Il gatto a nove code (Die neunschwänzige Katze), 1971, Dario Argento

Il gatto a nove code (Die neunschwänzige Katze)

Regie, Drehbuch: Dario Argento; Kamera: Enrico Menczer; Schnitt: Franco Fraticelli; Musik: Ennio Morricone; Darsteller: James Franciscus, Karl Malden, Catherine Spaak. 1971, 35mm, Farbe, 112 min. Italienisch mit dt./frz. UT
 
In einer römischen Klinik wird versucht zu beweisen, dass es eine genetische Veranlagung zur Kriminalität gibt. Nachdem im Institut eingebrochen wird, beginnt eine Mordserie an beteiligten Wissenschaftlern. Der erblindete Kreuzworträtsel-Gestalter Franco (Karl Malden) wird in den Fall hineingezogen, nachdem er ein erpresserisches Gespräch belauscht und sein detektivischer Spürsinn erwacht. Dario Argentos zweiter Giallo bemüht eine vergleichsweise konventionelle Krimi-Dramaturgie samt lächerlichem Argento-Wissenschaftsvorwand, um sich ganz den streng wissenschaftlich geführten Experimenten zu verschreiben, die Argento wirklich interessieren: die mise-en-scène als surrealistisches Credo, die Dinge nie so zu nehmen, wie sie scheinen. Die Kamera wird zum Mörder und das Publikum zum Stalker, während der Blinde am meisten erkennt. Kino darüber, "Verbindungen zu finden, wo keine sind." Viele Exportfassungen wurden stark gekürzt, gezeigt wird die originale Langversion. (C.H.)
 
Courtesy of Cinémathèque Suisse