Fängelse (Gefängnis), 1949, Ingmar Bergman

Fängelse (Gefängnis) (1949)

Regie, Drehbuch: Ingmar Bergman; Kamera: Göran Strindberg; Musik: Erland von Koch; Darsteller: Doris Svedlund, Birger Malmsten, Eva Henning, Hasse Ekman, Stig Olin. 35mm, s/w, 79 min
 
Gefängnis – ein Vorschlag für einen "Film über die Hölle", der unmöglich ist und der doch gleich dreifach "realisiert" wird: In der Rahmenhandlung diskutieren ein Regisseur und ein Professor über die lächerliche Idee, das Böse darzustellen. In der eigentlichen Geschichte gehen Frauen und Männer aneinander zugrunde. Brigitta geht nicht nur für Peter auf den Strich, sie vertraut ihm auch ihr Kind an, das er – mit seiner Schwester als Komplizin – tötet. Der Ausbruchsversuch in eine Beziehung mit dem Journalisten Thomas scheitert. Brigitta kehrt zu Peter zurück und nimmt sich schließlich das Leben. Der dritte Film im Film reicht motivisch weit in die Kindheit Ingmar Bergmans zurück: Thomas projiziert für Brigitta auf seinem privaten Kinematografen eine kurze Groteske, in der Tod und Teufel persönlich auftreten. Bergman sperrt das metaphysische Problem in einen unendlichen Raum der Repräsentation. (B.R.)

Spieltermine:

Fr 19.01.2018 18:30
(Schwed. OmeU)
Mo 05.02.2018 18:30
(Schwed. OmeU)