, weil sie dem Publikum keine Kindsmörderin zumuten wollte) einigte man sich auf die romantische Komödie Rosita, die während des Karnevals in Sevilla spielt. Eine populäre Straßensängerin ist in einen noblen Ritter verliebt, aber der schürzenjagende König stellt ihr - sehr zum Unwillen seiner Gattin - nach. Lubitsch inszenierte das Spektakel mit musikalischer Präzision, die Titelheldin ist nur ein Teil der rhythmischen Arrangements - dies wiederum sehr zum Unwillen Pickfords. Sie bezeichnete den Film später ungerechtfertigt als „schlechtesten meiner Karriere“, als „Strafe für meinen Versuch, auf der Leinwand erwachsen zu werden“. Sie prägte das geflügelte Wort, dass Lubitsch sich mehr für die Türen interessiere als für die Schauspieler. (C.H.)
 
Vorprogramm:
Ernst Lubitsch on the set of „Rosita“ (1923)

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