To Live and Die in L.A., 1985, William Friedkin (Foto: Cinémathèque Suisse)

To Live and Die in L.A. (1985)

Regie: William Friedkin, Drehbuch: Friedkin, Gerald Petievich nach seinem Roman, Kamera: Robby Müller, Musik: Wang Chung, Darsteller: Willem Dafoe, William Petersen, John Pankow, Debra Feuer, John Turturro, Darlanne Fluegel, Dean Stockwell, Robert Downey Sr. 35mm, Farbe, 115 min
 
William Friedkins perfektionistischer Falschgeld-Thriller taucht ein in die Ästhetik der Achtziger, um ihre Extreme zum Schillern zu bringen. Pathos und Banalität kommen sich im Zwielicht von To Live and Die in L.A. so nahe, dass man sie kaum auseinanderhalten kann. Um verbotene Kopiervorgänge geht es nicht nur in der Erzählung; der Film selbst lässt sich von Doppelungen und Spiegelfiguren irritieren, die vom infernalischen Falschgeldkünstler Eric Masters (Willem Dafoe) auszustrahlen scheinen und darin eine geheime Komplizenschaft von Bösewicht und Regisseur offenbaren. Masters' Gegenspieler, der fanatische Secret-Service-Agent Richard Chance (William Petersen), mag alle Insignien eines Helden tragen. Doch seine Todesgetriebenheit macht ihn – spätestens am Steuer der unglaublich intensiven Autoverfolgungsjagd – zur dunkelsten Figur des Films. Masters vs. Chance: Meisterschaft und Zufallsprinzip liefern sich ein Spiegelgefecht auf Leben und Tod. (N.P.)

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