The Long Grey Line, 1955, John Ford (Foto: Homer Van Pelt)

The Long Gray Line (1955)

Regie: John Ford; Drehbuch: Edward Hope nach Bringing Up the Brass: My 55 Years at West Point von Martin Maher und Nardi Reeder Campion; Kamera: Charles Lawton Jr.; Musik: George Duning; Darsteller: Maureen O'Hara, Tyrone Power, Donald Crisp, Ward Bond, Harry Carey Jr. 35mm, Farbe, 134 min
 
Das zärtlichste und emotional reichste unter John Fords geheimen Meisterwerken, ein CinemaScope-biopic über den Militärakademie-Ausbildner Marty Maher: ein irischer Immigrant, der als Speisesaal-Hilfe anfängt, der Armee beitritt und zum vielgeliebten Lehrer wird. Aber all die großen Traditionen und sentimentalen Gefühle, alle Lieder, Witze und rituellen Akte, selbst wenn sie mit Fords glühender Faszination fürs Militär-Theater gefilmt sind, können die Lebensverschwendung nur notdürftig maskieren. Wie sonst nur noch Sergio Leones Once Upon a Time in America erzählt The Long Gray Line von der Zeit selbst und dem Preis, den sie verlangt, entwirft ein Rückblendengeflecht, in dem die Vergangenheit vor Vitalität strotzt, während der Verfall in der Gegenwart unaufhaltsam ist. Der Schluss: ein Pyrrhussieg. Marty ist domestiziert und allein mit den Erinnerungen. John Fords traurigster, tragischster Film. (C.H.)
 
Die Einführung von Christoph Huber muss wegen Krankheit abgesagt werden.

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