Wuthering Heights

Wuthering Heights (1939)

Regie: William Wyler; Drehbuch: Charles MacArthur, Ben Hecht, John Huston (ungenannt) nach dem Roman von Emily Brontë; Kamera: Gregg Toland; Musik: Alfred Newman; Darsteller: Merle Oberon, Laurence Olivier, David Niven, Flora Robson, Donald Crisp, Geraldine Fitzgerald. 35mm, s/w, 103 min

Als ein Wanderer im Schneesturm zum Landgut Wuthering Heights kommt, wird er vom gealterten Besitzer Heathcliff (Laurence Olivier) kühl empfangen und in der Nacht von einer Geistererscheinung heimgesucht – von Heathcliffs lange verstorbener Liebe Cathy (Merle Oberon). Die Haushälterin offenbart ihm und uns den Hintergrund: Nach dem Tod von Cathys herzensgutem Vater wurde Ziehsohn Heathcliff vom bösen Bruder verstoßen; in Südamerika kam er zu Reichtum, doch bei seiner Rückkehr stürzten Leidenschaft und verletzter Stolz alle ins Unglück. Lange und offenbar unbesehen von Autorentheoretikern als "Akademiker" abgestempelt, war William Wyler ein Regisseur von tiefer, oft tiefschwarzer Spiritualität – ideal für die Adaption von Emily Brontës gothic romance-Apotheose Wuthering Heights. Wylers klassische Handwerkskunst (befeuert von Gregg Tolands Tiefenschärfe-Experimenten schon vor Citizen Kane) ist nicht weniger, nur anders empfänglich für die wildromantische Abgründigkeit der Vorlage. (C.H.)

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