Hatari!

Hatari! (1962)

Regie: Howard Hawks; Drehbuch: Leigh Brackett nach einer Erzählung von Harry Kurnitz; Kamera: Russell Harlan; Musik: Henry Mancini; Darsteller: John Wayne, Elsa Martinelli, Hardy Krüger, Gérard Blain, Red Buttons. Farbe, 159 min
 
Hawks: „Nach solchen Filmen kann man nachts gut schlafen und hat keine Sorgen mehr.“ Eine Commedia dell’arte mit wilden ­Tieren, eine heitere Hommage an die Gefahr und ganz sicher der entspannteste Howard-Hawks-Film, entstanden im Hundertkilometertempo auf Savannenböden unter dem Himmel Tanganjikas. Hawks pfeift des Öfteren aufs Drehbuch, improvisiert und lässt ­improvisieren, ohne Stunts und Doubles. Wenn John Wayne nicht gerade in einem Impromptu erotischer Verwirrung grollt, jagt er in schöner Tatsächlichkeit vom Jeep mit der Schlinge Rhinozeros und Gnu und spielt gemäß Tradition niemand anderen als sich selbst. Pendelnd zwischen laissez-faire und Professionalismus der Sonder­klasse, frönt Hawks in Afrika seiner Leidenschaft zu Selbstzitat und Variation. Hatari! ist ein gigantisches outdoor home-movie über das Thema „Eine Jagdsaison von Tierfängern“, eine Abenteuer­komödie und nicht zuletzt eine fiktive Dokumentation über die Lust freier Arbeit. (H.T.)

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