Aus dem Leben der Marionetten, 1980, Ingmar Bergman

Aus dem Leben der Marionetten (1980)

Regie, Drehbuch: Ingmar Bergman; Kamera: Sven Nykvist; Musik: R.A. Wilhelm; Darsteller: Robert Atzom, Christine Buchegger, Heinz Bennent, Martin Benrath, Gaby Dohm, Walter Schmidinger. 35mm, Farbe und s/w, 104 min
 
Ingmar Bergman: "Vor ein paar Jahren brachte ich ein weniger gelungenes Drehbuch zustande, das Liebe ohne Liebhaber hieß. Es formte sich zu einem Panorama des westdeutschen Lebens. Ich glaube, es war vom machtlosen Zorn des Gefangenen geprägt. Ganz sicher ließ es der Bundesrepublik nicht Gerechtigkeit widerfahren. Aus diesem totgeborenen Riesen schnitt ich ein Beefsteak heraus, das zu einem Fernsehfilm wurde und Aus dem Leben der Marionetten hieß. Es stieß weitgehend auf Ablehnung, gehört aber zu meinen besten Filmen." Bergman drehte in München, mit seinen Theaterschauspielern: In Farbe zeigt er die Ermordung einer Prostituierten durch Peter. In Schwarzweiß wird dessen Geschichte mit Katarina rekonstruiert, von einem Psychiater analysiert, von Freunden kommentiert. Die Tat bleibt irreduzibel und rätselhaft. Bergman will Objektivität als Illusion entlarven. (B.R.)

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