Totò e Carolina, 1953/55, Mario Monicelli (Foto: Cineteca Nazionale)

Totò e Carolina (1953/55)

Regie: Mario Monicelli; Regieassistenz: Gillo Pontecorvo; Drehbuch: Age & Scarpelli, Monicelli, Rodolfo Sonego nach einer Erzählung von Ennio Flaiano; Kamera: Domenico Scala, Luciano Trasatti; Musik: Angelo Francesco Lavagnino; Darsteller: Totò, Anna Maria Ferrero, Gianni Cavalieri, Maurizio Arena, Arnoldo Foà. 35mm, s/w, 96 min
 
Bei einer Razzia unter den "leichten Damen" der Villa Borghese gerät auch Carolina ins Schleppnetz der Behörden, vertreten durch den Polizisten Caccavallo. Carolina treibt sich nicht zum Anschaffen in den Gärten herum: Sie ist schwanger, von zu Hause ausgebüchst und sucht Schutz, den ihr Caccavallo, verwitwet und gutmütig, geben will, bevor er sie heim bringt und dafür sorgt, dass ihr die Eltern nichts antun. Was hier wie eine herzig-besinnliche Komödie klingt, war einer der größten Zensurfälle der christdemokratischen Mario-Scelba-Jahre (auch wenn die Probleme schon unter Giuseppe Pella im Spätsommer 1953 begannen). Zwischen Drehbuch und Uraufführung liegen 18 Monate, während derer der Film auf alle erdenklichen Weisen umgearbeitet werden musste. Und warum das alles? Offiziell, weil die Konservativen befanden, dass Monicelli sich über Staatsorgane auf verächtliche Weise lustig mache – inoffiziell, weil er unter anderem den Altruismus der KP zeigt. (O.M.)
 
Rekonstruierte Urfassung Courtesy of Cineteca Nazionale

Spieltermine:

So 11.02.2018 16:00
(Ital. OmeU)
Mo 19.02.2018 18:30
(Ital. OmeU)