La coda dello scorpione (Der Schwanz des Skorpions), 1971, Sergio Martino (Foto: Filmarchiv Austria)

La coda dello scorpione (Der Schwanz des Skorpions)

Regie: Sergio Martino; Drehbuch: Ernesto Gastaldi, Eduardo Manzanos Brochero, Sauro Scavolini; Kamera: Emilio Foriscot; Schnitt: Eugenio Alabiso; Musik: Bruno Nicolai; Darsteller: George Hilton, Anita Strindberg, Alberto de Mendoza. 1971, 35mm, Farbe, 95 min. Italienisch mit dt. UT
 
Lisa wird Millionenerbin, als ihr Gatte bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommt. Nachdem sie das Geld in Griechenland in Empfang nimmt, wird sie in eine Erpressungsaffäre verwickelt, während sich ein Versicherungsdetektiv (George Hilton) an ihre Fersen heftet. Doch der sieht sich bald selbst unter Mordverdacht … Giallo-Hausautor Ernesto Gastaldi spezialisierte sich auf das Motiv der Bedrohung durch den Partner als Quelle der Alptraumstimmung des Subgenres: Hier betont er dessen kosmopolitischen Zug mit dem Schauplatzwechsel London-Athen, bevor er Hitchcocks US-Schlüsselfilm Psycho aufgreift, der die filmische Gewaltdarstellung revolutionierte. Sergio Martinos Regie lässt sich davon inspirieren, vollends zum stilistischen Gewaltakt anzusetzen: mit kühnen Perspektiven, abstrakten Spiegeleffekten, brutaler Montage und manierierten Kompositionen. Der Krimi als Vorwand für das visuelle Experiment. (C.H.)
 
Einführung von Roberto Curti am 4. Oktober
 

Courtesy of Cineteca del Friuli