Tystnaden (Das Schweigen), 1963, Ingmar Bergman

Tystnaden (Das Schweigen) (1963)

Regie, Drehbuch: Ingmar Bergman; Kamera: Sven Nykvist; Musik: Ivan Renliden; Darsteller: Ingrid Thulin, Gunnel Lindblom, Jörgen Lindström, Birger Malmsten, die Liliputaner-Truppe "Eduardini". 35mm, s/w, 95 min
 
Zwei Schwestern und ein Junge stranden "in einer mächtigen, kriegerischen Stadt mit einer unbegreiflichen Sprache" – so beschrieb Ingmar Bergman den narrativen Kern seines umstrittensten Films, der auch eine Zensurdebatte auslöste, weil er in der Darstellung von Sexualität für die frühen sechziger Jahre ungewöhnlich freizügig war. Der Junge ist das Medium. Er beobachtet die Entfremdung der beiden Schwestern voneinander, die Sehnsucht der schwerkranken Übersetzerin Ester nach der Zuneigung von Anna, die wiederum aus dem Hotel in kleine Abenteuer flüchtet, die sie in einem Kino anbahnt. Das Schweigen handelt von sexueller Initiation. Die Rezeption wurde aber vor allem durch theologische Begriffe geprägt: Gottes Schweigen entsprach am besten der vagen politischen Allegorie des Films. (B.R.)

Spieltermine:

So 14.01.2018 20:30
(Schwed. OmeU)
Do 08.02.2018 20:30
(Schwed. OmeU)