Giallo, 1933, Mario Camerini (Foto: Cineteca Nazionale)

Giallo

Regie, Schnitt: Mario Camerini; Drehbuch: Mario Soldati, Mario Camerini nach The Man Who Changed His Name von Edgar Wallace; Kamera: Massimo Terzano; Musik: Guido Albanese; Darsteller: Assia Noris, Sandro Ruffini, Elio Steiner. 1933, 35mm, sw, 68 min. Italienisch mit engl. UT
 
Henriette kehrt zu ihrem reichen Gatten Giorgio zurück, der nach einem großen Geschäftsabschluss mit ihr nach Kanada auswandern will, woraufhin sie Bedenkzeit erbittet. Henriettes exzessive Vorliebe für Krimis (insbesondere von Edgar Wallace) lässt sie indessen überall Anzeichen von Verbrechen erahnen. Und dann findet sie im Schreibtisch ihres Mannes alte kanadische Zeitungsauschnitte: Giorgio hat seine erste Frau ermordet! Die Geburtsstunde des Giallo als Mystery-Farce und Popkultur-Parodie von den angehenden Regie-Koryphäen Mario Camerini und Mario Soldati, die das Stück The Man Who Changed His Name von Edgar Wallace zum Drehbuch umarbeiteten. Wallace wiederum war ein Schlüsselautor für die Krimihefte, deren gelbe Einbände den Begriff "Giallo" mitgeprägt hatten. Über den Umweg der erfolgreichen deutschen Wallace-Krimis würde er die Initialzündung für Giallo als Italo-Kinophänomen mitprägen: Mario Bavas La ragazza che sapeva troppo hat erstaunliche Ähnlichkeiten mit Giallo. Ein Kreis schließt sich, wie im absurden Finale dieser Krimikomödie. (C.H.)
 
Courtesy of Cineteca Nazionale

Spieltermine:

Sa 28.09.2019 19:30
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>>> Der Film wird am 5.9. als double feature mit Cortocircuito gezeigt.