Chi l'ha vista morire? (The Child – Die Stadt wird zum Alptraum), 1972, Aldo Lado (Kadervergrößerung ÖFM)

Chi l'ha vista morire? (The Child – Die Stadt wird zum Alptraum)

Regie: Aldo Lado; Drehbuch: Francesco Barilli, Massimo D'Avack; Kamera: Franco Di Giacomo; Schnitt: Angelo Curi; Musik: Ennio Morricone; Darsteller: George Lazenby, Anita Strindberg, Adolfo Celi. 1972, 35mm, Farbe, 90 min. Italienisch mit dt. UT
 
In den französischen Alpen wird ein rothaariges Mädchen von einer schwarzgekleideten Frau getötet. Wenige Jahre später besucht die kleine Roberta ihren Bildhauervater Francesco (Ex-Bond George Lazenby) in Venedig, um kurz danach als Leiche aus dem Canal Grande gefischt zu werden. Der vom Kummer überwältigte Francesco sucht nach dem Mörder. Bereits ein Jahr vor Nicolas Roegs Klassiker Don't Look Now nutzte Aldo Lado die Lagunenstadt meisterhaft als morbides Setting für einen Kindsverlust-Thriller, der sich mehr für atmosphärische Verunsicherung und psychologische Irritationen als die mörderischen Giallo-Set-Pieces interessiert. Hinter den historischen Fassaden tun sich doppelbödige Abgründe einer dekadenten Gesellschaft auf: Auch in seinem zweiten Film blickt Lado subversiv auf die konservative Zeitströmung, während die Intensität seines Krimis von Ennio Morricones unheimlich vibrierenden Kinderchor-Arrangements auf die Spitze getrieben wird. (C.H.)
 
In Anwesenheit von Aldo Lado am 31. August
 
Freier Eintritt für Fördernde Mitglieder am 31. August