The Diary of a Chambermaid

The Diary of a Chambermaid (1946)

Regie: Jean Renoir; Drehbuch: Burgess Meredith, Renoir nach Le Journal d'une femme de chambre von Octave Mirbeau und dem Theaterstück von André Heuse, André de Lorde, Thielly Nores; Kamera: Lucien Andriot; Musik: Michel Michelet; Darsteller: Paulette Goddard, Burgess Meredith, Francis Lederer, Reginald Owen, Judith Anderson. 35mm, s/w, 87 min

Ein sonderbarer Film, der Herz und Urteil der Renoir-Bewunderer auf den Scheideweg schickt. Jahrelang träumt Jean Renoir davon, Octave Mirbeaus Roman Le Journal d'une femme de chambre zu verfilmen, und ausgerechnet in Hollywood bietet sich ihm die GeIegenheit dazu. Die Personen heißen Célestine, Joseph und Madame Lanlaire – aber sie sprechen amerikanisch. Die Sets aus Stuck, die Skandale domestiziert, die Sonne Frankreichs synthetisches Aquariumslicht der MGM-Studios. Mitten in all dem ein Wandel Renoirs, eine Abkehr, ein neuer Hang zur Künstlichkeit mit Szenenblöcken in "konzentriertem, eher theatralischem Stil". Was gleich bleibt, ist der alte Hang zur bizarren Grausamkeit und der Wille, das Drama komisch und die Burleske tragisch zu gestalten. (H.T.)

35mm preservation print courtesy of the UCLA Film & Television Archive. Preservation funding provided by The Film Foundation and the Hollywood Foreign Press Association

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