They're a Weird Mob, 1966, Michael Powell (Foto: National Film and Sound Archive of Australia)

They're a Weird Mob (1966)

Regie: Michael Powell; Drehbuch: Richard Imrie (i.e. Emeric Pressburger) nach dem Roman von John O'Grady; Kamera: Arthur Grant; Musik: Alan Boustead, Lawrence Leonard; Darsteller: Walter Chiari, Claire Dunne, Chips Rafferty, Alida Chelli, Ed Devereaux. 35mm, Farbe, 112 min
 
Regiegenie Michael Powell war nach dem "Skandalfilm" Peeping Tom in der britischen Heimat in Ungnade gefallen. Also ging er nach Australien, wo er quasi im Alleingang die darniederliegende Filmindustrie des Kontinents mit dem nationalen Superhit They're a Weird Mob wiederbelebte: Ein italienischer Einwanderer kommt nach Sydney, um Sportreporter zu werden, muss sich dann aber als Bauarbeiter durchschlagen. Seine komischen Schwierigkeiten mit der fremden Kultur (und dem eigenwilligen slang seiner neuen mates) illustrieren Powell und sein kongenialer Autor-Partner Pressburger mit gewohntem Einfallsreichtum: Schon der erste Blick auf down under stellt die Welt auf den Kopf. Im Pressburger-Powell-Kanon blieb dieses späte Comedy-Prachtstück vernachlässigt, für Australiens Kino wurde es zum Modell-Meilenstein, von der Sexkomödienwelle der 1970er (Alvin Purple) bis zu Crocodile Dundee, wo das Konzept umgedreht und der Australier in die Fremde geschickt wird. (C.H.)
 
Einführung von Christoph Huber am 24. April

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