Filmmuseum ist. Meisterklasse

Plakat Ingmar Bermgan
Wenige Namen im Kanon des Weltkinos haben einen höheren Wiedererkennungswert als der Ingmar Bergmans. Der schwedische Autor, Theatermacher und Filmregisseur, der 2018 seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, gilt als Inbegriff eines ästhetisch avancierten und narrativ raffinierten europäischen Autorenkinos. Die Marke "Bergman" ist wohl etabliertes Allgemeingut; der Präzision und Klarheit des Werks und Bergmans oft schmerzhafter Untersuchung (und mitunter Sezierung) bürgerlicher Lebens- und Beziehungsentwürfe tut dies in der Wiederschau keinen Abbruch.
 
Der Bekanntheit des Regisseurs steht die relative Absenz seiner Arbeiten auf der Kinoleinwand gegenüber. Wir freuen uns daher, 14 Jahre nach der großen Werkschau im Filmmuseum, das Kinowerk des Meisters ausschließlich in Filmkopien zu zeigen. Dass wir dies – zu Beginn des "Bergman-Jahrs 2018" – tun können, verdankt sich neben der Beharrlichkeit des Filmmuseum-Teams vor allem unseren Kollegen und Kolleginnen im Schwedischen Filminstitut, die neben der Digitalisierung des Filmerbes die sorgfältige Bewahrung analoger Restaurierung und Kopienherstellung weiterhin aktiv pflegen.
 
Ein anderer Titan des Kinos war Stan Brakhage (1933–2003). Wir diskutieren anlässlich der Wiederauflage seiner Schriften über die Theoriearbeit der Filmavantgarde. Zu den beiden "alten Meistern" gesellt sich eine ganz große Meisterin: die Filmtheoretikerin, Autorin, Kuratorin und Universitätslehrerin Elisabeth Büttner (1961–2016). Ihrem Andenken widmen Freunde, Weggefährten und Schülerinnen ein Buch sowie einen Abend dort, wo ihr Denken sich kristallisierte: im Kino.
 
Michael Loebenstein

Dank Für ihre Hilfe bei der Realisierung des Jänner/Februar-Programms danken wir:
Matti Bye; Christian Dewald; Ed Halter; Alexander Horwath; Gabriele Jutz; Peter Kubelka; Petra Löffler; Laura Naukkarinen; Vrääth Öhner; Marc Ries; André Schäublin (Cinémathèque suisse); Anna Schönbeck (Folkets Hus och Parker); Jacob Snavely (CFK Records); Mark Toscano (Academy Film Archive); Jon Wengström, Johan Ericsson, Kajsa Hedström, Johan Hjalmarsson (Swedish Film Institute)
 
Filmtexte Rui Hortênsio da Silva e Costa, Christoph Huber, Bert Rebhandl, Harry Tomicek